#1

FALKENBERG 21.03.14 APOLLO-Theater Görlitz

in Konzertberichte 2015 und älter 22.03.2014 13:25
von Kundi | 2.103 Beiträge | 4804 Punkte

Sehr oft fahren wir nicht in Richtung Osten zu Konzerten. Um ehrlich zu sein, es ist schon eine ganze Weile her, dass Lissi und ich gemeinsam zu einer Mugge in Görlitz waren.
Das dürfte im Jahr 2007 beim CITY-Konzert in der Landskron-Brauerei gewesen sein. Ich selbst war danach noch 2 Mal alleine zu Muggen von HAASE hier.
Dabei habe ich in der Stadt an der Neiße von 1990 bis 2009 meine Brötchen als Staatsdiener verdient und deshalb habe ich auch eine besondere Beziehung zu dieser Stadt.

Gestern war für uns aber eine sehr gute Gelegenheit endlich mal wieder Görlitz zu besuchen. FALKENBERG hatte sich im "APOLLO" auf der Hospitalstraße 2 angekündig und das wollten wir nicht verpassen.

Hier sind erste Fotos. Ein paar Zeilen zum Abend folgen in den nächsten Tagen.

Gruß Kundi

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 22.03.2014 13:51 | nach oben springen

#2

RE: FALKENBERG 21.03.14 APOLLO-Theater Görlitz

in Konzertberichte 2015 und älter 22.03.2014 15:55
von Kundi | 2.103 Beiträge | 4804 Punkte

..Fotos.

Gruß Kundi

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 22.03.2014 15:57 | nach oben springen

#3

RE: FALKENBERG 21.03.14 APOLLO-Theater Görlitz

in Konzertberichte 2015 und älter 22.03.2014 22:23
von Lissi | 61 Beiträge | 141 Punkte

Ja lange ist es her das ich mit Kundi in Richtung "Randpolen" unterwegs war und es ist auch schon ne ganze Zeit verstrichen als ich das letzte Mal bei Falkenberg war.
Für mich war es wiedermal ein sehr gelungener Abend. Ralf sang neuere Songs sowie auch ein paar von den Älteren.Seine Interpretationen waren teilweise etwas anders als ich gewohnt war aber ich kann nur sagen gefällt mir auch richtig gut.Gewohnt unterhaltsam waren natürlich auch wieder seine Überleitungen zwischen den Songs.So kann ich nur sagen es war ein sehr entspannter Abend.

LG Lissi
... Bilder siehe unten

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zuletzt bearbeitet 22.03.2014 22:26 | nach oben springen

#4

RE: FALKENBERG 21.03.14 APOLLO-Theater Görlitz

in Konzertberichte 2015 und älter 23.03.2014 20:20
von Kundi | 2.103 Beiträge | 4804 Punkte

Am Freitagvormittag hatte ich die weise Eingebung im Besucherzentrum des Theaters Görlitz wegen Eintrittskarten anzurufen. Das war spät, aber nicht zu spät. Ganze 10 Karten gab es zu diesem Zeitpunkt für das FALKENBERG-Konzert im “APOLLO” (das ist eine kleine Spielstätte, die zum Theater gehört) noch. Also habe ich fix 2 Tickets für uns reserviert. Nun stand unserem Konzertbesuch nichts mehr im Wege und wir konnten am frühen Abend ganz beruhigt nach Görlitz fahren. Den elektronischen Wegerklärer brauchte ich diesmal nicht, denn in dieser Stadt kenne ich mich noch ganz gut aus. Locker und beschwingt kutschierten wir die BAB 4 entlang Richtung Osten.

Was mein Verhältnis zu (IC) FALKENBERG betrifft, so war ich nicht immer ein Sympathisant von ihm und seiner Kunst. Er gehörte in den 80er Jahren sogar zu meinen musikalischen "Feindbildern". Mit diesem "Edelpopper" endete meine Begeisterung für die SCM. Der Bruch vom Artrock zum Pop war mir zu groß. Nananana - wer wird denn beim Wort "Edelpopper" hier gleich etwas Schweinisches denken?*g* Ich meine doch nur die damalige Modeerscheinung der Popper. Ralf Schmidt hatte in der ersten zeit bei den Sternen auch wirklich eine astreine Poppertolle.

Es dauerte Jahre, um nicht zu sagen Jahrzehnte, bis ich Zugang zu FALKENBERG’s Musik fand. Eigentlich hat Peter Günther von ostmusik.de einen ganz großen Anteil daran, dass ich eine Kehrtwende vom “Feind” zum Sympathisanten vollziehen konnte. Peter organisierte zu seinem 50.Geburtstag in Niesky ein IC FALKENBERG-Konzert und bei der Fete nach der Mugge quatschte ich erstmals ausführlich mit Ralf Schmidt. Der Typ war gar nicht so verkehrt und die Musik war auch alles andere als Einheitsbrei. Von da an nutzte ich jede Gelegenheit um (IC) FALKENBERG live zu erleben. Kurz zusammengefasst kann man auch sagen, ich wurde zum Fan. Heute schätze ich Ralf Schmidt als geradlinigen Menschen, der sich nicht verbiegt und FALKENBERG als großartigen Musiker.

Das mit den reservierten Eintrittskarten hat natürlich geklappt und Dank lieber Freunde hatten wir auch noch Plätze in Reihe 1. Der Beginn des Konzertes war mit 19.30 Uhr angenehm zeitig. Ich fand das wirklich gut, denn nach den ersten 5 Tagen im Hamsterrad Alltag inklusive Berufstätigkeit wollte ich mich auch nicht gleich übernehmen. Übrigens war die Spielstätte wirklich nahezu ausverkauft. Ich habe nur ein oder zwei freie Sitzplätze entdeckt.

FALKENBERG kam kurz nach 19.30 Uhr begleitet vom ersten Beifall des Publikums quer durch den kleinen Saal zur Bühne. Natürlich war der Meister wieder ganz in schwarz gekleidet. So lange es nichts Dunkleres gibt trägt Herr FALKENBERG eben schwarz. Nur der Vollbart, den er sich neuerdings stehen lässt, ist grau. Er trägt jetzt also Gesichtsbehaarung, dafür ist meine seit dem Krankenhaus weg. So ist das Gleichgewicht in der Welt wieder hergestellt *grins*

Der Hallenser Musiker Ralf Schmidt (Künstlername FALKENBERG) ist nach einer (Winter-)Pause erst seit Anfang des Monats wieder auf Tour. Weil die Arbeiten an der nächsten CD wegen eines gesundheitlichen Warnschusses seit Oktober 2013 ruhen, steht das letzte Album “Freiheit” auf der aktuellen Tour immer noch im Mittelpunkt. Der Mann hat sich nach diesem einschneidenden Erlebnis echt Gedanken um sein Leben gemacht und auch die entsprechenden Schlüsse für sich gezogen. Daraus resultierend hatte er zum Beispiel die Arbeiten an der neuen Scheibe damals auch ausgesetzt. Für dieses Jahr plant er auch weniger Konzerte und er hat auch einige Arbeiten in andere Hände gegeben. So wird das im Oktober 2013 in Halle aufgenommene Livealbum von einem Studiopartner endbearbeitet. Ich finde das völlig in Ordnung und kann das jetzt auch sehr gut nachvollziehen. Gesundheit ist nun mal das Wichtigste im Leben.

Aber FALKENBERG wäre nicht FALKENBERG wenn er den Konzertbesuchern noch einmal haargenau das gleiche Programm bieten würde. Er hatte im Vorfeld die Fans befragt, welche älteren Lieder sie wieder mal live hören wollen und einige dieser Anregungen hat er in sein aktuelles Programm integriert. Während der Mugge warf er auch immer mal wieder einen Blick auf die Setlist. Er erzählte dazu noch verschmitzt, dass diese Merkzettel mit der Titelfolge des Konzertes besonders bei den ersten Auftritten immer auf merkwürdige Weise verschwinden. Wir Konzertgänger, Muggenpilger und Konzertnomaden wissen ja wie so etwas passiert und solche Trophäen haben ja einige von uns im Besitz. Deshalb musste ich bei FALKENBERG’s Ausführungen zu diesem Thema auch schmunzeln.

Mit Akustikgitarre, Mundharmonika und Piano führte uns FALKENBERG durch sein musikalisches Schaffen. Für einige seiner Lieder hat er sich extra für die Tour neue Versionen ausgedacht.
Zwischen den Songs oder manchmal auch mitten im Lied kam er ins Plaudern. Das sind wir vom Hallenser Musiker ja gewöhnt und das lieben wir ja auch. Mir kam FALKENBERG aber dazu noch richtig tiefenentspannt und unheimlich locker vor. Der Mann ist offensichtlich mit sich selbst im Reinen. Selbstverständlich spielte er auch den Titelsong seiner noch aktuellen CD "Freiheit". Dankbare und zärtliche Worte fand er in der Ansage zu "Immer bei mir" für seine verstorbenen Eltern. Dieses Lied dürfte für viele , die bereits einen oder gar beide Elternteile schon verloren haben, besonders ergreifend sein. Ich jedenfalls erlebe "Immer bei mir" als sehr emotionale und persönliche Gedankenreise zu meinem Vater sowie zu weiteren bereits verstorbenen Personen, die mich prägten. Damit im Zusammenhang steht für mich auch "Auf den Wiesen der Kindheit". Ich hatte eine glückliche Kindheit, die ich meinen Eltern und Großeltern zu verdanken habe. Aber auch meinen Lehrern bin ich dankbar. Einige von ihnen haben leider auch schon das Zeitliche gesegnet. Das sind so Gedanken, die mich bewegen, wenn ich diese Lieder höre. Unter anderem hörten wir vom Album "Freiheit" auch noch "Wo alle sind" und "Da ist die Angst". Auf ein Lied wartete ich den ganzen Abend vergebens. "Vor den Kathedralen" war nicht auf der Setlist. Dabei hätte es aus aktuellem Anlass so gut zum Börsenzocker und verurteilten Straftäter Uli H gepasst.

Aber dafür durften wir uns Songperlen aus FALKENBERG's Vergangenheit erfreuen, die auch lange nicht im Liveprogramm waren.. "Nadja" stammt zum Beispiel von seinem zweiten Soloalbum "Zigeuner auf Zeit" aus dem Jahr 1988. Die großartige Ballade "Agonie und Ektase" war der Titelsong seiner im Jahr 2003 erschienen CD. Erinnerlich sind mir unter anderem auch noch"Ein weises Kind" und "So nah vom nächsten Meer".

Dass Ralf Schmidt in seiner Jugend auch das Leben eines Ost-Hippies (bessere Bezeichnungen sind für mich Blueser, Kunde oder Tramper) führte, erzählte FALKENBERG sehr ausführlich und plastisch vor dem Lied "Schwimmen im Regen".Auch der halbstarke Ralf trug lange Haare und Jeans. Er reiste, wie hunderte Jugendliche in der damaligen Zeit, Bands wie MONOKEL und ENGERLING hinterher. Auch die Feten am Lagerfeuer kennen viele von uns noch aus eigenem Erleben.

"Besoffen und verliebt" hat eigentlich auch schon Moos auf den Rücken. Immerhin wurde der Song bereits 1991 veröffentlicht. Doch dieses Lied lieben die Fans ganz besonders, denn lange Zeit war "Besoffen und verliebt" der Schlusspunkt jedes (IC) FALKENBERG-Konzertes. Der Abend in Görlitz verging eigentlich wie im Fluge. Daran änderten auch die Zugaben nichts. Es war ein ganz tolles Konzerterlebnis und wir freuen uns schon jetzt auf Fortsetzungen. Natürlich bekamen die Jäger und Sammler anschließend auch noch ihre Autogrammwünsche erfüllt.

Gruß Kundi


zuletzt bearbeitet 23.03.2014 21:50 | nach oben springen

#5

RE: FALKENBERG 21.03.14 APOLLO-Theater Görlitz

in Konzertberichte 2015 und älter 23.03.2014 22:48
von Peggy | 320 Beiträge | 669 Punkte

Lieber Kundi - wie immer sehr schöner Konzertbericht von Dir!
Beim Lesen fühlte ich mich gleich eine Woche zurückversetzt, denn da erlebte ich FALKENBERG ja im Leipziger Anker ebenfalls live. Dort war übrigens "Vor den Kathedralen" noch im Programm.


"Von jedem Tag will ich was haben, was ich nicht vergesse ..."

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