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APFELTRAUM 11.11.2017 KUFA Hoyerswerda

in Konzertberichte 2017 26.11.2017 21:46
von Kundi | 2.015 Beiträge | 4611 Punkte

So jetzt gibt es noch einen verspäteten und kurzen Rückblick auf den zweiten Teil meines verschärften Therapie-Wochenendes vom 10. und 11. November. Nachdem DIE SEISCHAFT mich am Freitagabend im Tivoli zu Freiberg schon großartig mittels Chorgesangs-Therapie behandelte, wurde am folgenden Abend der Behandlungserfolg durch das mobile Praxisteam APFELTRAUM in der KUFA Hoyerswerda vertieft und ausgebaut.

In der gut besuchten KUFA knisterte es bei meinem Erscheinen schon förmlich vor Erwartung und Vorfreude. Fans aus nah und fern hatten den Weg nach Gundi-Town gefunden, um das musikalische Lebenswerk von Peter „Cäsar“ Gläser zu hören, zu singen und wie ich finde durch ihre Anwesenheit auch zu würdigen.

Cäsar lebt mit seiner Musik ja in vielen Herzen weiter. Gerade im ostsächsischen Raum hatte und hat er viele Liebhaber und Fans. Seine Lieder werden heute noch von RENFT und KARUSSELL live gespielt, aber nur bei APFELTRAUM kann man sie so konzentriert aus allen seinen musikalischen Bandstationen von RENFT über KARUSSELL bis hin zu den verschiedenen eigenen Formationen (CÄSARS ROCKBAND, CÄSAR TRIO, CÄSAR & DIE SPIELER…) in einem Programm erleben.

Endlich haben die Leute der KUFA auch begriffen, dass eine Vollbestuhlung bei derartigen Veranstaltungen eher kontraproduktiv für eine gute Stimmung ist. Die jetzige Mischform aus Stehplätzen m Zentrum und ein paar Sitzplätzen an der Seite wird wohl allen Seiten gerecht. Ich kann damit gut leben.

Natürlich freuen sich viele „Altfans“ wie ich über APFELTRAUM. Aber es ist auch nicht zu unterschätzen, dass Moritz Peter Gläser, Robert Gläser und die gesamte APFELTRAUM-Band Cäsars Liedgut nicht nur in die neue Zeit tragen, sondern sie auch einem neuen, erweiterten Publikum zugänglich machen. Auch wenn es für viele junge Frauen am Anfang nur die Neugier war, was denn die damaligen SIX-Musiker Robert Gläser und Jürgen Schötz nebenbei so machen. Die Frauen haben die Klassiker aus den zurückliegenden Jahrzehnten schnell lieben gelernt und es freut sicher nicht nur mich, dass Peter „Cäsar“ Gläsers Lieder auch jetzt noch ihre Wirkung auf neue Zuhörer entfalten. Auch in Hoywoy war wieder eine ganze Schar junge Frauen in Reihe eins zu finden und die Mädels haben nicht nur ordentlich mitgerockt, sondern die Lieder auch mitgesungen.

Die APFELTRAeUMer kamen mit leichter Verspätung auf die Bühne. Das ist ja in der Musikszene nicht unüblich, dass Bands den Konzertbeginn ein paar Minuten dehnen. Wenn es im Rahmen bleibt steigert das auch Spannung und Vorfreude noch ein wenig.

Mit „Der Wind weiß, was mir fehlt“ und „Aber ich kann’s nicht verstehen“ donnerte das Ensemble dafür aber gleich ordentlich mit zwei Klassikern aus RENFT-Zeiten los. Sehr schön zum Tragen kam hierbei der Satzgesang von Moritz, Robert und Big Joe Stolle. Die Männer bilden wirklich einen tollen, kleinen Rockchor.

Das KUFA-Publikum und die Band fanden sich ziemlich schnell zusammen. Es wurde eine tolle Mugge bei der die aktiven Musiker und die Leute vor der Bühne gegenseitig gaben und nahmen. Dieser geneinsame Austausch auf Augenhöhe beflügelte alle und das brachte auch tolle Stimmung in die Bude.

Moritz nahm sich dann die Akustikgitarre und mit „Lieb ein Mädchen“ folgte eine der schönen KARUSSELL-Balladen, welcher sein Vater vor einigen Jahrzehnten seinen unverwechselbaren Stempel aufdrückte. Cäsar hatte seine warme Stimme und seine Musikalität mittels der entsprechenden Gene an seinen Sohn weitergegeben. Mir gefiel wieder richtig gut wie Moritz die 1000 Schafe von „Mc Donald“ auf die KUFA-Wiese trieb, wie er bei „Steig ein“ gesanglich über die Gleise sprang oder wie er den „Apfeltraum“ träumte.

Moritz Peter Gläser singt nicht nur sehr gut und spielt auch nicht nur einfach so gut Gitarre, sondern er hat von den Gesichtszügen, von der Körperhaltung, von der Art das Instrument zu halten und zu spielen dermaßen viel Cäsar in sich, dass es manchmal beim Beobachten schon beinahe weht tut. Schaut euch den Burschen ruhig mal ganz genau an, wenn er E-Gitarre spielt, dann versteht ihr bestimmt besser, was ich meine. Die Gelegenheit dazu gab es in Hoyerswerda gleich beim nächsten Lied. Es war der von Robert gesungene „Mitternachtsblues“ von Gerulf Pannach.

„Im Bauch des Riesen“ führte uns weg von Karussell und Renft in die Zeiten von Cäsars Rockband. Für mich ist das Lied immer noch und immer wieder ein Knüller. Ich liebe dieses Stück einfach. Der Text ist erschreckend aktuell und Big Joe‘s so wunderschön treibend gespielte Bluesharp sowie Robert’s marschierender Bass brutzelten mir förmlich die Seelen- und Rhythmusschlacke aus dem Körper.

Der ganze Saal stampfte, tanzte, sang, keuchte und/oder klatschte die ganzen Lieder mit. Natürlich sind das bei der Silberrücken-Generation, also den Leuten meines Alters aufwärts die Songs, die sie schon ein Leben begleiten. Wir sind die Leute, welche von der Wiege bis zur Barre mit diesem Liedgut förmlich verknüpft sind. So etwas vergisst man nicht und das prägt einen auch.

Die 3 Sänger Big Joe, Robert und Moritz wechselten sich als Frontmänner ab und sie teilten sich auch die Ansagen. Mauro Pandolfino und Moritz Gläser teilten sich zudem die E-Gitarren-Solos. Beide spielten total verschärfte 6 Stahlsaiten, da glänzten die Augen und Ohren der Gitarren-Fans. Der E-Bass wanderte an diesem Abend auch wieder durch die 3 Hände von Robert, von Mauro und von Moritz.
Big Joe Stolle hatte mit „Mein Bruder Blues“, Whisky“ und „Kinder ich bin nicht der Sandmann“ gesanglich wieder 3 ganz starke Nummern auf der Pfanne. Was auch immer wieder richtig gut abgeht, ist sein Wechselgesang mit Moritz bei „Zwischen Liebe und Zorn“. bei ihm klingt.

Robert Gläser brachte nicht nur einen Himmelskörper“ namens Gelber Mond zum Leuchten, sondern auch die Augen der Konzertbesucher in der KUFA Hoyerswerda bei diesem Song oder bei weiteren Perlen wie „Cäsars Blues“ und ganz besonders bei „Besinnung“ im Zugaben-Block.

Die gesamte APFELTRAUM-Kapelle zeichnete sich durch Spielfreude und -lust aus. Da hat sich in den letzten 2 – 3 Jahren wirklich ein fabelhafter Haufen entwickelt. Deshalb ist es sehr schade, dass APFELTRAUM in Hoywoy verkündete, dass es die letzte Mugge mit Schlagzeuger Jürgen Schötz war. Da Jürgen sich mehr auf seine neue Band SIX 2.0 (ach nee, die heißt ja KRÄHE) konzentrieren möchte. Wirklich schade, dass Cäsars langjähriger Schlagzeuger jetzt geht.

Ein Konzert mit Cäsars Liedern wäre ohne die Hymne „Wer die Rose ehrt“ undenkbar. Irgendwie ist diese humanistische Ballade auch so etwas wie sein Vermächtnis. Da darf man auch 9 Jahre nach seinem allzu frühen Fortgang aus dieser Welt bei jedem Konzert ruhig auch einen Kloß im Hals und/oder die eine oder andere Tränchen im Augenwinkel haben. Mit seiner Musik ist Peter „Cäsar“ Gläser für immer bei uns.
Das Gastspiel der Kapelle APFELTRAUM in der KUFA Hoyerswerda war selbstverständlich erfolgreich und hatte allen Anwesenden Freude bereitet. Die Beifallsbekundungen, Rufe und Pfiffe der Fans sowie die strahlenden Gesichter von Musikern und Fans nach mehr als 2 Stunden gemeinsamer musikalischer Reise belegten das auch sehr eindeutig.

Gruß Kundi

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RE: APFELTRAUM 11.11.2017 KUFA Hoyerswerda

in Konzertberichte 2017 26.11.2017 21:50
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RE: APFELTRAUM 11.11.2017 KUFA Hoyerswerda

in Konzertberichte 2017 26.11.2017 22:04
von Kundi | 2.015 Beiträge | 4611 Punkte

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RE: APFELTRAUM 11.11.2017 KUFA Hoyerswerda

in Konzertberichte 2017 26.11.2017 22:12
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RE: APFELTRAUM 11.11.2017 KUFA Hoyerswerda

in Konzertberichte 2017 26.11.2017 22:24
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