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Monokel und Thor 06. Dezember 2008 Prösen und Gröditz - ein legendärer Abend

in Konzertberichte 2018 und älter 24.10.2019 19:23
von Kundi | 3.241 Beiträge | 7315 Punkte

Auf diesem Konzertbericht liegen der Staub der Zeit und ein kräftiger Hauch von Legende. Er darf in dieser Muggenpilgerberichtesammlung einfach nicht fehlen. Auch wenn Text und Fotos nicht besonders gut sind, möchte ich das alles hier archivieren. Mehr als 10 Jahre ist dieses Erlebnis her. Manche sprachen bei unserer Aktion mit Dicki Grimm scherzhaft sogar von Kidnapping. Ich bitte zu beachten, dass der Text nachträglich nicht bearbeitet wurde und deshalb auch die Zeitangaben (wie zum Beispiel gestern) nicht stimmen.

Melli, Tina und ich waren mal wieder gemeinsam unterwegs und wir verlebten einen "verrückten" Abend in Prösen. Da Lissi gestern daheimblieb, fungierte ich als Aufsichtsperson für unsere Jugendbrigade. Unsere Forenlieblings-Kraftblues-Brigade MONOKEL gastierte im Gasthaus "Central" und nur knappe 4 Kilometer entfernt spielte am selben Abend Thor auf dem Weihnachtsfest der Feuerwehr.
Unser gestriger Ausflug stand wohl unter einem schlechten Stern. Eigentlich war ja alles exakt durchgeplant, wir wollten MONOKEL und Thor sehen und der Plan hätte funktionieren können.

Aber es bewahrheitete sich mal wieder das alte Sprichwort "und ist der Plan noch so gelungen, so gibt es doch noch Änderungen".

Doch der Reihe nach: Lissi hatte sich gestern ihren Haushaltstag genommen und so machte ich mich allein auf den Weg nach Prösen. Für Unterhaltung während der Fahrt sorgte eine MONOKEL-CD und mein Navi, dass mich mit seiner Frauenstimme und den üblichen Anweisungen schnell und sicher ans Ziel führte.

Also ich war pünktlich da am Gasthof "Central", wer fehlte war noch unsere Jugendbrigade aus dem Erzgebirge.
Nach ein paar Anrufen tauchten Melli und Tina dann endlich auf und berichteten erstmal von ihrer Odyssee, die nur dank einer selbstlosen Helferin, die die beiden bis zum "Central" lotste ihr pünktliches Ende fand.

Im Gasthof selbst tat sich noch nix, aus dem Saal waren nur Soundcheck-Klänge zu vernehmen. Also machten wir es uns erstmal in der Gaststube bequem. Nach einiger Zeit tauchten dann die Jungs von MONOKEL dort auf. Schnell war klar, dass sich der Konzertbeginn erheblich verzögern würde.

Nun gut, kein Problem dachten wir, da fahren wir schnell mal nach Gröditz zu Thor, denn Mandy von der Thor-Fraktion hatte Tina am Telefon mitgeteilt, dass es bei Thor sehr pünktlich losgehen sollte.

Also sprangen wir schnell in Mellis Auto und fuhren los.
Thor sollte beim Weihnachtsfest der Feuerwehr in Gröditz spielen. Doch als wir dort ankamen, drehte sich auf der Bühne noch nicht viel. Wie wir erfuhren, fehlte Sänger Udo noch bei den THORen, der irgendwo im Stau stand.

Zwischenzeitlich konnten wir auch Anja und Silberstreif in den heiligen Hallen begrüßen.
Ich wurde langsam unruhig, denn ich wollte auf keinen Fall den Anfang von MONOKEL in Prösen verpassen und so brachte uns Mellis Auto schnell wieder nach Prösen und was sahen wir da?
Es drehte sich immer noch nix und wieder tätigte Tina einen Anruf in Gröditz und dort ging es nun los. Tina und Melli sprachen kurz mit MONOKEL-Schlagzeuger Dicki Grimm und nun fuhren wir zu viert wieder nach Gröditz. Da wir jetzt mit Dicki unterwegs waren, war ich mir nun auch sicher, dass wir MONOKEL nicht verpassen würden .

Die THORen rockten wirklich schon im Feuerwehrhaus und wir konnten nun ungefähr eine halbe Stunde erleben, wie die Band das Publikum dort zum Kochen brachte. Wir haben Thor ja schon mehrmals erlebt und die Jungs hatten dabei mit ihrer Coverrock-Show das Publikum immer im Griff.

Das war auch gestern nicht anders. Die Band freute sich auch sehr so viele bekannte Gesichter im Publikum zu sehen und Sänger Udo grüßte diese natürlich besonders von der Bühne.
Leider mussten wir dann schon wieder los Richtung Prösen. Im Saal spielte nun schon mal die Vorband, es ging also langsam voran. Die Muggefuckers spielten ein paar eigene Titel, wobei mir ihre "Rödertal-Hymne" und "Volle Kontrolle"(was eigentlich unserem Bundesinnenminister Wolfgang S. gewidmet sein könnte) am besten gefielen. Die 3 Herren und die Dame an der Geige heizten als Lokalmatadoren dem Publikum ordentlich ein, wobei beim letzten Titel die Geige etwas unterging.

Mittlerweile war es weit nach 23.00 Uhr und einen weiteren Besuch bei THOR konnten wir uns jetzt wohl abschminken.

Anzumerken ist, dass in den Saal noch ein paar Leute mehr reingepasst hätten, aber davon ließen wir uns nicht stören und wir warteten natürlich in der ersten Reihe auf unsere Lieblings-Kraftblues-Brigade.

Dann kamen sie endlich auf die Bühne die 4 Herren von MONOKEL, Micha Linke spielte auf seiner Gitarre das Intro zum "Kindertraum", Dicki Grimm zählte danach am Schlagzeug ein und ab ging die Post. Nach und nach trauten sich auch endlich vereinzelt Leute näher an die Bühne ran. Lefty bat später auch die Leute in den letzten Reihen doch noch etwas näher zu kommen. Bei den Klassikern wie "Das Monster vom Schilkinsee" oder "Schwarze Marie" funktionierte das dann langsam auch.

Die MONOKELs brannten derweil auf der Bühne ein musikalisches Feuerwerk ab und von Minute zu Minute spielten sie sich warm. Lefty und Kuhle waren gestern schon sehr weihnachtlich gestimmt und so spielten sie hier und da auch mal ein paar Takte populärer Weihnachtslieder. Außerdem widmete der Herr Linke gestern das eine oder andere Lied einer bekannten Teenie-Kapelle aus Magdeburg . Wir haben uns dabei köstlich amüsiert.
Da im Saal geraucht werden durfte spielten die Jungs diesmal auch ohne offizielle Pause durch.

Nach über 30 Jahren ist MONOKEL "immer noch da", was sie natürlich auch gestern mit diesem Lied dokumentierten.

Basser Pitti hat sich bei der Band langsam richtig eingespielt und er wird auf der Bühne auch immer lockerer.

"Ahaha", "Spannersau" und das "Boogie-Mobil" waren die Vorboten eines endenden Konzertes und führte gleichzeitig zum absoluten Höhepunkt jeder Mugge von Lefty & Co. für viele "alte" MONOKEL-Fans. "Bye, bye Lübben-City" ist halt der MONOKEL-Klassiker schlechthin. Sehr lange brauchten wir das Quartett nicht um Zugaben bitten. Sie kehrten zurück, um ein paar internationale Klassiker zu spielen und nach dem Instrumentalstück "Albatros" war dann leider mal wieder Feierabend auf der Bühne.

Doch es gibt noch was Interessantes zu verkünden: Tina hat mit Lefty einen Deal abgeschlossen. Sie wünschte sich mal wieder ihr Lieblingsstück "M.O.N.O.K.E.L." bei einer Mugge zu hören. Da Kollege Linke dabei aber ein paar Textprobleme hat, bot Tina in einem Anfall von Übermut? an, diesen Titel notfalls auch selbst zu singen. Lefty fand die Idee Klasse und verkündete, dass er sich das gut merken wird. Man darf also gespannt sein, ob Tina demnächst mit MONOKEL auf der Bühne steht.

Gegen 03.00 Uhr machten sich Band in Richtung Berlin und auch ich in Richtung Bautzen auf den Heimweg. Tina und Melli machten aber noch einen kleinen Umweg über Gröditz, um sich von den THORen zu verabschieden.

Die Fahrt heimwärts war etwas ätzend, weil es durchgehend regnete und ich langsam auch müde wurde. Lissis Lieblingsgetränk, das angeblich Flügel verleihen soll und laute Mugge waren da das einzig richtige Rezept. Kurz nach 04.00 Uhr kam ich daheim an und ich freute mich auf mein Bett.

Gruß Kundi

Fotos THOR in Gröditz

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 25.10.2019 05:08 | nach oben springen

#2

RE: Monokel und Thor 06. Dezember 2008 Prösen und Gröditz - ein legendärer Abend

in Konzertberichte 2018 und älter 24.10.2019 19:28
von Kundi | 3.241 Beiträge | 7315 Punkte

Fotos Teil 2 - MONOKEL KRAFTBLUES.

Gruß Kundi

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 25.10.2019 05:07 | nach oben springen

#3

RE: Monokel und Thor 06. Dezember 2008 Prösen und Gröditz - ein legendärer Abend

in Konzertberichte 2018 und älter 25.10.2019 17:15
von HH aus EE | 1.031 Beiträge | 2496 Punkte

Gott, wie die Zeit rast! Das war ja damals bei mir quasi umme Ecke. Ich hätte dorthin spucken können und im "Central" war ich vor gefühlten tausend Jahren öfter mal zum Jugendtanz und Prösen gehörte gerade noch zum Landkreis EE, oder?
Als ich Deine Zeilen las, war mir die ganze Zeit so, als wäre ich damals auch anwesend gewesen, kann aber keinen Beleg dafür finden. Immerhin kannten wir uns ja schon.
Mein Erinnerungsvermögen lässt auch immer öfter Wünsche offen.


www.mein-lebensgefuehl-rockmusik.de
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#4

RE: Monokel und Thor 06. Dezember 2008 Prösen und Gröditz - ein legendärer Abend

in Konzertberichte 2018 und älter 26.10.2019 12:14
von Kundi | 3.241 Beiträge | 7315 Punkte

Narürlich wäre es noch schöner gewesen, wenn Du dieser Mugge in Prösen beigewohnt hättest, lieber Hartmut.
Aber wenn ich micht richtig erinnere, laboriertest Du an dem besagten Wochenende an einer Erkältung und bliebst deswegen den Konzertsälen fern.

Gruß Kundi


zuletzt bearbeitet 26.10.2019 12:15 | nach oben springen


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