#1

Hoyerswerda - Hans und Kundi knapp vorbei am Wiedersehen

in Off-Topic 23.06.2013 22:01
von Hans | 50 Beiträge | 116 Punkte

Und wie viele Minuspunkte schreibst Du Dir nun gut???

Du bist 1500 m von mir entfernt und hast es nicht nötig wenigstens "Guten Abend" zu sagen?!

Danke schön! -grins-

Na ja, das deutsche Beamtentum ist auch nicht mehr, was es mal war.

Trotzdem nen lieben Gruß an Dich

Hans

Die Beiträge wurden am 23.06.13 gegen 22.50 Uhr der Übersichtlichkeit halber von Admin. Kundi aus dem Konzert-Thema entfernt und in dieses neue Thema verschoben

zuletzt bearbeitet 23.06.2013 22:57 | nach oben springen

#2

Hoyerswerda -knapp vorbei am Wiedersehen

in Off-Topic 23.06.2013 22:10
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Lieber Hans,

ich dachte, dass du zu der Zeit ganz sicher schon auf dem Rückweg wärst (ja, Beamte denken manchmal auch). Sonst hätte ich Dich natürlich sehr gerne getroffen.
Die Minuspunkte kann ich wohl nur mit Getränken abarbeiten, deshalb werde ich am nächsten Wochenende das eine oder andere Bier zur Wiedergutmachung auf Dich trinken

Lieber Gruß von

Kundi


zuletzt bearbeitet 23.06.2013 22:11 | nach oben springen

#3

Hoyerswerda -knapp vorbei am Wiedersehen

in Off-Topic 23.06.2013 22:39
von Hans | 50 Beiträge | 116 Punkte

Gut mein Kundi,

dann trink mal auf meine Gesundheit! -lächel-

Eigentlich tut es mit ein bisschen leid für Dich, vielleicht hätte es Dir gut getan ein paar Gespräche in unserem trauten Kreis zu führen. Ich könnte mir vorstellen, es wäre interessant gewesen einen, nun sagen wir einmal, neuen Freund von mir kennenzulernen, Johan Meijer. Siehe dazu einmal HH unter Johan Meijer singt Guntermann -lächel-

Oder wie ich da stehe an der Technik in meiner Kluft die Bemerkung einer der Künstlerinnen, oh ein Shell-Paka, wie lange habe ich solch ein Teil nicht mehr gesehen. Und wie krass ist das, die Beiden, die mich am Freitag ans Grab von Gundi gefahren haben, die, so ergab es sich im Gespräch, waren zur gleichen Zeit in der Penne und im Internat in Herzberg wie auch ich.

Gut, das Ganze ging bis 3 Uhr, ich musste mich um 22.00 Uhr ins Hotel fahren lassen, es ging nicht mehr mit der Gesundheit. Trotzdem, vielleicht erzähle ich noch ein wenig über das Vereinstreffen und die offene Bühne am Samstag. Oder ich schicke Dir einmal meine geplante Ansage von Meijer mit einem anderen Freund, nur zusammen aufgetreten sind sie dann nicht. Ich habe es deshalb heute zum Lesefrühstück vorgetragen, interessant, wenn man so einen eigenen Beitrag neben der Lesung von namhaften Schriftstellern erlebt und die Leute können darüber lachen und sich freuen. -lächel-

Nach Hause bin ich erst heute gefahren, wann ich ankam kannst Du ja oben lesen, das erste was ich gemacht habe war nämlich, Dich zu rügen.

Also den Schaden hattest wohl mehr Du, trink also auch ein Bierchen auf Deine Gesundheit. -brüll-

Nen ganz Lieben

Hans

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#4

RE: Hoyerswerda -knapp vorbei am Wiedersehen

in Off-Topic 23.06.2013 22:56
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Lieber Hans,

ich würde mich sehr freuen, mehr vom Vereinstreffen zu lesen, denn eigentlich wäre ich gerne dabei gewesen. Gestern war ich leider wegen einer Geburtstagsfete verhindert.

Übrigens wenn Du den PROFT-Beitrag noch mal liest, wirst Du feststellen, dass ich erst heute am Nachmittag in Hoywoy war. Das wäre also heute nix mit "Guten Abend sagen" geworden

LG Kundi


zuletzt bearbeitet 23.06.2013 23:02 | nach oben springen

#5

RE: Hoyerswerda -knapp vorbei am Wiedersehen

in Off-Topic 24.06.2013 08:08
von HH aus EE | 846 Beiträge | 2063 Punkte

Wenn ich die Zeilen von meinen beiden Freunden Hans und Kundi lese, fühle ich mich wie der dritte im Bunde. An diesem Samstag habe ich wirklich sehr mit mir gerungen – fahre ich nun oder bleibe ich. Bis Hoywoy brauche ich einen knappe Stunde. Letztlich hat so etwas wie die Vernunft gesiegt, am Sonnabend zu Hause zu bleiben.

In den vergangenen Tagen hatte ich Konzerte mit ALBERT HAMMOND, TANITA TIKARAM, BIG COUNTRY, BOB GELDOF und CROSBY, STILLS & NASH hinter mich gebracht. Alles Künstler, die ich unbedingt sehen wollte. Auch wenn ich bei einigen die Gunst eines Gästelisteneintrages nutzen dufte, so ist die Fahrerei nach Leipzig und Dresden (für mich) dennoch aufwendig und der Tag danach erwischt mich immer öfter ziemlich kaputt und emotional ausgelaugt. Zwischendrin war auch noch eine Buchlesung zu absolvieren und zu allem Übel befinde ich mich als Selbständiger gerade in einer, die Nerven zerfetzenden, zwangsweisen Umstrukturierungsphase. Brüssel und der gierige deutsche Behördenschimmel lassen grüßen.
Kurz und gut, ich war nach dem Konzert im Gewitter mit CROSBY, STILLS & NASH fertig und zur Betreuung meines Wautsch abgestellt. Da hatte ich dann weiche Knochen und eine Motivation, die sich gen Null bewegte.

Wie gern hätte ich diesen Johan Meijer mal ein paar Minuten in Ruhe gesprochen und etwas mehr über seine persönlichen Beweggründe, den Gundermann zu singen, erfahren. Wie gern wäre ich dort dabei gewesen, um vielleicht über den bärtigen Disc-Jockey zu lästern und gemeinsam ein Bierchen zu schlürfen. Und überhaupt, mal wieder Hoyerswerda und das Grab vom Gundermann. Hätte ich alles wahnsinnig gern gemacht.

Ich hab’s bleiben lassen und bin mit einem halben schlechten Gewissen zu Hause geblieben, weil mein 63-jähriger Körper gesagt hat: STOP! Es hat nicht sollen sein und manchmal ist man(n) auch gehalten, auf sich selbst aufzupassen. Wir holen das zu einem bekannten späteren Zeitpunkt mit einem frischen Bier nach. Versprochen!

Bis dahin, lieber Hans, erfreue uns bitte mit den Schilderungen dessen, was Du in HoyWoy erlebt hast.


www.mein-lebensgefuehl-rockmusik.de
zuletzt bearbeitet 24.06.2013 09:42 | nach oben springen

#6

RE: Hoyerswerda -knapp vorbei am Wiedersehen

in Off-Topic 24.06.2013 17:48
von Peggy | 320 Beiträge | 669 Punkte

Kann mich Kundi und Hartmut nur anschließen - möchte auch unbedingt gern mehr über das Wochenende in Hoywoy erfahren!
Also, lieber Hans, hau rein in die Tastatur!


"Von jedem Tag will ich was haben, was ich nicht vergesse ..."

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#7

RE: Hoyerswerda -knapp vorbei am Wiedersehen

in Off-Topic 24.06.2013 18:31
von Hans | 50 Beiträge | 116 Punkte

Erst mal, lieber Kundi, Du siehst, die wenigen Jahre, die ich Dir an Weisheit überlegen bin, die machen sich bemerkbar, das Datum habe ich glatt übersehen. Zu meiner Entschuldigung, die Vorbereitung habe ich im Zug am Tablett, da wo ich immer mein Bier draufstelle, gemacht.

Ansonsten, ein Bericht?! Leute, ich verarbeite selber noch und ich weiß an mancher Stelle nicht, ob ich die Tarnung von ein paar Leuten auffliegen lassen darf.
-lächl-

Heute hatte zwar noch frei, aber ich habe den ganzen Tag gesessen und den Freitag Erinnerungen und Geschichte(n) vorbereitet und mich ansonsten mit Johan Meijer beschäftigt. Auch zur Stützung des Vereins habe ich mir seine gesammelten Werke, sind 6 CD, zugelegt und das ist teilweise schwere Kost. Hartmut hat ja beschrieben, dass es teilweise schwierig ist, sich ihm zu nähern, manches muss man zwei oder noch mehrmals hören, bis sich die Schönheit dieser Musik sich einem eschliest. Und wenn dann eine CD, der Finanzchef des Vereines wollte sie mir gar nicht geben, konnte nicht glauben, dass ich das will, "Von der Maas bis an die Memel" mit dem Untertitel "Lieder für Überlebende" heißt, kann man sich vielleicht das vorstellen. Ich habe zwar vorher schon Titel von ihm gehört, aber ich wusste nicht, dass es der ist, mit dem ich zur gleichen Zeit geschwätzt habe. -grins- Wenn man dann jemand kennt, weiß wer es eigentlich ist, gewht man noch anders an die Sache heran. Aber ich darf Euch versichern, auch wenn ich noch nicht alles erfasst habe, ich habe noch keinen Titel bereut.

Aber ich werde sehen, dass ich was über das Vereinstreffen hinbekomme, nur wann es wird, nun vielleicht heute, morgen, am Saints Nimmerleinstag? -lächel-

Gruß

Hans

P.S.: Hartmut, siehste ich habe meine Priorität auf Hoywoy gelegt. Aber Samstag um 22.00 Uhr habe ich mich auch ins Hotel fahren lassen, das Lagerfeuer brannte noch bis gegen 3, aber bei mir ging nichts mehr. Wir sind halt nicht mehr 25. -grins-

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#8

RE: Hoyerswerda -knapp vorbei am Wiedersehen

in Off-Topic 24.06.2013 21:56
von Peggy | 320 Beiträge | 669 Punkte

Alles klar, Hans. Verarbeite erstmal alles in Ruhe und schreib drüber, wenn Dir danach ist - egal, ob Morgen, nächsten Monat oder am Sankt-Nimmerleins-Tag. ;-)
Freu mich drauf - und sicher nicht nur ich.


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#9

RE: Hoyerswerda -knapp vorbei am Wiedersehen

in Off-Topic 24.06.2013 23:38
von Fällsäge | 693 Beiträge | 1490 Punkte

Ich bin immer wieder begeistert, was die Vetéranen der legänderären Rock - Muppetts- Show so leisten.
Eure Beiträge kann man nicht mitten in der Nacht mal so überfliegen, da muß man schon fit sen.
Nun wart ihr paar Kilometer auseinander,
Aber vielleicht gelingt es mir, für die Beiden Rock- Muppets-Opas eine Bank zu bauen. da können sie beide wettern und schimpfen....

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#10

Der etwas andere Bericht, erster Teil

in Off-Topic 25.06.2013 21:26
von Hans | 50 Beiträge | 116 Punkte

Lange habe ich überlegt, aber Freunde haben mich gebeten, komm doch … Also habe ich irgendwann gesagt, ich komme. Rufe am besten den Uwe Proksch von der Kufa an, der macht das mit der Unterkunft klar.

Also wie geraten so getan, ich habe den Uwe angerufen, hier ist de Hans, würde zum Vereinstreffen kommen, wie ist das mit Unterkunft. Schicke mir eine Mail, ich schreibe dir dann ob es geklappt hat. So einfach geht manches im Leben. Also bin ich nach Hause und habe eine Mail geschrieben, kurz darauf, 12 Minuten hat es gedauert, war die Antwort da „Hat alles geklappt Achat Hotel Bautzener Allee 1 Gruß uwe“

Da habe ich das erste Mal angefangen zu zweifeln, wie das, Uwe kennt doch deinen Namen nicht mal? Nur das du Hans bist! Aber egal, Freitag 21.06.13 geht es nach Hoywoy, der Chef hat zugestimmt, kannst 2 Tage Urlaub haben. Also Vorbereitungen, Freitagabend muss ich ja auch die Erinnerungen und Geschichte(n) machen von dort. Der Schlepptop muss hergerichtet werden und solches Zeug.

Die Woche beginnt, am Dienstag früh habe ich den Chef angerufen, Du es ist zu heiß, ich gehe heute nicht aus dem Haus, schreibe mal bitte einen Tag Urlaub. Am Mittwoch komme ich wieder auf Arbeit und erfahre, 5 Minuten nach mir hat mein Kollege angerufen, er muss abends unters Messer. Ach schiet, keiner mehr da, da ist das Wochenende gelaufen. Aber zu meiner Überraschung sagt der Chef, das geht schon mal, kannst fahren, ich habe am Wochenende deine Sendung gehört, ist doch ganz gut was du machst. Einen Stein herunterfallen habe ich gehört, richtig plumps hat es gemacht.

Also Freitag früh, letzte Vorbereitung, Tasche packen, nichts vergessen, immerhin ist eine Fahrt 7 Stunden. Und nun an den PC, wie fahren die Züge? Oh das sieht ja schon wieder blöd aus, also es ist wohl besser nach Frankfurt zu fahren und dort gleich in den Zug nach Dresden einzusteigen, obwohl, da ist die Umsteigezeit kürzer. Erst einmal egal, los geht’s, Türe zu und ab.

Ab zum Bahnhof, rein in den ICE nach Frankfurt, es wird schon klappen mit dem Umsteigen. Auf Gleis 9 stand dann auch der Zug nach Dresden, aber der war so kurz, nur ein Zugteil. Komisch dachte ich mir, aber da er als Doppeltrain angezeigt war und nun auch 15 Minuten später fahren sollte, ging ich an den vorderen Teil des Bahnsteiges, da wo noch nichts stand und setzte mich auf eine Bank. Die Zeit verging, irgendwann wurde das mir komisch. Also das Tablett aus der Tasche, einmal sehen, was die Zugauskunft im Internet sagt. Und da steht doch tatsächlich eingeschränktes Platzangebot, nur ein Zugteil. Also hoch von der Bank und wieder nach hinten, oh war das Ding voll, aber ich fand da einen Eingang, da konnte ich mich in einen Einstieg hocken und ich nahm mir vor nicht von da zu weichen.

Da hockte ich nun im Einstieg eines ICE, mit 1. Klasse Fahrkarte und hatte 5 Stunden Fahrt vor mir. Zum ersten Mal dachte ich, Mensch wie verrückt bist du eigentlich. Da macht es Bumm, ich schrecke aus den Gedanken hoch, Mensch die haben einen Zugteil vorne angesetzt. Also raus und wieder den Bahnsteig lang, bis ganz nach vorn. Rein in den Zug, da ein freier Platz, keine Platzreservierung in Betrieb, egal den Hintern auf den Platz gesenkt, geschafft. Aber immer noch standen wir die 15 Minuten waren längst um, dann 30 Minuten nach der Abfahrtzeit schlossen die Türen und es ging los. Was sollte nun noch passieren? Aber der Mensch denkt und Gott macht sein eigenes Ding …

Das nächste Problem, wegen der technischen Probleme ist das Glasbiergeschäft nicht in Betrieb. 5 Stunden Fahrt, zwar auf einem bequemen Platz, aber ohne ein Hefeweizen und was hinter die Kiemen, Schlimmer geht’s nimmer dachte ich und vertrieb mir die Zeit mit lesen. Und siehe, Leipzig kam in Sicht. Nur es geht schlimmer, bewies mir die Bahn. In Leipzig ließen sie den Personenzug nach Dresden vor dem ICE abfahren und so schlendernden wir hinter dem RE hinterher. Ist ja nicht so schlimm, könnte man denken, aber in Riesa wollte ich genau in diesen Personenzug umsteigen. Also Pustekuchen, aber der nun Aufenthalt von 1 Stunde ermöglichte es mir wenigsten eine Bratwurst zu essen und einen Kaffee zu trinken. Irgendwie ging die Stunde herum, in Anbetracht der Möglichkeiten, die sich vielleicht noch auf der weiteren Fahrt ergeben sollte, holte ich mir auch noch 3 Fläschchen Köstritzer, man weiß ja nie … Also von Riesa nach Priestewitz, umsteigen, nach Ruhland, umsteigen, nach Hosena, dann war die Schiene zu Ende. Ein Bus schaukelte uns weiter und wir erreichten tatsächlich Hoywoy, über eine Stunde später als geplant.

Nun war ich tatsächlich in Hoyerswerda und meine Miene erhellte sich, als ich sah, da stehen 2 Taxis rum. Also mal schnell ein Rauchopfer dargebracht, es sollte ja das Wetter vernünftig werden, und dann zum Taxistand. Sagt der erste, ich bin bestellt, macht nichts, also zum zweiten, aber da stieg gerade einer ein. Es gelang mir jedoch den einen Fahrer zu überzeugen bei der Zentrale eine weitere Taxe zu bestellen. Und so kam nach 2 weiteren Zigaretten tatsächlich ein Auto, was mich zum Achat fuhr, der Fahrer ließ sich sogar überzeugen vor dem Hotel zu warten, um mich dann weiterzufahren.

Das Achat Comfort Hotel, kein schlechter Schuppen hatte ich schon bei 2 vorherigen Aufenthalten festgestellt. Ein junges, freundliches und überaus hübsches Mädelchen stand hinter dem Tresen und sie wusste sogar meinen Namen. Etwas Positives allemal, nach den vergangenen Mühsalen! Nur hatten wir die Rechnung nicht mit der gerade erst neu installierten Technik gemacht, nein das Gerät wollte für mich keine Türkarte programmieren, nicht ums Verrecken. Sie öffnete mir also mit der Generalkarte. Ich stellte die Tasche ab, packte das Zeug für die Sendung zusammen, jatzt ja nichts vergessen, und ging wieder zum Tresen. Nein, ich bekomme die Karte nicht hin meinte die Hübsche, heute Nacht hier melden, bis dahin wird es schon geklappt haben. Und ach, ich habe ihnen nun doch ein Nichtraucherzimmer gegeben, ach egal, Nachts schlafe ich meistens und wenn es doch pläsiert dann gehe ich eben im Nachthemd vor die Tür, das Taxameter läuft

Nun fuhr ich also zum Ziel meiner Reise und nachdem ich meinen Obolus entrichtet hatte stand ich vor der Tür zu den heiligen Hallen der alten Kulturfabrik …

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#11

RE: Der etwas andere Bericht, erster Teil

in Off-Topic 26.06.2013 07:30
von HH aus EE | 846 Beiträge | 2063 Punkte

Ich könnte mich einen grienen. Seit es dieses Portal gibt, werden wieder richtige Geschichten ausgetauscht, Erlebnisse aufgeschrieben, Gedanken öffentlich gemacht und die kleinen Dinge des Lebens rund um Musik mitgeteilt.
Jetzt habe ich Hans vor meinem geistigen Auge gesehen, wie er beim Schreiben gelächelt hat. Und wisst Ihr was - ich warte auf die Fortsetzung.

Bin wieder dort, wo ich mal war. In einer Gemeinschaft Gleichgesinnter, mit Niveau im Denken und Achtung voreinander. DANKE.


www.mein-lebensgefuehl-rockmusik.de
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#12

RE: Der etwas andere Bericht, erster Teil

in Off-Topic 26.06.2013 18:34
von Peggy | 320 Beiträge | 669 Punkte

Kann mich Hartmut nur anschließen.
Es ist schön, hier neue Wurzeln geschlagen zu haben und sich mit lieb gewonnenen Leuten an schöner Musik zu erfreuen!
Weiter so, liebe Freunde!

Hans, Deine Art zu schreiben gefällt mir richtig super. Das ist erfrischend, ehrlich und tut so gut!
Freue mich auf die Fortsetzung ... aber alles zu seiner Zeit, gell?


"Von jedem Tag will ich was haben, was ich nicht vergesse ..."

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#13

RE: Der etwas andere Bericht, Teil zwei

in Off-Topic 30.06.2013 22:06
von Hans | 50 Beiträge | 116 Punkte

Ja, da stand ich nun vor der Tür der Kulturfabrik Hoyerswerda, oder kurz KUFA genannt.

Die Kulturfabrik besteht seit dem 24.10.1996 und ist ein eingetragener Verein mit dem Ziel „… Kommunikation zwischen Menschen aus verschiedenen Lebensbereichen mit unterschiedlichen Interessen durch kulturelle Projekte zu ermöglichen. Über Kunst und Kultur finden Bereiche zusammen, die man im alltäglichen Leben als getrennt gewohnt ist. Verwirklicht wird dies auf verschiedenen Ebenen. Es findet ein generationsübergreifender Dialog, z.B. zwischen Kunst und Jugendkultur, zwischen Konsumtion von Kunst und kreativen Tun statt. Traditionelle Unterteilungen in Kultur-, Jugend- und Sozialarbeit werden dabei bewusst überschritten.“ (Zitat von der Webseite des Vereins)

Seit dem 01.01.2011 wird das Soziokulturelle Zentrum in Hoyerswerda in freier Trägerschaft durch den Verein betrieben. Wegen dringender Sanierungsmaßnahmen am „Stammgebäude" am Markt befindet sich das Zentrum seit 1999 am Stadtrand in einer „Notunterkunft“. Bis zum Jahr 2014 sollen die Arbeiten am Gebäude Braugasse 1 abgeschlossen sein und es steht dann die Rückkehr bevor.

Und hier hat auch Gundermanns Seilschaft e.V. ein wenig Heimat gefunden …

Also durchschritt ich gemessenen Schrittes die Eingangstür und wegweisende Tafeln führten mich im Haus in Richtung Saal. Kein Mensch zu sehen, aber da ist eine Theke, und die Theke wurde mir als Platz ja vorangekündigt. Also schauen, ja hier gleich am Beginn des Tresens sind verschiedene Kabelanschlüsse, hier muss ich richtig sein. Also erst einmal abgelegt und die vorsorglich mitgebrachte Flasche Schwarzbier aufgemacht. Durch eine Tür ins Freie erscheint erst noch schemenhaft auf Grund der Beleuchtung im Saal eine lange, schlaksige Gestalt und gleich darauf liege ich Readan im Arm. Nach kurzer Begrüßung erscheint durch die andere Tür eine weitere Gestalt und auch auf Grund des Dämmerlichtes und der Umrisse denke ich im ersten Augenblick, Mensch ist das Kundi? Aber beim Näherkommen muss ich erkennen, nein, das ist jemand anderes. Readan macht die Vorstellung kurz, Pfeffi das ist Wodka, Wodka das ist Pfeffi.

Die Herren gehen weiter ihrer Beschäftigung nach und ich stehe wieder verlassen im Raum. Also baue ich erst einmal die Technik auf und schaue mich dann ein wenig im Gebäude und den Außenanlagen um. Zurückgekehrt finde ich dann zwei weiter Herrschaften vor, Herrn Meier samt Gattin. Und nach ein paar Minuten Gespräch entschließen sich Meiers und ich dann an Gundis Grab zu fahren. Wie üblich vergeht zwischen Entschluss und Ausführung noch einige Zeit, aber dann werde ich im Auto verladen und es geht auf den Weg zum Friedhof. Im Auto ein wenig Schmaltalk und die erste ganz große Überraschung, wir 3 waren zur gleichen Zeit auf der Penne und im Internat in Herzberg. Die Namen unserer damaligen Lehrer fliegen hin und her, nur einordnen können wir uns nicht. Die Fahrt vergeht daher wie im Fluge, wir steigen aus, nehmen die Blumen zur Hand und machen uns auf den Weg zum Grab.

Nein ich wusste nicht, dass Gundis ehemaliger Mitstreiter Bernd Nitzsche direkt neben ihm seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Reisen bildet eben …

Wir haben die Blumen angeordnet, ein paar Minuten in stillem Erinnern verharrt, gerecht, uns erinnert und was man so am Grab eines Bekannten macht.
Langsam wurde es Zeit zur Rückkehr in die KUFA, wir machten jedoch einen kleinen Umweg und fuhren am Achat vorbei, damit auch die Beiden erst einmal ihr Quartier beziehen konnten. Das junge, freundliche und überaus hübsche Mädelchen kam hinter dem Tresen hervor und brachte mir meine Zimmerkarte, nun hatte ich auch was in der Tasche, dass meine berechtigte Anwesenheit in diesem Haus bewies. Nach kurzem Aufenthalt ging es dann wieder direkt zur KUFA.

Noch hatte sich in Punkto Anwesenheit nichts weiter getan, also konnten wir in aller Ruhe die Technik ausprobieren. Aber dann erschien (endlich) die Bardame und zapfte mir meinen Halben Köstritzer. Bekomme ich 2,80 meinte sie, aber ich überzeugte sie dann doch zum Anlegen eines Zettels. Das erste größere Problem tat sich nun auf, der Mann mit dem Essen war nicht erschienen, war auch telefonisch nicht zu erreichen, also gab es erst einmal frischen mitgebrachten Kuchen und es machten sich 2 Leute auf den Weg … Langsam kamen auch mehr Leute an, und man glaubt es wirklich kaum, das Essen kam auf den Tisch, Bratwürste, Spiegeleier, frisches Brot, Herz, respektive Magen, was willst du mehr.

Und langsam füllte sich auch der Saal, für mich auch das Zeichen, du musst dich nun an deinen Thekenplatz begeben, bald fangen die Erinnerungen und Geschichte(n) an … Und während auf der Leinwand Filme über Gundi flimmerten begann ich mit meiner Sendung. Es war schon ein wenig eigentümlich, so auf einem Barhocker sitzend, eine Hör- Sprechgarnitur auf dem Kopf, rundherum Leute, ein Film auf der Leinwand, Rauchen vor der Tür, aber ich habe es wohl doch hinbekommen. Ein gutes hatte das Ganze aber, nur ein Wink reichte, schon stand ein neuer Halber vor mir.

Nach 22.00 Uhr machte sich dann die Bardame bemerkbar, ich bin bis ¾ Elf da, ich habe nur abgewinkt und das Handzeichen gemacht. Also ein Halber erschien vor mir und ich konnte in Ruhe die Sendung zu Ende bringen. Dann habe ich zusammengeräumt, die Bardame endlich befriedigt, na meinen Obolus entrichtet. Sie meinte 4 Halbe, ich na und, Mensch das sind 2 Liter … Also Hoywoy ist auch nicht mehr, was es mal war, 2 Liter in fast 4 Stunden, da hat sich früher keiner gewundert …

Noch ein paar Gespräche, dann wurde ich ins Achat mitgenommen und die Karte öffnete mir tatsächlich die Tür zum Zimmer. Nur, da stand ein Mann mit einem Hammer hinter der Tür, und der haute tüchtig drauf, so kam es mir jedenfalls vor. Hatte sich die Bude aufgeheizt, also Zeug abstellen, Fenster aufreißen und fluchtartig in Richtung Rezession, sprich Theke. Hier traf ich einen bayrischen Landsmann, Fernfahrer, und bei 2 weiteren Halben und angenehmen Gesprächen verging die Zeit wie im Flug. Mit der nötigen Bettschwere machte ich mich zurück ins abgekühlte Zimmer, traf die Nachtvorbereitungen und fiel dann erschöpft, aber glücklich in die Federn und war auch gleich in Morpheus Armen.

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#14

RE: Der etwas andere Bericht, Teil drei

in Off-Topic 15.07.2013 23:12
von Hans | 50 Beiträge | 116 Punkte

Samstagmorgen, überraschend ausgeruht erwachte ich. Bei der Übernachtung in „fremden“ Betten habe ich immer das Problem, der Rücken mag das ungewohnte nicht. Die Betten im Achat machten mir jedoch keinerlei Probleme. So schaltete ich das Table an und schaute was in der Welt so passiert war. Also praktisch ist so ein Ding ja, ersetzt auch die Morgenzeitung. Nach der Morgentoilette zog ich mich dann an und es ging zum Frühstück.

Auch über das Frühstück gibt es grundsätzlich nichts zu meckern in dem Haus und so verbrachte ich ein gutes Weilchen am Frühstückstisch. Dann waren noch einmal Toilettenfragen zu klären und nach guter Verrichtung packte ich das Schlepptop und die Hör-Sprech-Garnitur zusammen und wir fuhren wieder in die KUFA.

Während die anderen Anwesenden sich noch dem Frühstück dort widmeten, überdachte ich den nun kommenden Tag.

So ein eingetragener Verein ist schon eine Sache. Ein eingetragener Verein ist ein Verein, der in das Vereinsregister des jeweils zuständigen Amtsgerichts eingetragen ist. Eingetragene Vereine verfolgen keinen wirtschaftlichen Zweck, sind somit Idealvereine. Und das Amtsgericht hat da manchmal Fragen. So muss also eine Mitgliederversammlung her mit all dem Getöse, Rechenschaftsbericht, Finanzbericht, Entlastung des Vorstandes, Wahl des neuen Vorstandes … Und genau dazu waren Mitglieder des Gundermanns Seilschaft e.V. hier zusammengekommen und da die Versammlung öffentlich war, nahm ich als Gast in der hinteren Reihe Platz. Na ja, nachdem es dann mal losging, den nun trafen ja auch noch andere Leute ein. So durfte ich Johan Meijer kennenlernen, Gundis Witwe, wenn ich das einfach mal so formulieren darf, war ebenfalls anwesend und, und, und …

Nein, ich werde Euch jetzt nicht mit den Formalien langweilen, obwohl, aus welchem Grund auch immer, hier liegen die Teilnehmerliste und der offizielle Rechenschaftsbericht des Vorstandes herum. Papier geht manchmal seltsame Wege, und diese Schriftstücke fand ich hier zu Hause in der Tasche des Schlepptops … (Notieren, Du musst die Dokumente noch an den Vorstand schicken!)

Ich bin ja nun ein „ganz großer Freund“ solcher Formalien. –grins- So ging ich ab und zu, undiszipliniert wie ich nun mal bin, raus aus dem Tagungsraum, eine Zigarette rauchen, den Kasten mit dem Bier, der für Notfälle durch die Bardame deponiert wurde, suchen und andere wichtige Tätigkeiten. Aber bei wichtigen Sachen, zum Beispiel ob das Radio weiter durch den Verein finanziert wird und wie, war ich schon anwesend und so konnte ich die erstaunten Blicke der Anwesenden über meinen finanziellen Beitrag dazu sehen. Da kam dann auch ein Beschluss, die Zahlungen gehen nun auf ein Unterkonto … Irgendwann knurrten die Mägen und es kam zu einer Unterbrechung. Und siehe, trotz des ausgefallenen Caterings gab es wieder für alle satt zu essen.

Irgendwann ging es dann weiter, aber der Chef erinnerte mich, du musst noch die Ost Rock Kiste starten. Also ran an die Technik, ich hatte ein paar Schwierigkeiten, aber dann lief das Geschäft. Ich kam gerade noch zurecht um die Verkündigung des Wahlergebnisses zum Vorstand mitzubekommen und sah, nun sind ja fast alle deine Moderatorenkollegen im Vorstand des Vereins. Ne, ich bleibe erst mal Gast, wenn auch ein gern gesehener. So trank ich erst einmal noch ein Bierchen und irgendwann fragte ich dann mal nach, wollen wir nicht die Livesendung langsam vorbereiten?

Am Abend war nämlich eine freie Bühne, also wer will tritt auf, Gespräche im Freundeskreis, Lagerfeuer und Grillen geplant. Und das Geschehen von der Bühne wollten wir Live auf den Sender streamen. Damit ging dann eine Odyssee los … Der Chef holte die Technik, wir bauten das Zeug auf und schlossen das Kabel von der Bühne am Mischpult an. Es geht, Klasse, es geht nicht? Neuer Versuch, es geht, es geht nicht! Nun arbeite ich ja seit vielen, vielen Jahren mit Computern und so stellte ich schnell den Grund fest, das FireWire-Interface spielte nicht mit! Was tun? Gut, wir fanden ein Kabel zum Verbinden des Mischpultes mit der Audiobuchse des Laptops und da ich die modernere Maschine habe, wählten wir meinen als Sender. In der Zwischenzeit hatte Johan Meijer seinen Vortrag auf der Bühne begonnen und das Ganze ging auf den Sender. Schnell mal mit dem Tablett hören, oh je, alles verzerrt! Nun haben wir die Empfindlichkeit des Audioeinganges heruntergenommen, soweit es ging, aber es zerrte immer noch. Der Eingang war einfach zu empfindlich. Also das andere Gerät fertigmachen, aber es zerrte immer noch. Erst nachdem wir auch hier die Empfindlichkeit fast auf Null gebracht hatten kam das Signal sauber über den Sender. Uff, Uff, geschafft!

Zeit für mich, etwas zum Essen zu holen. Stellt Euch das bitte so vor, da gibt es Gegrilltes und Salate, soviel Ihr wollt und das für Lau. Es steht nur ein Karton mit Schlitz dort, darauf ein Zettelchen „Spenden für das Essen“. Das sind Veranstaltungen des Vereins!

Dann stand ich an der Technik und habe leider wenig vom Abend mitbekommen. So ist das halt im Leben. Eines war noch interessant. Eine der Sängerinnen lief hinter uns lang, blieb stehen, ein Schell Parka, ein richtiger Shell, wie lange habe ich so etwas nicht gesehen! Gut, ich trenne mich von meinem „Uterus“ nie, darin bin ich gut aufgehoben, er schützt mich vor allerlei Übel und in den Taschen ist das notwendigste fürs Überleben. –grins-

Der Abend nahm seinen Lauf, aber gegen 10 musste ich mich dann ins Hotel fahren lassen, es ging einfach nicht mehr, ich war fertig. Ja das ist schade, denn das Feuer muss noch bis gegen 2 Uhr gebrannt haben, aber wenn es nicht geht! Also ab ins Hotel und nun ging es wieder los, meine Karte öffnete nicht das Zimmer! An den Tresen des Empfangs, ach Verzeihung, wir haben irrtümlich eine heutige Abreise programmiert. Nur wie schon beschrieben, neue Technik, die Empfangsdame nahm also wieder die Generalkarte und lies mich ein. Zum Glück war es diesmal nicht so warm in der Bude, ich hatte Vorkehrungen getroffen, und als ich schon in der Unterhose aus dem Bad kam, klopfte es. Gut, die Dame hat meine Unterhose nicht gestört und ich bin mir meiner Schönheit ja durchaus bewusst, ich öffnete also und bekam meine neu programmierte Karte.

Das ist gut, und nun ab ins Bett dachte ich mir. Gedacht getan und innerhalb weniger Minuten lag ich in Morpheus Armen.

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