#1

MerQury – mal wieder – und doch ganz anders (Dresden am 4. März 2019)

in Konzertberichte 2019 und älter 07.03.2019 22:29
von Katja Biene | 3 Beiträge | 8 Punkte

Der Kulturmontag der sächsischen Zeitung findet seit 2017 regelmäßig in der Comödie Dresden statt.
Am Montag dem 4. März stand nun meine Lieblings-Queen-Cover-Band auf dem Spielplan.
Tina hat sich nicht lange bitten lassen und so ergatterten wir im Dezember die fast letzten Tickets.
Jetzt ist die Comödie Dresden ein Theater -- mit Stühlen …. zum Sitzen verdammt!
Das widerspricht dem Bewegungsdrang von Tina und mir bei einem Konzertbesuch massiv.
Also mussten es wenigstens Plätze am Rand sein, damit wir aufstehen und tanzen können.
Auf dem Rang fanden sich dann auch noch 2 Plätze, fast wie für uns gemacht.
Tina konnte fotografieren, die dabei entstandenen Bilder wird sie hier noch anfügen.
Ein Konzertbesuch in Dresden unter der Woche bedeutet für uns aufgrund der Fahrzeit immer wenig Schlaf in der folgenden Nacht. Also wurde für Dienstag Urlaub eingereicht und freundlicherweise auch genehmigt.

Der Kanadier Johnny Zatylny ist als Sänger von MerQury fester Bestandteil. Am Sonntagabend vor dem Konzert verwirrte er uns mit einem Post bei Facebook, lt. welchem er am Montag eine Show in Mexiko spielen will.
Wir fuhren also nach Dresden, gespannt, wer das Mikro übernehmen wird.

Auf den Abend und was er so bieten wird, freute ich mich umso mehr, da ich vom Nachmittag frustriert war.
Tina und ich hatten Zeit für den Trip nach Dresden eingeplant, um noch ein wenig in den Geschäften zu stöbern.
In benachbarten Umkleidekabinen, von einer mittelmäßig engagierten Verkäuferin umsorgt, muss ich mit anhören, wie diese zu Tina sagte: „Ich bringe Ihnen die Hose mal eine Nummer kleiner.“ Und zu mir sagt sie: „Und Ihnen bringe ich diese Hose mal eine Nummer größer.“ …….
Ich benötigte also dringend Medizin für meine geschundene Seele.
Und Musik ist dafür bestens geeignet.
Die Jugend von heute würde dazu sagen: das chillt meine base.

Kurzum: es konnte nur noch besser werden und es wurde besser.

Der Saal der Comödie war ausverkauft, die Musiker erschienen pünktlich und als Sänger eine für uns unbekannte Person.
Norbert Munser (Keyboard) übernimmt bei den Konzerten den Part des Moderators. Er erklärte gleich zu Beginn, dass der Sänger des Abends Jody Cooper, ein jetzt in Leipzig lebender, gebürtiger Schotte ist. Seit 3 Jahren springt er ein, wenn Johnny andere Verpflichtungen hat.

Der Ablauf der Show sollte in 2 verschiedenen Teilen erfolgen.
Ein erster ruhiger Akustikteil, dann als zweiter Teil nach der Pause rockig.

Den Auftakt machte „Don`t stop me now“, was wunderbar ist, um in Schwung zu kommen. „Under Pressure“ und „The great pretander“ folgten. Diesen Song hatte Freddie 1987 unter seinem Namen und nicht mit Queen herausgebracht.
In dem Akustikteil waren sehr zu meiner Freude auch Titel dabei, die ich vorher noch nicht live gehört hatte. So spielten sie „Melancholy Blues“, „You take my breath away“, “Is this the world we created”, “Who needs you”.
Ganz toll finde ich auch “ `39“, was ich bei einem Akustikkonzert vor zwei Jahren im Zirkus Sarrasani schon hören konnte. Bei der Anmoderation von „`39“ meinte Norbert, der folgende Titel würde von Vielen sicher als ein anderer Song bekannt vorkommen. Und tatsächlich: als er auf die gespielten Takte „Alt wie ein Baum“ anstimmte, war das Gelächter im Saal groß.

Sehr gefühlvoll hat Jody gesungen; auch vor den hohen Tönen hat er sich nicht gescheut und konnte diese lange und sauber halten. Respekt!

Die Arbeit an Proben und Einstudieren dieser neuen Stücke hat sich wirklich gelohnt. Danke dafür!!
Gern können weitere Titel ins Repertoire aufgenommen werden. Sehr freuen würde ich mich da speziell über „Ride the wild wind“, „Don`t try so hard“, „Bijou“.
Fast genau so episch wie die unverzichtbare und fantastische „Bohemian Rhapsody“ finde ich ja auch „Innuendo“. Kann ich mir live auch sehr gut von MerQury vorstellen.

Nach einer Pause mit etwas Umbau auf der Bühne sollte es nun rockig werden.
Ein sitzendes Publikum so zu animieren, dass sie locker werden, ist sicher nicht so leicht.
Aufzustehen traut sich keiner, da dann die dahinter Sitzenden nichts mehr sehen.
Gut drauf war das Publikum, keine Frage. Aber das nicht so ausdrücken zu können, wäre für mich nix.
Von meinem Stehplatz aus erschien mir dies wie Spaß mit angezogener Handbremse.
Bei dem folgenden „We will rock you“, „Radio Gaga“ und „I want it all” konnten jedoch auch die eingefleischtesten Sitz-Genießer nicht wiederstehen und standen dann doch mal auf und wippten und klatschten mit.

Es fasziniert mich immer wieder, die Mischung der Typen Mensch innerhalb der Bands auf der Bühne zu beobachten.
Frontmann Johnny (oder heute Jody) übernehmen fast ausschließlich den Gesang, nur ab und zu eine kurze Ansage (meist auf Englisch).
Norbert, der als Moderator auch für Erklärungen zuständig ist, Martin an der Gitarre, der diesmal auch einige Gesangseinlagen hatte (zwar schüchtern und zurückhaltend, aber ganz und gar nicht schlecht). Er kann mit diesem Talent definitiv selbstbewusster auftreten. Bei solchen ruhigen Menschen kann ich immer nicht so recht einschätzen, ob sie gut drauf sind und sich nach innen freuen oder ob das Kühle und Abgeklärtheit ist. Er hat einen tollen Job gemacht, aber ob er sich auch wohlfühlt, kann ich Mimik und Gestik nicht ganz entnehmen.
Ganz anders Volker am Bass… er ist ein Strahlemann, der das Publikum mit Worten und Gesten gut zu animieren weiß. Kleine spitze Bemerkungen werden eingeworfen und er ist offensichtlich gut drauf, mit Falk am Schlagzeug seinen Spaß hat und ich automatisch Schmunzeln muss.

Viel zu schnell ging auch dieser Abend zu Ende.

Eine für mich nicht nachvollziehbare Sache konnte ich wieder beobachten.
Noch vor der Zugabe haben die ersten Leute ihre Plätze verlassen, um zu gehen …
Warum? Um an der Garderobe nicht Anstehen zu müssen??
Ist für mich unbegreiflich.
Ein Konzert muss ich bis zum letzten Ton hören und genießen.
Den Saal vorher zu verlassen, ist wie Aufhören, wenn man noch nicht fertig ist.
Wie Mittagessen ohne Nachtisch.
Naja.

Tina und mir hat der Abend wieder sehr gut gefallen.
Wie hat nun Jody anstelle von Johnny seinen Part übernommen?
Ich finde, jeder kann die Titel auf seine Weise gelungen interpretieren.
Jody hat eine tolle Stimme und kann die hohen Töne sehr gut halten. Johnny wirkt auf der Bühne aber entspannter, weil routinierter in der Rolle von Freddie.
Ein besser oder schlechter gibt es nicht.

Ich LIEBE Queen und Freddie Mercury sitzt sowieso ganz oben auf meinem persönlichen musikalischen Olymp und ist unerreichbar.

Ich freue mich schon, spätestens zur Queen Party im November, MerQury wiederzusehen.
Norbert hat auch schon einen kleinen Ausblick gegeben.
Sie soll eingebunden werden in die Dresdner Jazztage.

Wir sind gespannt. Bis dahin!!

Themenüberschrift am 08.03.2019 gegen 13:30 Uhr auf Wunsch von Moderatorin Tina durch Admin. Kundi um Ort und Datum ergänzt

zuletzt bearbeitet 08.03.2019 16:45 | nach oben springen

#2

RE: MerQury – mal wieder – und doch ganz anders (Dresden am 4. März 2019)

in Konzertberichte 2019 und älter 10.03.2019 20:42
von Tina mit Hut | 329 Beiträge | 742 Punkte

War ein klasse Konzert!! Danke Katje für deinen Bericht

von mir ein paar Fotos

Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 10.03.2019 20:45 | nach oben springen

#3

RE: MerQury – mal wieder – und doch ganz anders (Dresden am 4. März 2019)

in Konzertberichte 2019 und älter 10.03.2019 20:46
von Tina mit Hut | 329 Beiträge | 742 Punkte

noch ein paar BIlder

Angefügte Bilder:
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#4

RE: MerQury – mal wieder – und doch ganz anders (Dresden am 4. März 2019)

in Konzertberichte 2019 und älter 10.03.2019 21:46
von Kundi | 3.250 Beiträge | 7335 Punkte

Sogar wenn ihr beide am Montag zur Mugge geht, habt ihr uns viel zu erzählen und zu zeigen

Herzlichen Dank für eure großartige Berichterstattung.

Die schönen Fotos verraten mir auch, dass ihr den Abend mal an ganz ungewöhnlicher Stelle,
nämlich ziemlich weit weg vom Bühnenrand verbracht habt.

Gruß Kundi


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