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STEFAN LUX solo in Glaubitz "Zur Rampe" am 03.12.16

in Konzertberichte 2016 05.12.2016 19:43
von Holger | 196 Beiträge | 541 Punkte

Am Sonnabend ging es nach Sachsen aufs Dorf. Unser Ziel war Glaubitz, gelegen auf halbem Wege zwischen Grossenhain und Riesa an der B 98. Hier waren wir das letzte Mal vor 6 Jahren, genau gesagt am 27.11.10. Im wunderschönen Ambiente der Kneipe „Zur Rampe“ der Familie Schirmer gab es eines der letzten Livekonzerte mit STEFAN LUX und seiner Band.
Nach 6 Jahren ohne Bühnenauftritte hatte er sich nun entschlossen, es noch einmal mit einem Soloprojekt zu versuchen. Im Mai kam die neue CD „Sandkuchencafe“ auf den Markt. Und nach einem ersten Konzert Anfang November in der Altmark waren an diesem Wochenende Auftritte im Kunsthof Gohlis am Freitag und in seinem Heimatort Glaubitz am Sonnabend angesagt.

Fast pünktlich ging es am Sonnabend kurz nach 20 Uhr mit Liedern über die kleinen und großen Momente im Leben los. Nach dem Opener „Schön euch zu sehn“ aus den Anfangsjahren als Liedermacher war er bei der Begrüßung sichtlich beeindruckt über die Resonanz. Die Bude war total voll. Es hatten sich wohl annähernd 100 Konzertbesucher eingefunden.
„Nach 6 Jahren Pause wieder auf der Bühne stehen ist schon was Besonderes. Ihr werdet fragen, was ich die ganze Zeit gemacht habe. Darüber will ich heute Abend singen. Es gibt ein paar alte Lieder und auch neue, ein paar geborgte sind auch dabei“.
Die Emotionalität dieser Begrüßung zog sich durch den gesamten Abend. Es war ein Konzert voller Gänsehautmomente und mancher im Publikum musste das eine oder andere Mal eine Träne verdrücken. In den vergangenen 6 Jahren ist STEFAN zweimal Papa geworden. Dazu gab es mit dem Titelsong der aktuellen CD „Sandkuchencafe“ eine Liebeserklärung an seine 6jährige Tochter. Die lauschte in der Reihe vor uns neben der Oma ebenfalls seinen Liedern. Auch fehlen lustige Lieder meistens in seinem Programm. Das hat damit zu tun, dass er schon zeitig eine wichtige Bezugsperson in der Familie verloren hatte. Solche einschneidenden Situationen versucht er mit Liedern auf seine Weise zu verarbeiten.
In Gedenken für Anneli-Marie aus dem Landkreis Meissen schrieb er den Song „Du gehörst in diese Welt“. Sie war 2015 einem schändlichen Verbrechen zum Opfer gefallen.
Als letztes Lied vor der Pause hatte STEFAN mit dem „Schönsten Traum“ eine Liebeserklärung an seine Frau. Diesen Titel nutzte er gleichzeitig wie bei früheren Konzerten zur Bandvorstellung „An der Gitarre und am Gesang STEFAN LUX“. Die Ovationen waren groß. In der Pause konnte man sich mit frischen Getränken versorgen, im Außenbereich gab es passend zur Adventszeit auch Bratwurst und Glühwein.
Weiter ging es mit einem der „geborgten“ Lieder. Die stammten an diesem Abend alle aus der gleichen Feder, nämlich von GUNDI. Seine Art hat STEFAN beim Schreiben seiner Songs besonders beeinflusst. Die Inspiration geschah an seinem 25. Geburtstag, wo er die Doppel-CD von GUNDIs letztem Konzert in Krams geschenkt bekam. Der 2. Teil begann mit „Linda“. Außerdem waren noch „Alle oder keiner“ und „Ich mache meinen Frieden“ im Programm. Und als eine Zugabe das selten zu hörende Lied „Der Narr“, das war mein persönlicher Höhepunkt des Abends.
Kurz vor Schluss gab es plötzlich Probleme mit dem Ton. Sein alter Mitstreiter ROBERT KLOSE, der an diesem Abend für die Technik zuständig war, konnte kurzfristig auch nichts machen. Also ging es „ohne Ton“ weiter, ohne elektrische Hilfsmittel mit ein paar Schritten näher zum Publikum wurden die letzten 4 oder 5 Lieder abgearbeitet, ganz professionell.

STEFAN hat zu vielen seiner Liedern eine ganz persönliche Geschichte, ob bspw. als glücklicher Hundebesitzer, als besorgter Bruder oder die schon beschriebenen Momente. Er hat uns tief in seine Gefühle blicken lassen. Mit seiner Freundlichkeit und seiner warmherzigen Ausstrahlung hat er das Konzert zu einem tollen Erlebnis werden lassen. Dafür ganz herzlichen Dank.
Wollen wir hoffen, dass seine Stimme nicht aus der regionalen Liedermacherszene verschwindet. Das wäre sehr schade. Aber es ist natürlich nicht so einfach, das Hobby Musik neben Beruf und Familie auch noch zu stemmen. Und dann noch die Liedermacherschiene, die immer noch als Nischenmusik jenseits des Mainstreams gilt. Wir würden uns jedenfalls sehr freuen, wenn es ein Wiedersehen bei einem Konzert gibt.
Übrigens, der Auftritt wurde mitgeschnitten, vielleicht sieht man demnächst im Netz etwas davon.



zuletzt bearbeitet 05.12.2016 19:55 | nach oben springen

#2

RE: STEFAN LUX solo in Glaubitz "Zur Rampe" am 03.12.16

in Konzertberichte 2016 10.12.2016 17:42
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Es ist schon ein paar Monde her, dass ich Stefan und seine Band erlebt habe.
Wenn ich mich richtig erinnere, war das im Jahr 2010 bei einem sehr schön besetzten Festival für Demokratie, welches unsere
Freunde vom Verein QUERFORMAT e.V. Dresden organsisierten.
Schön, dass es Stefan jetzt noch mal wissen will.

Danke für deinen Bericht und die Fotos, lieber Holger.

Gruß Kundi


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