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APFELTRAUM 23.02.18 Kleinkunstbühne Q24 Pirna

in Konzertberichte 2018 05.03.2018 14:18
von Kundi | 2.282 Beiträge | 5195 Punkte

Mein motorgetriebener Reisegefährte rollte sacht aus und kam an der Endstation Bordsteinkante auf dem Steinplatz in Pirna zum Stehen. Es fehlte nur noch eine Stimme. die verkündete „eingefahrener CEEDrik endet hier vorerst und fährt in ca. 3 - 4 Stunden wieder zurück“. Es war bitterkalt an diesem Abend und ich beeilte mich den ungefähr 2 Minuten dauernden Fußweg zur Kleinkunstbühne Q 24 hinter mich zu bringen.
Als ich den Laden betrat, war ich zunächst leicht erschrocken, denn prall sah das mit Besuchern zu diesem Zeitpunkt noch nicht aus. Das sollte sich aber in der nächsten halben Stunde ändern. Zu Konzertbeginn war das Q 24 zwar nicht komplett ausverkauft, aber immerhin doch ganz ansehnlich gefüllt.

Die Plakate an den Wänden und die mündlichen Ausführungen eines Vereinsmitgliedes im Vorfeld der Mugge vermittelten einen schönen Ausblick auf die Konzerte der nächsten Wochen und da sind jede Menge Highlights dabei. Ein paar musikalische Schmeckerchen der nächsten Zeit möchte ich jetzt hier nennen ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben:
108 Fahrenheit am 16.03.18,
Im Bett mit Udo am 24.03.18,
Rockhaus am 15.04.18 (mit Robert Gläser im Vorprogramm),
Karussell, 20.04.18,
Arno Zillmer und die Lütte (Angelika Mann) 21.04.18.

As die Uhr 20.00 Uhr schlug, wurde es langsam ernst mit dem Konzert von APFELTRAUM. Unter heftigen Beifall sowie unter Begeisterungsrufen und zustimmenden Pfiffen wurden die Männer der Kapelle auf der Bühne und an ihren Instrumenten vom Publikum begrüßt.

Die Band blies uns nun mit den beiden RENFT-Hits „Was mir fehlt“ und „Aber ich kann’s nicht verstehen“ gleich zum Anfang ordentlich die Ohren durch. Damit hatten die Herren den Kurs für die nächsten 2,5 Stunden auch gleich abgesteckt.

Natürlich ging es um Songs, die mit dem unvergessenen PETER „CÄSAR“ GLÄSER im Zusammenhang stehen. Dabei spielte es eigentlich keine Rolle, ob CÄSAR sie komponiert hatte oder nicht. Es reichte auch schon, dass er diese unvergessenen Lieder einst mit seiner Gitarre, seinem Gesang und seiner Flöte veredelte. Dabei wurde der Bogen von der KLAUS RENFT COMBO/RENFT, über KARUSSELL und die verschiedenen CÄSAR-Bands (CÄSARs ROCKBAND, CÄSAR Trio, CÄSAR & DIE SPIELER) gespannt. In dieser Konzentration bekommt man CÄSARs Werk nur bei APFELTRAUM geboten. Ich finde das super und ich pilgere seit der ersten öffentlichen Mugge der Jungs Im „Tonelli‘s“ zu Leipzig am 03. April 2015 immer wieder gerne zu APFELTRAUM-Gigs.

„Lieb ein Mädchen“ aus KARUSSELL-Zeiten war die nächste Station durchs CÄSARs Schaffen. Moritz Peter Gläser interpretierte die Nummer genau richtig. Er hat toll gesungen und auch die Akustikklampfe passte wie der Ar*** auf den Nachttopf.

Die gesamte Band strotzte wieder vor Spielfreude. Ich mag ja besonders das Bass-Tier Robert Gläser. Er ist ja noch eine Rampensau von echten Schrot und Korn. Immer wieder suchte er den Kontakt zum Publikum und feuerte es an mitzumachen. Freche Sprüche, kernige Bewegungen bis hin zu erhobenen Faust, zeigten deutlich, dass ordentliches Feuer in ihm loderte. So muss das sein.

Es folgte der „Mitternachtsblues“ von KUNERT und PANNACH. CÄSAR hatte die Nummer zusammen mit GERULF auch für sein Album „CÄSAR - die Zweite“ eingespielt. Dass ich auf CÄSARS Jubiläums-Tour in den 90er Jahren (war es 1996 oder 1997?) PANNACH noch mal mit CÄSAR und RENFT-Musikern erleben durfte, dafür bin ich dankbar. Mittlerweile gibt es nicht mal mehr die Festhalle in Neukirch, wo diese Mugge über die Bühne ging.

Der jüngere CÄSAR-Sohn Moritz kramte in der Kiste von CÄSARS ROCKBAND und holte mit „Im Bauch des Riesen“ eine sensationelle Nummer heraus. Es ist erschreckend, wie aktuell dieses Lied auch heute noch ist.

Unterm Hut schaute Big Joe Stolle hervor. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass Rock und Blues jung halten, denn Big Joe ist mittlerweile 68 Jahre alt. Mit „Mein Bruder Blues“ und dem alten Gauner „Whisky“ Brachte er gleich zwei seiner Parade-Lieder zum Klingen. Die Songs gefielen ihm ja so gut, dass er sie auch auf sein eigens Album nahm. Was der Mann an diesem Abend außerdem mit der Bluesharp anstellte, war auch wieder aller Ehren wert.

Mit „Mc Donald“ und der wunderbaren leisen Ballade „Wiegenlied für Susann“ forschte APFELTRAUM dann weiter in CÄSARs KARUSSELL-Vergangenheit.
Aber der Muggen-Daumen zeigte noch weiter nach oben. Die Klänge von „Ich und der Rock“, der „Rockballade vom kleinen Otto“ sowie dem „Baggerführer Willi“ fetzten durch den Veranstaltungsraum des Q 24 und brachten die Leute zum Mitschwingen auf den Tönen.

Die drei Nachtigallen Robert, Moritz und Big Joe haben sich die Gesangsparts gut aufgeteilt Aber auch der Wechselgesang zwischen dem „kleinen“ Gläser und Mr. Stolle bei „Zwischen Liebe und Zorn“ sowie der Satzgesang des Trios klappt ganz gut.

Schlagzeuger Christian Gerlach hat sich nun vollkommen in das Programm von APFELTRAUM eingefuchst. Der Mann schlägt flotte und rhythmische Knüppel. Da darf es während der Show auch mal laut werden. Er und Robert zimmerten wieder ein ganz solides Rhythmus-Fundament.

Mauro Pandolfino und Moritz teilten sich die Gitarrenarbeit und auch die diversen Solos. Das funktionierte wieder bestens und da passte kein Blatt Papier dazwischen. Die Fans von CÄSAR und seiner Gitarrenarbeit werden auch bei APFELTRAUM nicht enttäuscht.

Die Stimmung kletterte immer mehr nach oben. Das lag an der Leistung der Band und an den gespielten Songs. Die ganz großen Kracher wie „Wandersmann“, Liebeslied, „Zwischen Liebe und Zorn“ oder „Apfeltraum“ rundeten den offiziellen Konzertteil ab. So etwas nenne ich klug einen Spannungsbogen aufgebaut. Ich liebe diese Minuten, wenn das Publikum alleine den „Apfeltraum“ zelebriert und so die Band zum Zugaben-Teil herbeiruft.

Wie fast immer hörten wir in dieser Ehrenrunde „Als ich wie ein Vogel war“, „Wer die Rose ehrt“ und „Besinnung“. Diese grandiose „Nachspielzeit“ endet nach dem letzten Ton ja immer mit einer Minute des Schweigens.

So schnell wie dieser Abend mit APFELTRAUM verging, so schnell kann man gar nicht gucken. Die Band hat jedenfalls astrein gerockt und ihr Publikum gefesselt.
Ich mache mich nach dem Gig ziemlich schnell auf die Spur Richtung Heimat. Am Steinplatz wartete ja bereits mein treuer CEEDrik auf mich, der brachte mich sicher nach Haus.

Gruß Kundi

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#2

RE: APFELTRAUM 23.02.18 Kleinkunstbühne Q24 Pirna

in Konzertberichte 2018 05.03.2018 14:25
von Kundi | 2.282 Beiträge | 5195 Punkte

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Gruß Kundi

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#3

RE: APFELTRAUM 23.02.18 Kleinkunstbühne Q24 Pirna

in Konzertberichte 2018 05.03.2018 14:32
von Kundi | 2.282 Beiträge | 5195 Punkte

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#4

RE: APFELTRAUM 23.02.18 Kleinkunstbühne Q24 Pirna

in Konzertberichte 2018 05.03.2018 14:38
von Kundi | 2.282 Beiträge | 5195 Punkte

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#5

RE: APFELTRAUM 23.02.18 Kleinkunstbühne Q24 Pirna

in Konzertberichte 2018 05.03.2018 14:45
von Kundi | 2.282 Beiträge | 5195 Punkte

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#6

RE: APFELTRAUM 23.02.18 Kleinkunstbühne Q24 Pirna

in Konzertberichte 2018 05.03.2018 14:58
von Kundi | 2.282 Beiträge | 5195 Punkte

Hier ist noch der Rest meiner Fotos vom Abend im Q24.

Gruß Kundi

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#7

RE: APFELTRAUM 23.02.18 Kleinkunstbühne Q24 Pirna

in Konzertberichte 2018 06.03.2018 19:11
von Kilmister | 4 Beiträge | 9 Punkte

Wie Du schreibst, so war es...einfach cool und geil...vor allem muss ich hinzufügen, als alter Weggefährte (und Fan) von Renft und hauptsächlich von CÄSAR (und Spieler) !!! , dass Moritz immer mehr seinem Vater ähnelt, im Gitarrrenspiel, gut er hat seinen rechten Arm durch den Gitarrengurt gesteckt, wie man das so macht, während CÄSAR ja (nur einfach) seine Gibson Solidbody um den Hals hängen hatte. Wenn Moritz singt und man macht die Augen zu hört man CÄSAR...Herrlich, von den Bewegungen beim Spielen ganz zu schweigen ! Let's Rock'n-Blues...LG Kilmister (Lutz)

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#8

RE: APFELTRAUM 23.02.18 Kleinkunstbühne Q24 Pirna

in Konzertberichte 2018 07.03.2018 17:18
von Kundi | 2.282 Beiträge | 5195 Punkte

Herzlich Willkommen bei uns, lieber Lutz.
Ich freue mich sehr, dass Du hier jetzt offiziell aufgetaucht bist.

Dass Moritz viel von einem Vater hat, kann man nicht verleugnen. Da bin ich ganz bei Dir.
Das fängt bei Gesichtszügen und Stimme an. Beide hielten bzw. halten ihre Gitarre beim Spielen ziemlich hoch in Richtung Brust.
Auch Moritz seine Bewegungen bei den Gitarrensolos erinnern an CÄSAR. Ich habe Moritz erstmals im Januar 2009 im Brauhaus Finsterwalde beim "Abend für CÄSAR" gesehen.
Der junge Mann hat sich toll entwickelt.

Gruß Kundi


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