#1

Torpedo Laubegast am 29.06.2013 in Dresden

in Konzertberichte 2013 und älter 30.06.2013 14:23
von Lissi | 61 Beiträge | 141 Punkte

Gestern Nachmittag war ich mal wieder unterwegs mit Kundi,es ging zu einem Straßenfest nach Dresden aber fragt mich bitte nicht in welchem Stadtteil das verpeil ich eh immer.Wichtig ist ja eigentlich auch nur das ich noch weiß wer gespielt hat und das war Torpedo Laubegast.Ich kannte die Truppe nur aus Erzählungen von Kundi und war mal gespannt was da auf mich wohl zukommen würde.Naja um es kurz zu machen,mir hat es richtig gut gefallen!Die Band spielte Songs und Hits aus den ehemaligen Bruderländern(wie sie selbst ankündigten), aber auch Balladen aus dem deutschen Ostens.Die Freude und der Spaß an dem was sie da dabieten kam richtig gut rüber.
Im übrigen war ich auch über mich erstaunt wie textsicher ich noch war obwohl ich die meisten Lieder gefühlte hundert Jahre nicht mehr gehört habe.
Unter anderem waren Hits von Maryla Rodowicz,Gjon Delhusa,Zsuzsa Koncz um mal einige aufzuzählen dabei.Aber auch von Reinhardt Lakomy Autofahren, Und ich geh in den Tag waren dabei und ich dachte so schön das sie das auch singen und meine Gedanken schweiften dann so ein bissel in Erinnerungen an Lakomy ab.Am besten fand ich den Song von Omega- Das Mädchen mit Perlen im Haar.
Es war ein netter Nachmittag und das Wetter hat auch durchgehalten,da wo wir waren gab es keinen Regen...

LG Lissi

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zuletzt bearbeitet 30.06.2013 14:36 | nach oben springen

#2

RE: Torpedo Laubegast am 29.06.2013 in Dresden

in Konzertberichte 2013 und älter 30.06.2013 14:36
von PMausM | 1.526 Beiträge | 3216 Punkte

Schön Lissi, Torpedo muss ich auch mal sehen. Denke das wird irgendwann mal passen. Das Liedgut ist schon mal nach meinem Geschmack.


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#3

RE: Torpedo Laubegast am 29.06.2013 in Dresden

in Konzertberichte 2013 und älter 30.06.2013 15:07
von Kundi | 2.015 Beiträge | 4611 Punkte

Da Lissi so schön angefangen hat, mache ich doch gleich mal mit. Ich freue mich sehr, dass meine Missionierungsversuche in Sachen Torpedo Laubegast endlich erste Früchte getragen haben

Das ganz kleine Straßenfest nannte sich Koitschgrabenfest und fand auf einem kleinen Platz zwischen Otto-Dix-Ring und Walter-Arnold-Straße in Dresden-Reick statt.
Man kann auch sagen, dass die Veranstaltung gegenüber vom Otto-Dix-Center (ODC) durchgeführt wurde. Torpedo Laubegast spielte von kurz nach 15. 00 Uhr bis ca. 17.45 Uhr in 2 Blöcken.
Die Band trat in verkleinerter Besetzung auf. Cellist Rüdiger Weisheit hat die Band verlassen, Sängerin Kerstin Riehle ist zur Zeit leider erkrankt und Schlagzeuger Michael “Spitz” Frömmel, fehlte wegen anderer Verpflichtungen. Die Band hatte ihr Programm wieder ein wenig umgestellt und mit "Ich wünsch Dir Glück" , "Alles war mal da"( beide von Maryla Rodowicz) und "Nein, Doktor, nein" (Veronika Fischer) auch ein paar Titel gespielt, die ich noch nicht von Torpedo gehört hatte.

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 30.06.2013 15:17 | nach oben springen

#4

RE: Torpedo Laubegast am 29.06.2013 in Dresden

in Konzertberichte 2013 und älter 30.06.2013 15:14
von Kundi | 2.015 Beiträge | 4611 Punkte

Ein paar Fotos gibt es noch als Zugabe.

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 30.06.2013 15:16 | nach oben springen

#5

RE: Torpedo Laubegast am 29.06.2013 in Dresden

in Konzertberichte 2013 und älter 30.06.2013 19:14
von Frank | 359 Beiträge | 750 Punkte

Danke für Euren Beitrag Lissi und Kundi und was für schöne Fotos Ihr uns zeigt das heißt nur
das es ein schönes Konzert war und man sollte sich den Gruppennamen merken.

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#6

RE: Torpedo Laubegast am 29.06.2013 in Dresden

in Konzertberichte 2013 und älter 03.07.2013 12:54
von Kundi | 2.015 Beiträge | 4611 Punkte

Am vergangenen Sonnabend spielte Torpedo Laubegast auf dem Koitschgrabenfest in Dresden-Reick. Für mich stand schon Wochen vorher fest, dass ich diese Mugge besuchen werde, denn ich hatte schon TORPEDO LAUBEGAST-Entzugserscheinungen. Weil das geplante Konzert am 30.04.13 wegen Krankheitsfall in der Familie des Veranstalters ausfiel und ich an einem anderen Termin verhindert war, sollte das nun mein erstes TORPEDO-Konzert 2013 werden. Ganz besonders erfreut war ich darüber, dass Lissi mich begleiten wollte. 4 Mal hatte ich ja schon über die Laubegaster berichtet und endlich wollte sich eine „Verrückte“ mal selbst von den Qualitäten der Band überzeugen.
Ich selbst bin ja seit einem Jahr Feuer und Flamme für TORPEDO LAUBEGAST.

Vor die Mugge haben die Götter (oder wer auch immer) erstmal die Anfahrt und die Freuden über die seltsame Logik eines Navigationsgerätes gesetzt. Wir folgten auch mal brav der entsprechenden Wegbeschreibung. So eine kleine Stadtrundfahrt inklusive hat ja auch seinen Reiz, wenn man nicht unter Zeitdruck steht.

Über den sozialen Brennpunkt Dresden-Prohlis habe ich ja schon mal ausführlich geschrieben. Auch das Gebiet am Koitschgraben zählt dazu. Die unzureichenden Kultur-, Sport- und Freizeitangebote sind ein Problem in diesem Stadtteil, sicherlich nicht das Hauptproblem, aber ein funktionierendes Umfeld mit Treffpunkten, Sport- und Spielplätzen usw. kann eine wertvolle Hilfe sein, um die Menschen aus ihrer Isolation zu lösen. Auch dieses kleine Straßenfest für jung und alt am Sonnabend war so ein Angebot. Übrigens wurde auf dieser Veranstaltung auch kein Alkohol ausgeschenkt. Das ist sicherlich eine ungewöhnliche Maßnahme, aber die Menschen kamen trotzdem und das war das Wichtigste. Dass sie sich ihre Getränke mitbrachten und sich niemand deswegen aufregte, war ein tragfähiger Kompromiss. Unterstützt haben die Veranstalter den Alkoholkonsum jedenfalls nicht.

Doch kommen wir mal zu TORPEDO LAUBEGAST:
Die Band widmet sich ja vornehmlich den deutschsprachigen Hits von Bands und Interpreten aus den ehemaligen Bruderländern der DDR. Es gibt leider nicht allzu oft die Möglichkeit Torpedo live zu erleben. Es sind in einem Kalenderjahr eigentlich kaum mehr als 10 Muggen, die die Musiker spielen. Dabei sind die Auftritte in Polen und Privatmuggen eingerechnet. Übrigens gastierte die Band unlängst wieder in Polen. Techniker Hannes war von den Auftritten im Nachbarland sehr begeistert und er legte mir nahe, dass in nächsten Jahr mal selbst zu verfolgen. Ich gebe zu, dass ich nach der Gegend schon mal gegoogelt habe. So weit ist das gar nicht weg und bekanntlich ist bei Muggenpilgern auch in der Zukunft nichts unmöglich.

Kurz nach 15.00 Uhr nahm Torpedo Laubegast auf der Bühne Fahrt auf und ich konnte mich mit meinen Ohren wieder 2 Stunden von der Schönheit, vom Variantenreichtum und Wohlklang eines Teils der Musik aus den Bruderländern überzeugen. Der im Chor gesungene Schlachtruf „Torpedo, Torpedo – Laubegast, Laubegast, Laubegast“ brachte mich sofort wieder in Feststimmung und ich ließ mich gerne sofort wieder von den Tönen „torpedieren“. Die Band strahlte auch in der verkleinerten Besetzung(siehe mein erster Beitrag in diesem Thema) von der ersten Sekunde an Lebens- und Spielfreude sowie musikalischen Ideenreichtum und Geschlossenheit aus. Ich möchte aber auch nicht verschweigen, dass ich die fehlenden Musiker auch etwas vermisst habe. Mit dem Schlagzeug von Spitz und der Stimme von Kerstin ist TORPEDO im Klang einfach noch etwas fülliger. Wenn man die Band mehrmals in voller Besetzung erlebt hat, kann man schon einige Unterschiede feststellen. Trotzdem war auch dieser Auftritt für mich persönlich ein Fest.

Die beiden links und rechts sitzenden Gitarristen Mattias „Mattl“ Wetzel und Eino Haase holten auch ihren Akustikgitarren wieder ein Meer von perlenden Tönen und Melodien.
Eino und Mattl stellten durch ihr Spiel den melodiebetonten Charakter der Lieder deutlich heraus. Auch durch Annett Ottos Piano- und Akkordeonspiel wurde deutlich, dass die (Rock- und Pop-)Musik aus den Bruderländern sich durch sehr eingängige, einschmeichelnde Tonfolgen auszeichnet. Mir ist scheißegal (Verzeihung für das böse Wort *g*), dass einige Songs von Romantik, Sehnsucht und Verträumtheit geprägt sind und manche davon eigentlich im Schlagerbereich angesiedelt sind. Aber auch Lieder voller Lebensfreude, die beim Hören gute Laune auslösen und/oder tanzbar sind, verbinde ich mit Musik aus den Bruderländern. Dass die Komponisten gar nicht mal so selten Folklore-Elemente in die Lieder einknüpften, brachte auch sehr interessante und neue Klangtupfer an meine ungeübten Ohren. Es ist einfach ein Genuss diese Lieder wieder zu hören. Seit meinen 4 Konzertbesuchen von Torpedo Laubegast im letzten Jahr hat sich meine Betrachtungsweise zu einigen Ost-Stars aus dem Pop- und Schlagerbereich und ihrem Liedgut doch deutlich mehr zum Positiven verschoben. Es war doch nicht alles schlecht, was damals musikalisch aus dem Äther kam *g*.

Heute erlebe ich diese alten Titel aus Polen und Ungarn auch anders als vor 3 Jahrzehnten. Ich schließe nicht aus, dass das was mit der Erinnerung an die unbeschwerteste Zeit in meinem Leben, der Kinder- und Jugendzeit, zu tun hat. Aber da ist noch viel mehr: Ich behaupte nämlich, dass die Künstler aus Polen, Ungarn, der CSSR oder der Sowjetunion einen wesentlichen Anteil daran hatten, dass die deutsche Sprache speziell in der Rockmusik salonfähig wurde. Auch der Schlager- und Popszene gaben Musiker aus den Bruderländern wichtige Impulse. Seit Anfang der 70er Jahre hatten Namen wie Omega, Karthago, Illes, Lokomotiv GT, Fonograf aus Ungarn oder Die Roten Gitarren, Die Skalden, SBB, 2+1, Niemen, Budka Suflera aus dem Nachbarland Polen einen guten Klang unter den Musikfans. Gute Platzierungen in Radio-Wertungssendungen wie der Beatkiste, die zahlreichen Auftritte in TV-Unterhaltungssendungen und auch die Schallplattenverkäufe belegen das auch. Generell war und ist es jedoch so, dass auch viel musikalischer Müll aus den Freundesländern in unser Land geschwemmt wurde. Ich denke da beispielsweise an einige Interpreten aus Jugoslawien wie Ivica Serfezi oder Ljupka Dimitrovska. Das ist aber ganz normal, denn auch unter unseren einheimischen Musikprodukten war für mich nicht alles goldig und hörbar.

Jedes Konzert von TORPEDO LAUBEGAST ist etwas anders. Ich sehe da keine Routine. Immer wieder tauchen ein paar andere Titel in der Setlist auf. Man spürt aber jedes Mal die Liebe und Leidenschaft der Laubegaster für diese Musik. Da wird nicht einfach nur ein festgeleimtes Programm runtergespielt, sondern wirklich mit Leib und Seele musiziert. Das sieht man den Musikern auch an und spürt man auch in der Musik. Mir fallen zum Beispiel bei jedem Konzert andere Feinheiten in den Arrangements auf. Torpedo Laubegast hat sich den Diamanten osteuropäischer Schlager-/Pop-/Rock-Musik behutsam angenähert, hat sie vom Ballast der Zeit befreit und sie mit Respekt, Herzblut und kreativen musikalischen Feinheiten ins Heute getragen. Das klingt und funktioniert für meinen Geschmack live ganz ausgezeichnet.

Gleich der erste Titel, den Kathie sang, war eine bei mir lange verschüttgegangene Perle von Maryla Rodowicz. „Es zieht ein Lied durchs Land“ stammt aus der Feder von Katarzyna Gärtner. Diese Komponistin hat sehr viele uns bekannte Lieder polnischer Interpreten komponiert. Neben einigen Maryla Rodowicz-Liedern verdanken wir ihr zum Beispiel auch die Melodien von „Schlafe ein und fang die Träume“ oder „Heuernte“ von der Gruppe 2 + 1

Mir fiel auf, dass die Torpedos diesmal sehr viele Songs von Maryla Rodowicz spielten. Ich vermute, dass dafür zwei Gründe verantwortlich sind. Zum einem liegen Kathi diese Lieder besonders und zum anderen fehlte die zweite Solistin Kerstin bei dieser Mugge. Aber es machte mir schon Spaß "Ich wünsch Dir Glück", „Marja“, „ Dame sein“, „Kleine Eisenbahnballade“, „Mary Lou“ und „Der Teufel sitzt vorm Paradies“ an diesem Nachmittag zu hören. Annett Otto steuerte dann mit „Regen“ und "Alles war mal da" zwei weitere Hits der blonden Polin bei.

Es gehört zu den Besonderheiten von Torpedo Laubegast, dass bei der Band fast alle Musiker auch solistisch als Sänger in Erscheinung treten. Gitarrist Matthias „Mattl“ Wetzel sang zum Beispiel „Mädchen, du feine“ von Fonograf die beiden Reinhard Lakomy-Lieder „Und ich geh in den Tag“ und „Autofahren“ sowie „Draußen bei den Weiden“ und „Hochzeit“ von den Roten Gitarren“ .

Eino Haase, der zweite Gitarrero schmetterte „Mädchen in der ersten Reihe“ von Fonograf und
das weithin eher unbekannte Lied "Kasia und die Sonne" von Bractwo Kurkowe.

Tieftonartist Eric Weisheit stimmte wieder die wunderbaren Weisen eines Gjon Delhusa an. „Berge und Steine“, „Insel der Liebe“ sowie „Die Bouzuki und ihr Lied“. sind live der absoluten Bringer, finde ich.

Insgesamt war es wieder eine schöne Mugge und bei den schönen Liedern verging die Zeit auch wie im Flug.


Gruß Kundi


zuletzt bearbeitet 03.07.2013 12:54 | nach oben springen

#7

RE: Torpedo Laubegast am 29.06.2013 in Dresden

in Konzertberichte 2013 und älter 03.07.2013 13:05
von Frank | 359 Beiträge | 750 Punkte

Jetzt bin aber fertig unser Kundi schreibt ja wieder so wie ich ihn kenne und diese Art mag ich so .
Bei den Bildern sag ich nur , sie sind spitze und alles in Farbe

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#8

RE: Torpedo Laubegast am 29.06.2013 in Dresden

in Konzertberichte 2013 und älter 03.07.2013 15:21
von PMausM | 1.526 Beiträge | 3216 Punkte

Lieber Kundi, immer schön in den Kalender eintragen, irgend wann muss ich die auch noch sehen, aber ich kann ja leider nicht immer. Hängt von der Fitness ab. Aber als ich die Rund Sendung gesehen habe- da sind mir wieder so viele Titel aus den ehemaligen Bruderländern begegnet, dass ich richtig heiß darauf bin , das wieder mal zu sehen.


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#9

RE: Torpedo Laubegast am 29.06.2013 in Dresden

in Konzertberichte 2013 und älter 03.07.2013 22:32
von xxsvennixx | 64 Beiträge | 135 Punkte

Danke Lissi, danke Kundi, für eure schönen Beiträge!

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