#1

STERNENZEITEN mit FRANK SCHÖBEL, 04.04.14

in Konzertberichte 2015 und älter 05.04.2014 10:01
von Ingo | 448 Beiträge | 963 Punkte

Da die Puhdys vor kurzem ihren Abschied von der Bühne angekündigt haben, bin ich jetzt auf der Suche nach einer Band, die ich in den nächsten Jahrzehnten als Fan begleiten kann. Dabei ist mir gestern Abend ein junger Künstler aufgefallen, der richtig was drauf hat. Viele seiner Titel kamen mir sogar bekannt vor. Und auch den Namen hatte ich schon mal gehört: FRANK SCHÖBEL.

Der junge Mann stellte im „Freizeitforum Marzahn“ seine neue CD „Sternenzeiten“ vor. Natürlich waren in den 3 ! Stunden auch viele seiner bisherigen Hits aus 5 Jahrzehnten zu hören.
Beeindruckend: Gleich zu Beginn kam aus den Lautsprechern eine sympathische Frauenstimme die darauf hinwies, dass Videoaufnahmen aus rechtlichen Gründen nicht gestattet sind, „Fotografieren können sie aber so viel sie möchten und können“. Das war doch endlich mal ´ne Ansage und ich brauchte meinen Fotoapparat nicht mehr zu verstecken.

Der erste Teil bis zur Pause versprach eigentlich langweilig zu werden, denn kaum jemand kannte die Songs seines gerade erst neu erschienenen Albums. Aber zum Glück war genau das Gegenteil der Fall. Es war absolut abwechslungsreich, so wie man es vom Fränkieboy schon immer kennt. Seine neuen Titel haben alles, was man bisher schon von ihm kannte. Geschichten aus dem Leben gegriffen, mal lustig, mal traurig, mal nachdenkenswert, mal rockig, mal balladig, aber eigentlich nie so richtig schlagerhaft, eher modern poppig und immer so einprägsam, dass man bei der 2.Strophe schon den Refrain mitsingen konnte.
Ich wußte auch nicht, dass Frank so redselig ist. Fast zu jedem seiner Titel erzählte er vorher eine kleine Anekdote und das ganze so unterhaltsam, dass das Publikum immer wieder vor Vergnügen Beifall klatschte.
Als ersten spielte er den Titelsong seines neuen Albums „Sternenzeiten“, bevor er zum nächsten Song passend eine lustige Entstehungsgeschichte auf Lager hatte: „Da muss ich erst meinen Mann fragen“. „Deine Augen“ und „Du bist vom anderen Stern“ waren die nächsten auf der Setliste, bevor ein Titel kam, den ich schon aus dem Radio kannte. Seine deutsche Version des Hits „Right Here Waiting“ von Richard Marx. Bei ihm hieß es „Ich warte auf dich“. Dann ein Song der mich stark an einen Blödelsong aus früheren Jahren erinnerte, der dann im zweiten Block zu hören war. „Alles ist Bio“. Anschließend ein etwas trauriger Song „Dein Tag war nicht gut“, der für den heutigen Tag allerdings nicht zutraf. Zum nächsten Titel erzählte Frank etwas über seinen guten Freund, den anderen Frank, den Zander, Frank. Dieser hatte mal den Dire Straits-Titel „Sultans Of Swing“ mit „Ku´damm“ übersetzt. Da aber alle Musiker aus Frank´s Band aus dem Ostteil der Stadt stammen, machte er daraus „Im Friedrichshain“. Nach „Schein“ ein weiterer Cover-Song. Diesmal von den Travelling Wilbury´s „Rock It“. Und jetzt der Höhepunkt. Einer der frühen Erfolge von Frank Schöbel hieß „Die Sprache der Liebe ist leis´“. In der heute zu hörenden Version klang er allerdings alles andere als „leis´“. Fränkie kam als ein „Rammsteiner“ auf die Bühne und sang den Song auch so, unter Zuhilfenahme von Pyrotechnik, die dann auch etwas mehr abbrannte, als sie sollte. Als ein herbeigeeilter Helfer das kleine Feuerchen unter Kontrolle hatte, fragte Frank ihn ganz schelmisch: „Wann hat´s denn hier zum letzten Mal gebrannt?, nicht dass morgen in der BILD-Zeitung steht „Arndt-Bause-Saal mit Frank Schöbel abgebrannt“. Nach zwei ruhigeren Songs „Mitten ins Herz“ und „Mut zum Mut“ als Abschluß des ersten Teils wieder ein etwas belustigender Titel: „Hast du deine Tabletten genommen?“.
Es folgte eine fast halbstündige Pause und bevor ich´s vergesse, Fränkie hat natürlich zwischen den Titeln immer mal wieder einen seiner hervorragenden Musiker vorgestellt. Da wären: Frank Schirrmacher an der Gitarre und Ali Kirfe an den Keyboards. Beide wurden ja in letzter Zeit schon als Arzthelfer in einer berühmten Praxis, bei „Dr.Kinski“ gesehen. Weiterhin ein Gitarrist mit Namen Till, den Nachnahmen weiß ich leider nicht mehr und den vom Schlagzeuger, sorry, hab ich leider ganz vergessen.
Gleich nach der Pause wand sich Frank an sein treues Publikum mit der treffenden Feststellung „Die Fans sind eine Macht“. Von da an versuchte er chronologisch ein paar seiner Hits abzuarbeiten. Bei so vielen Titeln in seiner Karriere konnte natürlich nur ein kleines Teilchen vorgetragen werden. Dazu gehörten: „Party Twist“, „Wie ein Stern“, Sieh mal einer an…“, „Mädchen, du bist schön“, „Schreib es mir in den Sand“ und „Ich geh vom Nordpol zum Südpol“. Dazu erzählte er, dass der ursprüngliche Text hieß „Ich geh von Dresden nach Frankfurt…“. Ging natürlich nicht durch die Zensur, weil man sich fragte in welches Frankfurt da gegangen wird“. Vom Nordpol zum Südpol ging eigentlich auch nicht, höchstens von Nord-Polen nach Süd-Polen“. Und wieder riesiges Gelächter im Publikum. Zum nächsten Song passend erzählte er eine schöne Geschichte um das Runde, dass ins Eckige muss: „Der Fußball ist rund wie die Welt“. Dann forderte er seine Zuschauer auf: „Komm wir malen eine Sonne“. Weiter ging´s mit „Stoney“, „Ich liebe dich“ und „Mit mir könnse´s ja machen“, bevor dann Songs aus der Neuzeit, von den 90ern bis jetzt an die Reihe kamen: „Jetzt oder nie“, Steh auf und leb dein Leben“, „Einer von uns“, „Danke für jede Stunde“ und „Schrei mich nicht so an“. Die letzten beiden waren schon die Zugaben und so war ein sehr kurzweiliger, unterhaltsamer Abend leider viel zu schnell vorbei. Nach dem Konzert nahm sich Fränkieboy noch Zeit für seine Fans und signierte alles, was seine Fans mitgebracht oder vor Ort erworben hatten.

Vielen Dank Frank und noch viel Erfolg in den nächsten musikalischen Jahrzehnten.

Angefügte Bilder:
Alles was zu Ende ist, kann auch Anfang sein.
www.pfc-dasbuch.de
nach oben springen

#2

RE: STERNENZEITEN mit FRANK SCHÖBEL, 04.04.14

in Konzertberichte 2015 und älter 05.04.2014 11:45
von Ingo | 448 Beiträge | 963 Punkte

Fotos Teil 2:

Angefügte Bilder:
Alles was zu Ende ist, kann auch Anfang sein.
www.pfc-dasbuch.de
nach oben springen

#3

RE: STERNENZEITEN mit FRANK SCHÖBEL, 04.04.14

in Konzertberichte 2015 und älter 05.04.2014 19:59
von Ingo | 448 Beiträge | 963 Punkte

3. und letzter Teil der Fotos:

Angefügte Bilder:
Alles was zu Ende ist, kann auch Anfang sein.
www.pfc-dasbuch.de
nach oben springen

#4

RE: STERNENZEITEN mit FRANK SCHÖBEL, 04.04.14

in Konzertberichte 2015 und älter 05.04.2014 20:03
von Frank | 364 Beiträge | 761 Punkte

Oh mein Ingo, da haste Dir aber ein " jungen " Musiker rausgesucht. Dachte erst Du meinst den anderen Frank, nicht Zander
Proft heißt er und spielt ja auch PUHDYS - Titel und ich dachte Du bleibst auf der PUHDYS - Schiene nach ihren Good Bye.

nach oben springen

#5

RE: STERNENZEITEN mit FRANK SCHÖBEL, 04.04.14

in Konzertberichte 2015 und älter 05.04.2014 20:10
von Ingo | 448 Beiträge | 963 Punkte

Original bleibt Original. Nach dem Ende der Puhdys werd ich wohl auch in (musikalische) Rente gehen. Nochmal für so lange Zeit kann ich keinem treu bleiben. Außer meiner Frau. Für Sie ist dann auch endlich mehr Zeit.


Alles was zu Ende ist, kann auch Anfang sein.
www.pfc-dasbuch.de
nach oben springen

#6

RE: STERNENZEITEN mit FRANK SCHÖBEL, 04.04.14

in Konzertberichte 2015 und älter 05.04.2014 21:32
von PMausM | 1.534 Beiträge | 3234 Punkte

Auf MDR läuft gerade ein toller Beitrag über Chris und Frank. Traumhafte alte Aufnahmen. Danke Ingo, für deinen anschaulichen Bericht. Ich bin auch Schöbel Fan und dazu stehe ich. Seine neuen Titel hat er auch voriges Jahr auf dem Hutberg vorgestellt und damit viel Beifall erhalten.


nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 13 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Niclastonianders
Besucherzähler
Heute waren 248 Gäste online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 2538 Themen und 10908 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 128 Benutzer (14.08.2016 15:50).

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen