#1

Engerling und Monokel-Kraftblues am 20.01.2018 im "Goldenen Löwen" in Landsberg

in Konzertberichte 2018 21.01.2018 21:20
von genitiv64 | 15 Beiträge | 35 Punkte

Ursprünglich bat mich pmausp mal vertretungsweise am 20.01.2018 ins Tonellis zu gehen. Es hätte mich schon gereizt, da ich noch nie dort war. Es kam anders. Ein Freund aus Studienzeiten rief mich Anfang Dezember an, ob ich nicht Lust hätte, mit zu „Engerling“ und zu „Monokel“ nach Landsberg in den „Goldenen Löwen“ zu kommen. Da er aus Landsberg stammte, war die Entscheidung klar.
In Landsberg habe ich schon manche Events erlebt. 1000 Jahre Landsberg, auf der Felsbühne „Mona Lise“, unmittelbar nach der Wende“Renft“, die AC/DC Coverband „Jailbreakers“, auf dem Saal vom Löwen „City“, „Freygang“ noch mit André Greiner-Pol, 2015 schon einmal in dieser Konstellation „Engerling“ und „Monokel“. Das absolute Highlight in Landsberg bisher war jedoch vor ein paar Jahren „Omega“, jedenfalls für mich.

Am 20. war es so weit. Wir setzten uns ins Auto und fuhren los. Zuerst trafen wir uns bei Ihm zu Hause, und kochten erst mal Karpfen blau. Das gab es seit ca. 10 Jahren nicht mehr für mich. Gegen 19 Uhr setzten wir uns in Bewegung, die Frauen ins Kino, wir nach Landsberg. Zuerst ging es in die Gaststube, gerade mal an der Bar gab es ein paar Plätze, es schien voll zu werden. Die KellnerInnen hatten voll zu tun. 20.30 ging es dann auf den Saal, Bekannte hatten einen Tisch in Beschlag genommen. Pünktlich 21.00 war es soweit, die Engerlinge kamen auf die Bühne.

Mich hielt es nicht mehr auf den Plätzen, ich sicherte mir einen Platz ziemlich weit vorn. Los ging es mit „Little red Rooster“, nahtlos gefolgt von „Albatros“ von Fleetwood Mac respektive Peter Green.
Manne Pokrandt und Hannes Schulze lieferten die rhythmische Basis, Heiner Witte souverän an der Gitarre und Wolfram Bodag als der Mastermind an den Tasten, der auch den Sound prägt. Manne Pokrandt steht wie ein Fels in der Brandung, Heiner Witte streichelt fast seine Gitarre und es scheint, er leidet physisch wenn er spielt, Hannes Schulze, immer mit Kopfhörern als Monitor. Und Wolfram Bodag, was gespielt wurde passierte per Zuruf.

Weiter ging es mit „Engerling Blues“, gefolgt von „ Raumer 39 Beat“, mit ein paar Bemerkungen zu Speiche, „Da hilft kein Jammern“, „Andere Zeiten“ vom Nobelpreisträger, „Legoland“ und „Riders on the Storm“. Bei diesem Song wird aus einer Doors Nummer eine Engerling Nummer. Weiter ging es mit „Der Wind schreit Mary“, da gilt das gleiche wie bei „Riders on the Storm“, „Muschellied“, „So oder so“. Dann folgte etwas, eine Mischung aus „Apfeltraum, Free falling und Ring of Fire“., einfach großartig.

Ich hoffe, ich habe alles richtig behalten. Nach fast 2 Stunden, ohne auf die Uhr zu schauen, war Schluß, natürlich nicht ohne Zugabe. Was sollte es sein? Natürlich „Mama Wilson“ und „Catch the wind“. Dann war endgültig Schluß. Das, was Wolfram Bodag auf seinem Keyboard stehen hat, das kam deutlich rüber „Freude am Beruf“ .

Nach einer kurzen Umbaupause ging es weiter. Es kam die Frage auf, welche Monokels sind denn das. Zuletzt hatte ich Monokel-Kraftblues noch mit Bernd „Kuhle“ Kühnert erlebt, entweder an gleicher Stelle, oder im Striegistal, in den Kalkbrüchen. Mit Michael Niedzwetzki, für mich das erste Mal. Michael „Lefty“ Linke fehlte, wenn ich richtig verstanden hatte ist er zur OP im Krankenhaus, alles Gute für Ihn. Als Ersatz Frank Diez. Ich musste zweimal hinhören, der Frank Diez, der kurz bei Frumpy war, bei Atlantis, und auch als Produzent bei Peter Maffay. Da muss Monokel alles richtig gemacht haben, wenn ein Musiker, der schon mit Jimi Hendrix gejamt hat, bei denen als Vertretung die Gitarre spielt.

Es hat nichts fehlt, vom „Kindertraum“, „Schwarze Marie“, „Berlin“, „Boogie Mobil“, „Das Ungeheuer vom Schilkinsee“ …, aber auch Blues und Rock Standards. Für mich war es anders, gewöhnungsbedürftig, ein anderer Sänger, die Gitarrenlinien anders. Aber Bob Dylan hat 1964 schon festgestellt "The times they are a changin (oder mit Engerling zu sage: Andere Zeiten).

Der Druck, der Rhythmus der von der Bühne kommt, das muss man erleben, da hat sich nichts geändert. Die Mitgereisten fingen sofort an zu tanzen, und sangen textsicher mit. Gegen 1 Uhr machten wir uns nach Hause, meine Erkältung machte sich immer stärker bemerkbar.

Für mich war es ein Frank Diez Konzert mit Monokel Titeln, da ich nicht weiß, ob ich Ihn noch einmal erleben werde. Es ist schön, dass es noch Gastronomen gibt, die so etwas veranstalten. Dieses Jahr spielen in Landsberg noch „Kirsche & Co.“ , Matze Reim kommt, Toni Krahl kommt mit seiner Lesetour vorbei, ein Besuch im „Goldenen Löwen“ in Landsberg lohnt sich auf alle Fälle.

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zuletzt bearbeitet 21.01.2018 21:58 | nach oben springen

#2

RE: Engerling und Monokel-Kraftblues am 20.01.2018 im "Goldenen Löwen" in Landsberg

in Konzertberichte 2018 22.01.2018 20:30
von PMausM | 1.545 Beiträge | 3258 Punkte

Da habt ihr ja eine tolle Kombi erlebt. Freue mich über deine Zeilen.


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#3

RE: Engerling und Monokel-Kraftblues am 20.01.2018 im "Goldenen Löwen" in Landsberg

in Konzertberichte 2018 22.01.2018 21:24
von genitiv64 | 15 Beiträge | 35 Punkte

Ein paar Filmchen werden noch nachgereicht.

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#4

RE: Engerling und Monokel-Kraftblues am 20.01.2018 im "Goldenen Löwen" in Landsberg

in Konzertberichte 2018 23.01.2018 05:20
von Kundi | 2.103 Beiträge | 4804 Punkte

Herzlichen Dank für deine Zeilen.
"Die Mischung aus „Apfeltraum, Free falling und Ring of Fire“" ist übrigens der Mittelteil vom "Narkoseblues".

Gruß Kundi


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#5

RE: Engerling und Monokel-Kraftblues am 20.01.2018 im "Goldenen Löwen" in Landsberg

in Konzertberichte 2018 26.01.2018 20:17
von genitiv64 | 15 Beiträge | 35 Punkte

Wie angekündigt, habe da mal etwas hochgeladen. Leider hatte ich das falsche Objektiv gewählt und stand etwas zu nah an den Boxen, deshalb ist der Ton etwas übersteuert. Das kommt beim nächsten Mal nicht wieder vor.

Die Engerlinge mit "Engerling´s Blues"



und Monokel mit Frank Diez mit "Junior´s wailing"



Allen ein schönes Wochenende!

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