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Ein PUHDY kommt nach Tangstedt

in Konzertberichte 2019 und älter 28.01.2018 17:07
von Günthi | 202 Beiträge | 450 Punkte

]Mit einem Original PUHDY erlebte ich am Sonntag ein besonderes Konzertereignis. Bereits am Freitag stand mit den ROCKLEGENDEN schon der
Frontman der ehemaligen PUHDYS MASCHINE auf der Bühne der BARCLAY-CARD ARENA.
Und nun kommt ein weiteres Mitglied der ehemaligen PUHDYS in das kleine und beschauliche Dörfchen Tangstedt in Schleswig Holstein.
Ich hätte das beinahe gar nicht mitbekommen, denn es wurde hier in Henstedt-Ulzburg keine Werbung dafür gemacht. Drei Wochen vor Weihnachten entdeckte ich rein zufällig einen kleinen Schnipsel in unserem kostenlosen Wochenblatt.

Ein PUHDY kommt nach Tangstedt

Das ist schon eine kleine Sensation, denn bisher war mit Quickborn der einzige Ort, wo noch die PUHDYS komplett aufgetreten sind. Das ist schon ein paar
Jährchen her. Und nun kommt der ehemalige Band-Pabst der PUHDYS hier in den Norden. Und dazu noch nach Tangstedt. Das ist ein Dorf mit 4600 Einwohner , und liegt im Kreis Stormarn. Umzingelt ist das Dörfchen vom Kreis Segeberg und Hamburg-Duvenstedt. Von Henstedt-Ulzburg sind es 15 km bis nach Tangstedt. Knapp 4 km hinter Henstedt-Ulzburg ( Kreis Segeberg ) fängt mit der Dorfgemeinde Wilstedt ( gehört zu Tangstedt ) der Kreis Stormarn an. Nach Norderstedt ( gehört auch zum Kreis Segeberg ) sind es auch nur 5 km, und nach Hamburg- Duvenstedt sind es auch nur wenige km.

Was zum Teufel treibt es nun mit PETER MEYER , einem ehemaligen PUHDY , ausgerechnet in so ein kleines Dörfchen. Aber er kam nicht alleine, denn im Gepäck hatte er seinen guten Freund Frank Proft und Sandra.
Frank Proft kannte ich auch schon, denn er wohnte viele Jahre hier oben in Kaltenkirchen. Natürlich hat er auch Musik hier in Henstedt-Ulzburg und Umgebung gemacht. Da er mit der Umgebung hier wohl vertraut war, nahm ich erst an, das er vielleicht was mit diesem besonderen Auftritt zu tun hatte.

Eigentlich war klar, das ich mir dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollte. Anfang Januar machte ich mich auf den Weg nach Tangstedt, da es dort die Tickets gab. Als ich bereits durch Wilstedt fuhr, entdeckte ich die ersten Poster, die auf dieses Konzertereignis hinwiesen. Auch in Tangstedt ( 2 km weiter ) war der Ort mit Poster gut versorgt. Im Blumenladen bekam ich dann mein Ticket, und da ich gerne das Poster haben wollte, sagte man mir, das ich mich an den Veranstalter wenden möchte. Der wohnte gleich um die Ecke, und nachdem ich ihn kurz anrief, konnte ich gleich bei ihm vorbeikommen, und mir das Poster abholen.

Dabei erzählter er mir, das er aus der ehemaligen DDR stammt, und auf Usedom gewohnt hatte. Daher kannte er auch viele Stars aus der damaligen DDR. Nun wusste ich also woher der Wind weht. Dann wollte er noch wissen, wo ich in der DDR gewohnt hatte, und war dann doch erstaunt, das ich dort noch nie gewohnt hatte. Ich war nur ein Fan der Musik aus dem Osten, und besonders natürlich von den PUHDYS. Da war es nahe liegend, das ich hier nach Tangstedt komme, und mir dieses besondere Ereignis nicht entgehen lassen wollte.

Und nun war es soweit. Sonntag, der 21.1.2018. Es sollte ein langer Tag werden. Ich war schon vom Veranstalter darüber aufgeklärt worden, wie der Tag aussehen wird.

Ab 14 Uhr sollte der Einlass sein. Somit machte mich schon um 13.15 Uhr auf nach Tangstedt. An einem Sonntag ist um diese Zeit auf den Straßen nicht viel los, und ich brauchte kaum 20 Min. bis ich vor der Turnhalle stand. Es standen schon wenige Besucher vor der Tür , und eben nach 14 Uhr ging es auch rein in die Turnhalle. Als erster lief mir Frank Proft über den Weg, und er begrüßte mich auch gleich. Auch Peter Meyer war auch kurz in der Turnhalle zu sehen.

Vor der Bühne befanden sich links und rechts getrennt durch einen Mittelgang
mehrere Stuhlreihen mit insgesamt 50 Sitzplätzen. Im Rest der Turnhalle gab es mehrere Biertischgarnituren. Ich hatte mir einen guten Platz an einem der Biertische gesucht, wo ich einen guten Blick zur Bühne hatte. Der Ablauf des langen Tages sollte so aussehen:
Von 14-15 Uhr gab es eine Kaffee und Kuchentafel. Das Konzert sollte dann um 15 Uhr beginnen, und sollte in drei Blöcken aufgeteilt werden. Dazwischen zwei halbstündige Pausen.

Endlich rückte der Zeiger der Uhr auf 15 Uhr. Ein Ansager , den ich leider nicht kannte, betrat die Bühne und begrüßte die etwa 100 Gäste. Er erklärte kurz den Ablauf des Tages, und dann übergab er das Mikro an Frank Proft, der mit Sandra bereits auf der Bühne stand. Frank begrüßte die anwesenden Gäste und begann gleich mit einigen Klassikern von CITY und KARAT und auch von anderen Bands.

Dann war es endlich soweit. Der Stargast des Abends betrat die Bühne, aber alleine. Erst einmal erklärte er allen Besuchern, das eigentlich Enkel Ludwig
Dabei sein sollte. Aber einen Abend zuvor waren sie in Dresden, und heute den
weiten Weg von Berlin nach Hamburg wollte und sollte er nicht mitmachen, da sie ja auch erst spät in der Nacht wieder zu Hause sein sollten. Dafür hatte er aber gute Gastmusiker mitgebracht. Eine davon hieß Melanie, und spielte den Bass. Nun stand Peter Meyer alleine an seinem Keyboard.

Die Songs, die nur von Frank und Sandra vorgetragen wurden, habe ich nicht extra aufgelistet, aber die Songs, die von den PUHDYS stammten, und zu denen Peter auch mitspielte, habe ich mitgeschrieben. Da gab es auch zwei Songs zu hören, die die PUHDYS lange nicht mehr gespielt hatten.

Gleich der erste Song war so einer. Mit KEIN PARADIES wurde das Konzert nun mit Peter Meyer eröffnet. Zu jedem der Songs übernahm ausschließlich Frank Proft den Lead-Vocal. Und das hat er auch sehr gut gemacht. Weiter ging es dann mit GEH ZU IHR . Zu jedem Song hat Peter Meyer immer etwas zu erzählen gehabt. Zwischendurch wurden Peter Meyer dann immer mal Fragen zu den PUHDYS gestellt, die er auch gut erklären konnte. Die Fragen kamen zum Teil von Frank Proft, oder auch von dem Ansager des Abends, der dann kurz auf die Bühne kam. Und so wechselte es immer hin und her. Eine kleine Talk-Runde, die immer zwischen einzelne Songs eingebettet war. Der dritte Song war dann die LEBENSZEIT . Jetzt sollte ein Song folgen , zu dem uns Peter Meyer die Entstehungsgeschichte erzählte. Sie befanden sich gerade mit der Band in England um Far From Home aufzunehmen, als die Meldung verbreitet wurde, das John Lennon in New York erschossen wurde. Die PUHDYS hatten ihn sehr verehrt, und somit war klar, das sie ihm einen Song widmen würden. So entstand der Song HE JOHN , der als 4. Song gespielt wurde.

Danach ging es über zur SEHNSUCHT , zu dem Frank das Publikum aufforderte kräftig mitzusingen. Es war aber nicht die SEHNSUCHT der PUHDYS , sondern sein eigener Song. Dieser Song gehört ja auch zu den bekannten Songs von ihm. Weiter ging es mit zwei Instrumental-Titeln, die ich nicht kannte. Das waren auch keine PUHDYS-Titel . Zu dem ersten Titel spielte Peter auf dem Akkordeon, und beim zweiten auf dem Saxophon.
Mit WENN EIN MENSCH LEBT ging es dann um 15.50 Uhr zur ersten Pause, die gegen 16.20 Uhr endete.

Nach der Pause ging es zügig weiter mit dem PUHDYS-Song WENN TRÄUME STERBEN Den anwesenden Gästen gefiel es sicher gut, denn vor allem die jüngeren haben ausgelassen getanzt zur Musik. Ob sie die alten PUHDYS-Songs alle kannten, weiß ich nicht, aber die Stimmung war sehr gut. Frank Proft forderte sie auch auf nach vorne zu kommen, denn Platz war ja genug. Das ließen sie sich auch nicht zweimal sagen, und da war für mich erst einmal Schluss mit Fotos vom Platz aus. Dafür musste ich mich nun mal links und mal nach rechts zur Bühne bewegen.

Mit AN DEN UFERN DER NACHT wurde es dann auch etwas ruhiger. Für diesen Song übernahm nun Sandra den hauptsächlichen Gesangspart. Mit MELANIE gab es erneut einen alten Klassiker aus dem Archiv der PUHDYS.
Irgendwo zwischen diesen Songs wurde nun der nächste Überraschungsgast
Angekündigt. Diese junge Sängerin heißt UNDINE LUX . Mir war sie bisher völlig unbekannt. Sie stellte sich natürlich auch selber vor, und erzählte allen anwesenden Gästen, das sie schon im ZDF Fernsehgarten ihre Single vorstellen durfte, und diesen präsentierte sie nun. Sie sang noch einige andere Songs aus ihrem neuen Album.
Danach betraten wieder Peter Meyer und Frank Proft samt Begleitung erneut die Bühne um wieder einen Song der PUHDYS zu präsentieren, der schon lange nicht mehr auf einer Set-List stand. Mit LECK MICH AM ARSCH konnten wieder gesangskräftige Fans kräftig mitgrölen. Es folgten dann noch die BOOTE DER JUGEND , mit denen es dann gegen17.15 in die zweite Pause ging. Die Gäste wurden aber aufgefordert noch nicht nach Hause zu gehen, denn es gibt noch einen dritten Teil und anschließend jede Menge Autogramme.

Leider war es aber so, das die meisten der jüngeren Gäste doch lieber nach Hause wollten. Nach der Pause waren noch kaum die Hälfte der Gäste anwesend.

Gegen 17.45 Uhr ging es dann zur Endrunde des frühen Abends.
Mit den EISBÄR`N wurde schon fast das Ende eingeläutet, denn das war ja auch der Song der PUHDYS , die mit diesem Song meist den Zugabenteil eröffnet haben. Auch hier in der norddeutschen Provinz sollte doch wenigstens doch noch die Nationalhymne der PUHDYS nicht fehlen. Mit ALT WIE EIN BAUM gab es erneut eine kräftige Mitgrölnummer.

Erneut kam nun überraschend noch einmal UNDINE LUX auf die Bühne. Fast entschuldgend sagte sie, das dieser Auftritt eigentlich nicht geplant war, aber sie fand es schön, das sie hier auftreten durfte, und da hatten die PUHDYS ja mal so einen Song geschrieben. Und den wollte sie nun für uns singen. Zur musikalischen Unterstützung von Frank Proft und der Band, aber ohne Peter Meyer, sang sie nun ES WAR SCHÖN . Das hat sie richtig gut gemacht, denn sie hat auch eine schöne Gesangsstimme.

Peter Meyer kam danach wieder auf die Bühne, und dann gab es noch die KÜHLE LADY zu hören. Warum danach noch einmal der OLLE BAUM gespielt wurde ist mir völlig schleierhaft, aber es sollte wohl so sein.
Nun war der offizielle Teil vorbei. Peter Meyer und Frank Proft und Band bedankten sich bei den anwesenden Gästen. Auch wenn nicht all zu viele Gäste mehr anwesend waren, wollten wohl doch alle noch was zu hören kriegen,
Erneut begaben sie sich auf ihre Plätze und mit der ROCKERRENTE gab es dann den letzten Song zu hören.
Damit endete dieser musikalische Nachmittag um 18.30 Uhr. Links neben der Bühne ging es nun an den Tisch, um sich noch Autogramme geben zu lassen.

Ein sehr schöner Nachmittag mit vielen alten Songs der PUHDYS , und dann noch mit der Performance von einem ehemaligen Mitglied dieser unvergessenen Band, ging nun zu Ende. Für mich war es schon eine kleine Sensation, das Peter Meyer und Frank Proft sich auf diesen weiten Weg machten, um einigen wenigen Fans einen unvergessenen aber doch sehr eindrucksvollen Nachmittag
bescherten. Dafür noch einmal herzlichen Dank an Peter Meyer und Frank Proft und seiner Band.

Ich hatte diesmal wieder meine kleine Digi-Cam mitgehabt, und konnte einige Aufnahmen machen. Sie sind nicht besonders gut geworden, aber man kann die Musiker auf der Bühne noch ganz gut erkennen.

Damit endet nun mein Bericht über diesen einmaligen Nachmittag in Tangstedt.































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#2

RE: Ein PUHDY kommt nach Tangstedt

in Konzertberichte 2019 und älter 28.01.2018 17:27
von Günthi | 202 Beiträge | 450 Punkte

Fotos 2. Teil


















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#3

RE: Ein PUHDY kommt nach Tangstedt

in Konzertberichte 2019 und älter 29.01.2018 07:03
von PMausM | 1.820 Beiträge | 3861 Punkte

Danke dir. Ist schon mal schön zu hören, dass die Puhdys sogar heute noch Menschen einander näher bringen. Kann mir vorstellen, bei dem Veranstalter bist du ein Exot, ein Wessi mit so viel Wissen über die Ostmusik.

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#4

RE: Ein PUHDY kommt nach Tangstedt

in Konzertberichte 2019 und älter 30.01.2018 05:22
von Kundi | 3.250 Beiträge | 7335 Punkte

Herzlichen Dank für diesen Bericht und die Fotos aus Tangstedt.
Du bist derzeit ja gut unterwegs, lieber Günther

Gruß Kundi


zuletzt bearbeitet 30.01.2018 05:23 | nach oben springen


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