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Trixi G in Jena 26.04.2014

in Konzertberichte 2015 und älter 28.04.2014 12:28
von kuehnkerstin | 30 Beiträge | 76 Punkte

Auf der Suche nach Konzertterminen der uns interessierenden Bands, wurde ich wieder einmal auf Trixi G aufmerksam. Die beiden werden im April in Jena spielen. Also sucht sich der Termin den Weg in meinen Terminkalender. Oh je, da steht schon ein Termin. Jetzt kann ich mich gar nicht entscheiden: Beide Konzerterlebnisse sind mir wirklich wichtig. Falkenberg solo in Weißenfels – Trixi G in Jena. Wie soll ich mich da entscheiden? (Beides ist circa anderthalb Stunden entfernt.)
Trixi G gibt es für uns leider nicht so oft. Sie haben uns vergangenes Jahr nur einmal in Erfurt total verzaubert. Also entscheiden wir gemeinsam: Es wird Jena sein.
Ein paar Tage vorher meldet Falkenberg dann, dass das Konzert im Felsenkeller Weißenfels aus organisatorischen Gründen abgesagt werden muss. So nimmt mir also eine defekte Heizung die Entscheidung ab. Manchmal ist das einfach so. Selten habe ich mich über eine Konzertabsage so gefreut. Nun bleibt noch die Chance auf einen neuen Falkenberg-Termin.
Also starten wir am Samstag froh gelaunt bei schönem Frühsommerwetter nach Jena, verbringen den Nachmittag in der Stadt, die uns immer wieder fasziniert, geraten in der Goethegalerie in eine musikalische Darbietung. Als wir näher kommen, entpuppt sich das Ganze als die Schlussphase der CD Präsentation von „Großstadtfreunde“, einer jungen Band aus Berlin.
Also bummeln wir mit Musik im Kopf und der Vorfreude auf Trixi G noch durch das sonnenbeschienene Jena und genießen den Ausspanntag. Dann machen wir uns auf den Weg nach Jena-Ost. Mit Navi-Unterstützung finden wir problemlos den Ort des abendlichen Geschehens, nur eben nicht gleich einen Parkplatz.
Natürlich sind wir wieder viel zu früh vor Ort. Das Café hat gerade geschlossen. Erst 19 Uhr öffnen sich die Türen wieder für den Einlass zur Abendveranstaltung: hörBar mit Trixi G.
Die Sonne scheint, es ist warm, also stehen wir jetzt nicht eine Stunde vor der Tür und warten auf den Einlass. Wir bummeln ein wenig durch die Ostvorstadt von Jena, genießen auf einer Bank die Sonne und beobachten das geschäftige Samstagvorabendtreiben an der Hauptstraße.
Kurz vor sieben sind wir zurück und werden bereits freundlich an der Tür empfangen. Die Veranstalterin selbst verkauft die Eintrittskarten. Das gabs noch nicht. Unser erster Eindruck: eine tolle Lokation. Wir hören die letzten Töne des Soundcheck, die bereits durch Mark und Bein gehen. Uwe und Bea sind ganz bei der Sache. Der letzte Ton verklungen, sie entdecken uns und begrüßen uns fröhlich und mit einer Herzlichkeit, die Gänsehaut produziert. Sofort sind wir im Gespräch.
Allmählich füllt sich das Café. Der Slogan der (heutigen) Speisekarte erregt mein Interesse: „Lenzer hörBAR präseniert essBARes“ Eine tolle Idee. Also genießen wir leckeres Essen und die Vorfreude steigt. Pünktlich 20 Uhr eröffnet die junge Frau vom Einlass das Konzert. Jetzt erfahren wir auch den Grund für die spezielle Karte. Trixi G eröffnen eine neue Reihe „hörBar“ im Café Lenz. Einmal im Monat werden sich hier künftig unterschiedlichste Künstler musizieren können. Eine tolle Idee.
Das Konzert beginnt. Beatrix und Uwe legen los. Trixi G präsentieren eine gelungene Mischung aus Eigenkompositionen und Trixi G eigenen Silly Coverversionen, kommentiert von Beatrix in der ihr eigenen plaudernden und herzerwärmenden Art, mit der sie kleine Geschichten zu den Titeln erzählt.
„Nachtstille“ und „Flieh“. Gespannte Ruhe erfasst den Raum, ergriffenes Zuhören, unterbrochen von Trixis zu Herzen gehender, ansteckender Fröhlichkeit.
Als die ersten Silly-Töne erklingen, macht sich Begeisterung breit, die gleich mit drei Titeln belohnt wird. „Flieg“, „Schlohweißer Tag“ und „Hurensöhne“. Sagenhaft. Man hat das Gefühl, Tamara schwebt irgendwo durch den Raum.
Anschließend begeistern uns Trixi G bis zur Pause noch mit „Du“, „Sturm“, „Alle gegen einen“ und „Unsichtbar“. Auch hier wechseln sich Fröhlichkeit, Gänsehaut und Ergriffenheit ab.
In der Pause eine unsichere Rückfrage, ob die Akustik wirklich stimmt. Offensichtlich sind die beiden von der Glasfront, vor der sie stehen und die die Musik reflektiert, etwas irritiert. Doch beim Publikum kommt alles bestens an. Nach kurzen Gesprächen und einer Zigarettenpause geht es weiter.
Als erstes dieses wundervolle neues Lied „Avalon“. Es ergreift meine Psyche. Trixi was machst du mit mir? Danach geht derWechsel aus eigenen und Silly Liedern weiter. „Fliegender Fisch“, „Gras“, „Kleine Frau“, „Ein Lied“, „Hexen“, „Nachts, wenn…“
Mit „Bye,bye“ und „Blutmond“ beenden Trixi G diesen wundervollen Abend und werden vom Publikum gefeiert. Natürlich lässt man sie nicht ohne Zugabe gehen: „Über ihr taute das Eis“. Aber dann muss auch im Hinblick auf die vorangeschrittene Zeit und die Nachbarschaft Schluss sein.
Uns bleibt nichts anderes, als geduldig auf die neue CD zu warten und zu schauen, wann und wo wir euch wieder erleben dürfen.
Liebe Grüße nach Oschersleben und ein großes Dankeschön allen in Jena Beteiligten für einen wirklich gelungenen Abend und die vielen unvergesslichen Eindrücke und Emotionen.

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