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IM BETT MIT UDO 03.12.16 KUFA Hoyerswerda

in Konzertberichte 2016 09.12.2016 18:28
von Kundi | 2.003 Beiträge | 4584 Punkte

Dass ich die Nachtigall aus Gronau seit Jahrzehnten schätze und warum ich das tue, habe ich in den vergangenen Berichten von LINDENBERG-Coverbands wie EL PANIKO & DAS KATASTROPHENORCHESTER oder IM BETT MIT UDO ja schon einfließen lassen. Deshalb fasse ich mich heute auch etwas kürzer. Ein paar Anmerkungen als Einleitung kann ich mir jedoch nicht verkneifen.

Der 3. Frühling von UDO LINDENBERG dauert an und das nun schon seit dem Jahr 2008.Nie war UDO so erfolgreich und in der breiten Öffentlichkeit beliebt wie heute. Sein 35. Studioalbum „Stärker als die Zeit“ erschien am 29. April des Jahres und erreichte Platz 1 der Albumcharts. Nach „Stark wie zwei“ und „MTV Unplugged – Live aus dem Hotel Atlantic“ ist das die 3. Nummer-Langrille seiner einzigartigen Karriere. Die sogenannte Stadion-Trilogie (2014 bis 2016) war ein Triumpfmarsch. Hunderttausende Fans haben die Konzerte gesehen und LINDENBERG gefeiert. Pünktlich zum Gabenfest steht seit einigen Tagen auch „Stärker als die Zeit-live“ in den Läden. Dabei hat Fan die Qual der Wahl, denn „Stärker als die Zeit – live“ gibt es in mehreren Varianten: Als Doppel- oder 3fach-CD, als Doppel-DVD, als Blu-ray oder als Super Deluxe Box (4 CD /3 DVD).

Ich habe mir die DVD-Variante zugelegt und ich kann bestätigen, dass das ein phantastischer Konzertmitschnitt mit traumhaften Bildern ist. Auch damit wird UDO LINDENBERG neue Erfolge einfahren, da bin ich mir sicher. Obwohl der gute UDO am 17. Mai seinen 70.Geburtstag feierte, hat er noch lange nicht genug. Fit genug ist er ja, wie die Konzerte der diesjährigen Tour und die Filmaufnahmen davon eindrucksvoll belegen. Der Mann ist während des Konzertes mehrmals über den langen Laufsteg gerannt wie eine Gazelle. Für das Jahr 2017 ist nun eine neue Hallen-Tour des Panikpräsidenten angekündigt. Der Rockliner dampft also weiter über den Lindischen Ozean.

Am 03. Dezembertag des Jahres 2016 hatte sich die Band IM BETT MIT UDO in der Kulturfabrik Hoyerswerda angesagt. Obwohl mir der Termin nicht ganz so behagte (zeitgleich spielte KLARtext im Black Raven), entschied ich mich für den LINDENBERG-Abend. Man kann eben nicht "auf jeder Hochzeit tanzen". Ich denke, dass die KLArtext'ler dafür auch Verständnis haben. Immerhin erlebte ichKT im laufenden Kalenderjahr auch schon 4 Mal.

Als bekennender LINDIaner habe ich IM BETT MIT UDO bereits bei meinem ersten Muggenbesuch im vergangenen Jahr auf dem Stadtfest in Bischofswerda in mein Herz geschlossen. Die Band geht musikalisch nämlich mal neue Wege mit den bekannten LINDENBERGschen Songs. IM BETT MIT UDO würdigt uns UDO und seine Lieder daher auch mal ganz anders. Diese musikalische Bettgeschichte ist ungewöhnlich, aber sie hat wirklich Klasse. Die Musiker haben die LINDENBERG-Songs sehr behutsam und nachhaltig umgekrempelt.

Die KUFA Hoywoy war leider nur durchschnittlich besucht, aber die erschienen Besucher erlebten eine tolle Band mit gestandenen, leidenschaftlichen Musikern und großartigen Songs. Das Haus hielt wieder beste Licht- und Ton-Bedingungen bereit. Leider konnte IM BETT MIT UDO aber ihre optische Unterstützung / Untermalung des Gigs mit Bild- und Videoeinspielungen nicht einsetzen.
"O-Rhesus negativ" fungierte als musikalische Eintrittspforte in die Klangwelt LINDENBERGscher Lieder im neuen musikalischen Gespinst. Das Publikum ließ sich auch bereitwillig und gerne auf die Zeitreise durch mehr als 40 Jahre deutsche Rockgeschichte mitnehmen.

Bei den Akteuren von IM BETT MIT UDO handelt es sich ja überwiegend um Musiker, die Mitte / Ende der 80er Jahre zur aufstrebenden zweiten Generation DDR-Rockmusiker gehörten und die seit dieser Zeit auch aktiv sind.Sänger Stefan Ziehm war beispielsweise in den 80er Jahren die Stimme der Amateur-Band Rockteam aus Frankfurt Oder. Holger Jagsch (Gitarre, Gesang, Djembe) kennen wir schon von Rosalili her. Aktuell ist er auch Livemusiker bei Bell, Book & Candle.

Basser Henry Walter war unter anderem schon bei Rosalili, Lucilectric, Moonflower und Loop Moss am Bass zu finden. Zusammen mit Holger Jagsch spielte er übrigens kurz nach der Wende auch in der Nachwuchsband Conny & Komplizen. Diese Band brachte sogar ein Album heraus und startete beim Vorentscheid zum Grand Prix de la Chanson. Der Erfolg blieb Conny & Komplizen aber versagt. Thomas Glatzer (Gitarre, Piano) arbeitete ebenfalls schon für BB & C und für WENZEL. Mit Matthias Wiesenhütter bildete er ebenfalls das Gitarrenduo Twelfe Strings. Schlagzeuger Moritz Schubert spielte einst mit Dirk Zöllner bei CHICORÉE.

Nach gegen "Gegen die Strömung" folgte "Moskau". Zu letztgenannten Song setzte sich der Sänger eine Budjonowka (auch Budjonny-Mütze genannt) auf. Diese Kopfbedeckung mit dem roten Stern kennt hierzulande beinahe jeder. Als das Lied "Moskau" im Jahr 1985 entstand, strahlte der rote Fünfzack noch als Sowjetstern und damit als Symbol der Sowjetunion. Sänger Stefan Ziehm bewies wieder eindrucksvoll, dass er nicht nur singen kann, sondern auch ein guter Programmführer und Unterhalter ist. Seine Entertainer-Qualitäten sind beeindruckend. Unaufgeregt, phantasievoll und mit Humor lenkte er Band, Programm und Publikum in einem einheitlichen Fahrwasser durch den Abend. Mir fällt da auf Anhieb auch die Geschichte ein, wie er als Schüler Geige lernen musste. Passenderweise erzählte er diese Episode als Ansage zu "Rudi Ratlos". Er ließ es sich auch nicht nehmen ein paar Töne auf dem Instrument zu intonieren.

Dass IM BETT MIT UDO sehr eigene musikalische Vorstellungen in die Lieder einbanden, wurde zum Beispiel bei "Ein Herz kann man nicht reparieren" deutlich. Das Lied klang am Anfang eher kubanisch. Der Ballade "Sie ist 40" verordneten die Musiker ein be-Swing-t klingendes Vorspiel. Der Abend war angereichert mit Hits wie "Andrea Doria", "Sie liebten sich gigantisch", oder "Sonderzug nach Pankow". Traumhafte LINDENBERGsche Balladen wie "Bis ans Ende der Welt", und "Ich lieb dich überhaupt nicht mehr durften selbstverständlich in so einem Konzert auch nicht fehlen.

Viele musikalische Feinheiten kann man übrigens erst richtig genießen, wenn man die Band IM BETT MIT UDO ein zweites oder drittes Mal erlebt. SO sind mir die schönen instrumentalen einleitenden Pianomotive von Thomas Glatzer zu "Cello" erst diesmal so richtig angenehm aufgefallen.Bei "Ich mach mein Ding" warfen sich Thomas und Holger auf ihren Gitarren gespielte Tonfolgen des Refrains gegenseitig wie musikalische Bälle zu. Das hatte schon was. Auch das Zusammenspiel der Rhythmusgruppe Moritz Schubert (Schlagzeug, Cajón) und Henry Walter(Akustikbassgitarre) klappte hervorragend.

Riesig gefreut habe ich mich über "Leider nur ein Vakuum" und den zur Polka umgekrempelten "Säufermond". "Der nachdenkliche "Horizont" sollte dann schon wieder unsere Austrittspforte aus der LINDENBERGschen Klangwelt sein. Doch so schnell gab sich das euphorische Publikum nicht geschlagen und die Band ließ sich auch nicht lange bitten.
3 Lieder gab es als Zugabe. Holger Jagsch, einst mit Nickelbrille und Wuschelkopf die Stimme von ROSALILI, sang einen ganz alten Klassiker, nämlich den Titelsong vom ersten deutschsprachigen LINDENBERG-Album „Daumen im Wind“. Dieses Tramperzeichen war ja nicht nur in Ost und West gleich, sondern sogar international. Man stellte sich gegen die Fahrtrichtung an den Straßenrand, hob den Daumen und zeigte damit über die Schulter hinter sich und jeder ankommende Kraftfahrer wusste, der Typ will in meine Richtung. Mit dieser bekannten Handbewegung kam man früher oft sehr schnell und manchmal auch recht abenteuerlich an sein Reiseziel und lernte dabei auch viele Menschen kennen.

Das als „Mädchen aus Ost-Berlin“ bekannte Lied " Wir wollen doch einfach nur zusammen sein" war in der musikalischen Umsetzung für viele Zuhörer eine Überraschung. Das Lied begann und endete ja mit Motiven von Led Zeppelins „Stairway to Heaven“. Ich habe im Gesicht eines Gastes förmlich lesen können, wie es in ihm arbeitete und er überlegte, was die Band da gerade spielt. Als er den Led Zeppelin-Song erkannte, war er hin und weg.

Mit ihrem eigenen Lied "Gute Nacht" schickten uns die 5 UDO-Bettgenossen dann jedoch endgültig auf den Nachhauseweg. Wieder war es ein Abend, den man (nicht nur) als LINDENBERG-Fan genießen konnte. Ich war in Hoywoy nun bereits das 3. Mal IM BETT MIT UDO. Vielleicht erhören mich Veranstalter und/oder Stadtfestorgansisatoren hier aus der Region und buchen die Band für das 2017. Falsch würden sie aus meiner Sicht damit jedenfalls nichts machen.

Gruß Kundi

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RE: IM BETT MIT UDO 03.12.16 KUFA Hoyerswerda

in Konzertberichte 2016 09.12.2016 18:39
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RE: IM BETT MIT UDO 03.12.16 KUFA Hoyerswerda

in Konzertberichte 2016 09.12.2016 18:48
von Kundi | 2.003 Beiträge | 4584 Punkte

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RE: IM BETT MIT UDO 03.12.16 KUFA Hoyerswerda

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RE: IM BETT MIT UDO 03.12.16 KUFA Hoyerswerda

in Konzertberichte 2016 09.12.2016 19:15
von Kundi | 2.003 Beiträge | 4584 Punkte

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