#1

Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 20.11.2016 10:27
von PMausM | 1.524 Beiträge | 3211 Punkte

Der Jubilar, dessen Geburtstag dieses Wochenende in Freiberg gefeiert wurde, trat leider im Alter von 47 Jahren von der Bühne der Geschichte ab. Es war ein langer und trauriger Abschied. Trotzdem wurde gestern im Tivoli Geburtstag gefeiert, mit Torte und Sekt, wie sich das gehört. Und die versammelte Gemeinde schwelgte im Kreißsaal der Puhdys im Tivoli Freiberg in Erinnerungen. Weißt du noch, so begannen viele Gespräche mit netten Fans.
Es war eigentlich fast wie immer in den Jahren seit 1993, ich kann das einschätzen, bis auf zwei Mal habe ich an allen Veranstaltungen in Freiberg teilgenommen. Einmal hatte ich keine Karten und einmal warf mich die Krankheit aus der Bahn, für deren Bekämpfung ich gestern Abend Seite an Seite mit Familie Neumann am Fanartikelstand tätig war.
Um es puhdysgerecht auszudrücken: Es war schön!
Ich versuche mich kurz zu fassen und berichte hier nur das Wichtigste. Vielleicht kann der Eine oder die Andere hier noch was ergänzen.
Manches wird auch kritisch sein, aber bei der ersten Veranstaltung dieser Art gibt es Anlaufschwierigkeiten, mit denen zu rechnen war.
Die Kollegen des Tivoli wissen, wie man Puhdys veranstaltet und taten das in den letzten Jahren mit Perfektion. Aber wie Fantreffen geht, da mussten sie erst ihre Erfahrungen sammeln.
Die Organisation war verbesserungswürdig. Ich will doch wissen, wer eigentlich spielt. Wer kaufte schon die Katze im Sack.

Der Freitag war dem Programm Quaster und Friends vorbehalten. Ich kann euch sagen, grandioses Ding. Diese Truppe hat das gespielt, was ich mir in den Jahren vorher auch schon gewünscht hätte. Quaster hat die alten Puhdystitel neu arrangiert und mit einer frischen und spielfreudigen Mannschaft ging es ans klassische Erbe der Puhdys. Dabei spielten die Titel die Hauptrolle, die Quaster schon immer gesungen hat.
An der Seite von Dieter Hertrampf stand sein alter Freund Bimbo (glaube, so darf man ihn nicht mehr nennen, ich kann mich aber schwer umgewöhnen).
Der liebe Peter Rasym sorgte bei mir und nicht nur bei mir für die erste Verunsicherung. Er stand auf der Bühne auf der falschen Seite. Das geht doch gar nicht, er seine Fans stehen doch immer rechts vor ihm. So viel Zeit muss für Traditionspflege schon sein. *g*

Am Schlagzeug trommelte sich das Ausnahmetalent Heinz von Rockhaus die Seele aus dem Leib. Heinz kann aber nicht nur Rockhaus, er ist mit diversen Bands unterwegs und bestimmt immer im Stress. Das merkt man ihm aber nicht an. Er ist einer der coolsten Schlagzeuger, die ich kenne.
An den Tasten Quasters Ziehsohn Carsten Beethoven Mohren. Er bereicherte den Sound durch zauberhafte Solos und er ist der Fels in der Brandung.
Aber neben dieser bekannten Mannschaft gab es einen „Neuling“. Er war bei den Fans das Gesprächsthema des Abends. Hast du das gesehen? Wer war denn das? Eh, so was von genial. Diese Sätze hörte ich viele Male. Uwe Fischer war einer, der tatsächlich noch Puhdysfans verblüffen kann. Dieser Satz sollte jetzt eine Auszeichnung sein, ich bin ein alter Trampel und kann es nicht anders sagen. *duck und weg*

Neben vielen anderen Dingen war für mich Qasters Titelauswahl das Highlight überhaupt. Endlich mal wieder zu hören „Frei wie die Geier“ „Mein Elexier“ und „Heimkehren“und „Erinnerung“ so wie viele andere Schätzchen. Zu behaupten, das war eine Puhdyscoverband, fällt unter bösartig. Aber jeder outet sich so gut er kann. Es war alles neu und frisch geliftet. Soll sich Quaster entschuldigen, dass er seine alten Titel spielt oder dass er die Erstarrung der letzten Jahre durchbrochen hat? "Sodom und Gomorrha,besoffener Fremdenhass" für mich die Zeile des Jahres und Danke Quaster, dass es wenigstens einen Puhdys gibt, der mal was dazu singt.


Es gab natürlich auch die Quaster auf den Leib geschrieben Titel wie „Stolz“ und „Regen“.
Auf die üblichen Puhdysklassiker wie „Alt wie ein Baum“, auf die hätte ich verzichten können. Ich weiß aber, das wollen viele Fans hören und so muss sich eine ältere Dame den Zeitgeist beugen.
Es gab einen Titel, da standen mir die Tränen in den Augen. Warum brauche ich hier nicht ausführen. Es war „Alles Glück ist nur ein Schatten“ oder wie es richtig heißt „Erinnerung“. Ich hatte das Gefühl, es war ein Vermächtnis. Die Tasteneinlagen von Beethoven waren toll.


Das Motto des Abends hieß „Friends und Familie“. Für Familie stand auch die Tochter von Dieter, Kimberly Soraya Hertrampf. Dass sie auch singen kann, weiß man spätestens seit der letzten Weihnachtstour.
Neben „All diese Jahre“ und „Stolz“ hatte sie zwei englischsprachige Sachen im Gepäck. Ich zeige hier mal „Fire“, war toll in Szene gesetzt und von Bimbo und Uwe Fischer unterstützt. Wer weiß, was aus ihr noch wird. Wenn man das Puhdysgen geerbt hat, hat man auch eine Verpflichtung geerbt.



Zu der Veranstaltung waren leider höchstens 400 Leute da. Ins Tivoli gehen ja mehr rein. Die Empore war geschlossen. Die, die nicht dabei waren, haben was verpasst. Ich bewundere den Mut von Herrn Säurich, in Fankreisen auch „Herr Puddis“ genannt. Er glaubt an die Innovation von Quaster und er buchte ihn medienwirksam von der Bühne aus für nächstes Jahr um den 19. 11. rum.
Wenn das so kommt, bin ich wieder dabei.
Das Publikum hat vom ersten Titel an getobt. Grandios.

Fortsetzung folgt


zuletzt bearbeitet 20.11.2016 14:48 | nach oben springen

#2

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 20.11.2016 14:52
von Ingo | 448 Beiträge | 963 Punkte

Vielen Dank für deine ersten Eindrücke Petra und schön dass wir uns wenigstens am Freitag nochmal sehen und sprechen konnten. Aber für´s nächste Jahr werd ich dann wohl auch schonmal ein Bett in Freiberg suchen.
Hier nun meine Gedanken zum Konzertabend im Tivoli.

Wer hätte am 19.11.1969 gedacht, dass im „Ballhaus Tivoli“ in Freiberg, eine einzigartige Musikergeschichte beginnen wird. DIE PUHDYS. In der DDR haben sie alles geschafft, was man erreichen kann und in ihrem 2.Leben haben sie noch eine Schippe zugelegt und letztendlich ihre Karriere mit dem wohl wichtigsten gesamtdeutschen Preis, dem Echo für ihr Lebenswerk, gekrönt. Verdientermaßen.

Aber, wer hätte gedacht, dass fast 50 Jahre später an gleicher Stelle, einer dieser Musiker von damals noch immer so musikalisch jung und frisch losrockt. Niemand der etwa 500 Zuschauer im Saal hätte darauf gewettet. Diesmal ging es richtig entspannt zu. Kein Gedränge, außer direkt vor der Bühne. Dahinter war Zeit und Gelegenheit für viele Gespräche mit Fans und Gästen. Hätte allerdings vorher jemand geahnt, was da heute passieren wird, wäre es wohl so voll wie in jedem Jahr im November geworden. Wer nicht dabei war, hat wirklich etwas Historisches verpasst.

Quaster, der damals noch DIETER HERTRAMPF hieß, rockte zusammen mit PETER RASYM, der früher mal Bimbo genannt wurde. Als Verstärkung an der Gitarre möchte ich sagen, ein „Gitarrengott“. UWE FISCHER, ehemals „Six“. Niemals habe ich einen der Puhdys so grandios Gitarre spielen gehört oder gesehen. Am Schlagzeug eine Legende aus einer legendären Band, die es jetzt, mehr als 30 Jahre nach der Ankündigung geschafft haben, die Puhdys abzulösen. Michael „Heinz Angel“ HABERSTROH von ROCKHAUS. Hammer, dieser Typ. Familie Hertrampf komplettierte die Band mit CARSTEN „Beathoven“ MOHREN an den Tasteninstrumenten, ebenfalls ein Rockhäuser. Und natürlich durfte das jüngste Familienmitglied, KIMBERLY „Kimmy“ HERTRAMPF mit ihrer mittlerweile sehr ausgebildeten Stimme nicht fehlen. Das klang bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt vor vielen Jahren noch ganz anders.

Keiner wusste, was einen heute erwartet. Es wurde kein billiger Puhdys-Abklatsch, der noch immer nach Puhdys klingt. Quaster konnte jetzt die Songs seiner Karriere endlich mal so darbieten, wie es vorher nie zu realisieren gewesen wäre. Dafür kramte er tief im Archiv und holte „Kalte Tage“ und „So nah“ von seiner ersten Solo-LP „Liebe pur“ wieder hervor. Immer mal wieder auch einige der sehr gefühlvollen, nachdenklichen Titel des letzten Puhdys-Albums „Heilige Nächte“. Diese wurde ja zu Unrecht von einigen Leuten kritisiert, weil dort Quaster den größten Gesangspart hatte. Endlich hörte man auch diese Songs mal live und kann sich von den textlichen und musikalischen Qualitäten überzeugen, die außerhalb des bis dahin üblichen Puhdys-Sounds lagen. „Mach dir um mich keine Sorgen“, „Am Ende aller Wege“, „Öffne mein Herz“… um nur einige zu nennen.

Natürlich durfte auch Quasters neues Lebensmotto nicht fehlen: „Ich bereue nichts“. Dazwischen auch immer mal ein paar lange nicht oder nie gehörte Puhdys-Songs, die Quaster mit seiner Stimme geprägt hat: „Frei wie die Geier“, „Elixier“, „Lass uns den Rest bewahren“, „Regen“, „Ich hab das Gefühl“ und natürlich: „Erinnerung“, der damals sogar den City-Hit „Am Fenster“ hinter sich lassen konnte. Heute wurde dieser Song in einer etwa 6-7 min langen Live-Version gespielt. Diese wurde mit einem einfach nur grandios zu nennenden Gitarren-Solo von Uwe Fischer gekrönt. Das erinnerte mich an die schöne, alte „Ikarus“-Live-Version.

Endlich kam auch Kimmy dazu, zu zeigen, was sie kann. Nach ihrem Duett „All diese Jahre“ mit Papa Dieter, legte sie mit 2 bekannten englischen Songs so richtig los und verblüffte mit ihrer Stimme so manchen Kritiker ihrer bisherigen Karriere. Mit dem Hit „I See Fire“ von Ed Sheeran hatte sie schon mal die Fans auf ihrer Seite, aber mit „Get Out Alive“ von Three Days Grace brachte sie den Saal zum Staunen und musste unter stürmischem Beifall noch eine Zugabe bringen.

Quaster´s Stimme hat ja bekanntlich viele Puhdys-Songs geprägt, die auch der gelegentliche Musikhörer sofort den Puhdys zuordnen kann. Dazu muss man kein Fan der Band sein. Diese durften an diesem Abend natürlich nicht fehlen. „Hiroshima“, „Bis ans Ende der Welt“ und natürlich „Alt wie ein Baum“. Allerdings kommt ein Quaster natürlich nicht von der Bühne ohne ein paar Hits seiner Karriere, die er nicht selbst gesungen hat. Ein Medley aus „Geh zu ihr“, „Lebenszeit“ und „Wenn ein Mensch“ lebt, sowie den immer wieder geforderten „Eisbären“.
Da Quaster sehr „Stolz“ auf seine Fans und seine Zuschauer ist, beendete er diesen genialen Abend mit eben diesem Titel.

Das ganze Konzert wurde aus verschiedenen Blickwinkeln professionell mitgeschnitten und wird eventuell als DVD der Nachwelt erhalten bleiben. Da hat aber jemand schon im Vorfeld sehr optimistisch und klug gedacht. Da kann ich nur sagen DANKE, und BITTE macht was aus diesen Aufnahmen.
Vielen Dank auch den Musikern auf der Bühne, den Aufbau- und Abbauhelfern (Rowdies), dem Management, dem Tivoli, den Fans, dem „Quaster-Fanclub“ für die gute Zusammenarbeit und das Organisieren des Merchandise-Stands, Quaster und Kimmy für die nachfolgende Autogrammstunde und überhaupt allen daran Beteiligten für diesen überaus gelungenen Neubeginn einer großen Musiker-Karriere.


Alles was zu Ende ist, kann auch Anfang sein.
www.pfc-dasbuch.de
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#3

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 20.11.2016 20:27
von ove | 91 Beiträge | 213 Punkte

Tolle Berichte sind euch gelungen. Diesen gibt es wirklich nichts hinzuzufügen.
Auch für mich war das Konzert ein großes Musik-Erlebnis, welches ihr ganz wunderbar in Wort und Video zusammengefasst habt.

So nach und nach kommen von mir noch einige Videobeiträge...

Hiroshima - wie alle Titel neu arrangiert. Ein sehr schönes Intro!

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#4

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 21.11.2016 17:14
von PMausM | 1.524 Beiträge | 3211 Punkte

Hallo Ove, Sonnabend habe ich dich gar nicht gesehen. Fand ich toll, dass du mich angesprochen hast, hätte dich sonst nicht erkannt. Auf deine Filmchen bin ich gespannt, war ja super Fotowetter.


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#5

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 21.11.2016 17:16
von PMausM | 1.524 Beiträge | 3211 Punkte

Auch der zweite Tag, das Puhdys Fantreffen im Tivoli, war ein voller Erfolg.
Man hat damit den Geschmack der Fans getroffen. Was will eigentlich der gemeine Puhdysfan? Er will lange nicht gesehene Freunde treffen, Nachrichten austauschen, die Musik seiner Helden hören und als Bonus, diese auch mal wieder leibhaftig sehen. Die Illusion, dass es die fantastischen Fünf noch mal gemeinsam auf die Bühne schaffen, hatte wohl niemand. Quaster und Peter Meyer waren der Einladung der Organisatoren gefolgt und Bimbo war Freitag da, hatte aber am Sonnabend eine Mugge mit Lift.


Natürlich möchten die Puhdysjünger auch gut unterhalten werden. Dieser Wunschzettel wurde vom Tivoli abgearbeitet. Wenn die Werbung und die Infos zu dieser Veranstaltung besser und rechtzeitiger gestreut worden wären, glaube die Hütte wäre voll gewesen. Aber diese Chance gibt es ja nun für nächstes Jahr. Hoffe auch sehr, nächstes Mal ist Hans die Geige dabei. Ich meine natürlich auf der Bühne und nicht wie dieses Jahr nur im Saal. Die Fans, die schon ewig die Konzerte dort besuchen, würden sich auf ein Wiedersehen total freuen. Manche Sachen müssen sich eben rumsprechen und ich glaube, viele Fans haben schon wieder ein Quartier gebucht.
Der Fan Abend wurde bestens moderiert von Kay Suttner. Ganz souverän plauderte er mit diversen Gesprächspartnern. Von ihm gut in Szene gesetzt wurden Peter Meyer und Dieter Hertrampf. Aber auch der langjährige Roadie der Puhdys, den man Indianer nannte und der aus Oederan stammt, wurde den Fans vorgestellt.

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt Kay Suttner für die tatkräftige Unterstützung der Aktion der Familie Neumann für die Deutsche Krebshilfe. Ohne Kay wäre das nicht so toll gelaufen.
Der Fanstand war stets dicht umlagert und gern wurde die Geldbörse gezückt.
Mit zwei Autos voll „Fanklimbim“ starteten die Braunsdorfer nach Sachsen. Glaube auf dem Rückweg war der Transport leichter. War selbst mit am Verkauf beteiligt und was mich so bewegt hat, waren die Menschen, die den Verkaufspreis so großzügig aufgerundet haben. Es passierte einige Male, dass anstatt 10 Euro 50 Euro gegeben wurden. Auf meine Frage, warum tun sie das, kam immer die Antwort, dass sie selbst mit dieser blöden Krankheit Bekanntschaft geschlossen hatten und wissen, wie wichtig der Kampf gegen den Krebs ist. Wir haben uns dann immer gedrückt und gegenseitig alles Gute gewünscht.
Wesentlichen Anteil an der Gesamtsumme hatten die großzügigen Spenden der Bandmitglieder der Puhdys. Auf diese Sachen war man natürlich scharf. Die Gebote bei der Auktion schlugen Purzelbäume. Die Gitarre von Quaster ging für 1500 Euro weg (sie ist in gute Hände gekommen), das Trommelfell von Klaus brachte 710 Euro und wie ich feststellen konnte, ging es an einen ganz sympathischen Zeitgenossen. Die Marshallbox von Maschine mit Autogramm wechselte für 510 Euro den Besitzer. Auch die Backstagepässe von Bimbo gingen weg wie warme Semmeln.
Ich darf hier die Gesamtzahl verkünden. Die Aktion brachte 5215 Euro ein. Etwa 16 000 Euro wurden bis zu diesem Basar von vorherigen Aktionen schon bei der Deutschen Krebshilfe eingezahlt. Ziel der Braunsdorfer war es, die 20 000 zu knacken. Dies ist locker geschafft wurden. Es war eine tolle Gemeinschaftsaktion von verschiedenen Bands, von Fans und von Musikern. So mancher hatte sich von Sammelobjekten getrennt und etliche Bands des Ostens zeigten sich sehr großzügig. Natürlich ein ganz herzliches Dankeschön an die Käufer, ohne euch euch wäre das ein Flopp geworden.

Nun zum kulturellen Teil des Abends.
Es waren zur musikalischen Unterhaltung zwei Puhdys Coverbands angeheuert worden. Das Besondere daran, beide Bands kommen aus dem Erzgebirge. „Ruck mer weng zam“ war die Devise.
Den Reigen der bunten Puhdysmelodien eröffnete die Muldaer Band Blue Wings.
Die Musiker sind eine Schülerband. Heiko Grimmer (14), Freddy Bilz (16) und der geniale Stefan Maling (15) spielen seit 3 Jahren zusammen.
Angenehm aufgefallen waren sie zu den legendären Aftershow Partys im Hotel Kreller. Dort griffen die Jungs zur Gitarre und spielten locker und flockig Puhdysklassiker. Wie mir ihr Manager Frank Göhler sagte, eine Puhdyscoverband wollen sie nicht werden, sie sind für viele Musikrichtungen offen und haben sicher noch eine spannende Zukunft vor sich.

Was mir bei den Jungs besonders gefiel, sie sind ganz offen und freundlich und tun nicht wie kleine Stars. Einigen Erfolg können sie schon verbuchen, gewannen sie doch vorige Woche den Wettbewerb der Notendealer aus Freiberg (diese waren auch schon Vorband bei den Puhdys) und können so im Januar schon wieder im Tivoli auftreten.
Es zauberte den Fans echt ein Lächeln aufs Gesicht, wie die Jungs so ernsthaft die Musik ihrer Helden spielten. Dabei haben sie sich was gewagt. Es wurden nicht etwa die üblichen alten Bäume abgesägt, die Jungs trauten sich an viele schwere und wenig gespielte Puhdystitel. Man konnte sehen, sie haben sich mit der Sache echt beschäftigt. Der Schlagzeuger musste von hinten aus singen, was etwas schwierig war. Selbst an den Klassiker „Türen öffnen sich zur Stadt“ wagten sie sich.
Bemühe mich dann, noch einige bewegte Bilder zusammen zu schneiden.
15- jährige, die musikalisch verkünden, wir spielen bis zur Rockerrente, das war schon der Hit. Als Quaster dann zur Gitarre griff und in gewohnter Art über die Bühne hirschelte, gab es für das Publikum kein Halten mehr. Die Blue Wings bekamen ganz viel Anerkennung und mit der Auswahl dieser Gruppe wurde ins Schwarze getroffen.

Die zweite Coverband hieß „Neue Helden“ und sie sind eigentlich die bekannte Onkelz Coverband Engel in Zivil und dieses Projekt mit den Puhdystiteln ist ihr Zweitjob. Dem Sänger hat der liebe Gott eine Maschine Stimme geschenkt. Sie spielten total rockig uns sehr nahe am Original. Von den Leuten wurden sie gefeiert.

Sehr viel Freude kam auf, als Herr Säurich verkündete, auch nächstes Jahr gibt es wieder ein Fantreffen. Die Herbergen der Stadt wird es freuen. Bin auch gerne wieder mit dabei. Eine Herberge brauche ich nicht, ist ja für mich fast ein Heimspiel.





Mit den Billdern und Filmen vom Sonnabend kämpfe ich noch.


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#6

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 21.11.2016 18:17
von ove | 91 Beiträge | 213 Punkte

Ja, liebe Familie Neumann, ich freue mich natürlich auch über diese stattliche Summe für die "Deutsche Krebshilfe". Ebenfalls über einige Stücke aus dem "Fanklimbim", wie es Petra so lustig ausdrückte, die jetzt mir gehören: 5 Backstagepässe, ein lang gesuchtes und bei euch gefundenes Buch, ein fast wie frisch aus der Druckerei kommender Kalender und natürlich so ein lustiges T-Shirt. Diesbezüglich nehme ich mit dir, lieber Ulli @Fällsäge, nochmal Kontakt auf.

Lasst mich noch einmal zu Freitag switchen...

Es war ein Konzert voller Überraschungen, Leidenschaft und Musikgenuss. Quasters eigene Titel von "Liebe pur", die vielen von ihm zu PUHDYS-Zeiten interpretierten Songs und auch die Ausflüge zu Titeln, die man nur mit Maschines Stimme kennt, kamen bei den Fans alle sehr gut an. Viele von diesen boten kleine Besonderheiten, wie das Saxophon-ersetzende Keyboardsolo von Beathoven und sein anschließendes Battle mit Uwe und seiner Gitarre: "Bis ans Ende der Welt"

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#7

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 21.11.2016 19:17
von PMausM | 1.524 Beiträge | 3211 Punkte

Bilder vom Tag 2

Angefügte Bilder:

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#8

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 21.11.2016 20:14
von PMausM | 1.524 Beiträge | 3211 Punkte

Dass es mir die Kids aus Mulda angetan haben, habe ich euch ja schon erzählt.


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#9

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 22.11.2016 05:07
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Zuerst mal mein Glückwunsch an Kerstin und Ulli zu dem großartigen Erfolg der Spendenaktion für die Deutsche Krebshilfe.
Ich danke euch und euren Helfern für euren Einsatz.Ihr habt meinen aufrichtigen Respekt.
Fans können zuweilen auch Nützliches bewegen und ihr seid dafür ein großartiges Beispiel.

Petra, Ingo und Ove, habt vielen Dank für eure umfassende Berichterstattung..

Gruß Kundi


zuletzt bearbeitet 22.11.2016 05:08 | nach oben springen

#10

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 22.11.2016 18:33
von ove | 91 Beiträge | 213 Punkte

"Ich bereue nichts"

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#11

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 23.11.2016 00:27
von Fällsäge | 693 Beiträge | 1490 Punkte

Nun wird es Zeit, sonst ist die ganze Sache schon verjährt und keiner weiß mehr worüber ich hier schreibe.
Im Vorfeld versuchte man mir ja schon Angst zu machen, kaum Karten verkauft, Quaster singt bloß Schnulzen, das wird ein Reinfall, usw.
Dann gab es noch die anderen, wir freuen uns, das wird ne geile Mugge, Schön dass wir uns wieder sehen.
Ich versuchte die erste Gruppe zu beruhigen , Optimismus zu verbreiten und schloss mich der zweiten Gruppe an.
Nach den 2. Tagen muss ich sagen, die erste Gruppe hat sich fast aufgelöst und findet sich in der zweiten Gruppe wieder. Vielleicht nicht alle, aber jedenfalls die Meisten.
Das hatte auch seinen guten Grund. Quaster und seine Band hat es verstanden, die Fans 2 Stunden lang auf eine Reise mitzunehmen, auf der Stimmung , Sound und Herzblut serviert wurden, das nicht etwa als sterileres Fertigprodukt mit geschmacklosen schwer verdaulichen Elementen.
Nein alles war frisch vom Feld ,neu bearbeitet, neues Saatgut wurde verwendet, saftig und knackig, zum richtigen Zeitpunkt geerntet.
Mir hat die Show gefallen , ich war ja schon immer einer, der sich mehr Quasters Songs zu Puhdys Zeiten gewünscht hätte.
Nun hat Quaster sich seinen Traum erfüllt, eine eigene Mugge und er spielt die Songs die er mag, egal ob aus Puhdyszeiten oder von seinen Solo Aktivitäten.
Na gut paar Kompromisse ist er auch eingegangen, aber die Klassiker nicht zu spielen , hätte man ihn wohl übel genommen.
Was mich am Meistern beeindruckt hat, war die Stimmung ,die Gesänge, gerade bei dem Song Erinnerung. Dem Gitarristen Uwe Fischer gelang es, die Fans spontan zum Mit klatschen zu bewegen.Bei mir klappte das nicht ganz so, ich kam da zum Anfang aus dem Rhythmus.
Ich hoffe nur , das es von Quaster Family und Friends Wiederholungen geben wird.
Danke noch für das Einstellen der Videoclips, diese habe ich mir schon oft angesehen.
Der Sonnabend war ja für Kerstin und mich, sowie unseren Freunden aus Braunsdorf Heike und Bernd Arbeitstag.
Nicht so ein normaler, gewöhnlicher, nein ein ganz besonderer. Wir holten unseren Basar nach Freiberg, um für die Deutsche Krebshilfe wieder richtig Umsatz machen zu können.
Im Vorfeld haben wir schon Kontakt zu den Musikern aufgenommen, nee andersrum sie zu uns, ob sie nicht vielleicht was beisteuern könnten.
Und ob, waren doch gerade diese Sachen die Highlights der Spendenaktion.
Petra Meißner war so lieb, im Vorfeld einen Flyer zu entwerfen, um zeitnah die Sachen anzupreisen.
Am Freitag sind wir mit 2 Autos angereist, bis unter das Dach unseren „Fanklimbim“ verstaut.
Sonnabend gegen 14 Uhr begannen wir schon mit dem Aufbau.Dem Team vom Tivoli sei herzlichsten Dank, sie haben uns jeden Wunsch erfüllt, da gab es nichts auszusetzen.
Einen Geck hatten wir auch noch vor, die alten Puhdysaufbügler aus dem Jahre 1976 live auf die T-Shirts zu bügeln. Aber für Bügelbrett usw. hatten wir einfach keinen Platz mehr. So hat wieder Petra dran glauben müssen, sie stand pünktlich als Fachkraft für Faltenglättung mit vollständiger Ausrüstung vor der Tür. Ich habe Hochachtung vor dieser Frau, auf sie kann man sich einfach immer verlassen, eben sächsisch-preußische Blutsbrüderschaft.
Kai Suttner hat den Abend durch das Programm geführt, mit ihm alles abzusprechen war in ein paar Minuten erledigt. Er ist da vollkommen unkompliziert und sachlich. Ohne seine Hilfe hätten wir auch nie einen so hohen Erlös für die Deutsche Krebshilfe erzielen können. Er hatte auch schon 2013 die Idee, die Spendenaktion im Tivoli größer aufzuziehen , um so mehr Fans zum Mitmachen zu erreichen.
Als sich die Türen öffneten und jeder der Fans seinen Platz gefunden hatte ging die Invasion los.
Eine gute Invasion, ein Stöbern und Wühlen ging los, wie Petra schon berichtet hat, wurde wenig gehandelt, oftmals wurde nach oben aufgerundet.
Ein Glück, dass Heike und Bernd dabei waren, ohne sie hätten wir den Ansturm gar nicht bewältigen können. Ich glaube auch den beiden hat es Spaß gemacht.
Petra hatte in kürzester Zeit alles verbügelt, beim nächsten mal müssen wir unbedingt mehr T-Shirts mitnehmen.
Ja und dann gab es ja noch die Versteigerung auf der Bühne, von Klaus sein Trommelfell, Maschines Box und Quasters Gitarre.
Kai Suttner meisterte die Versteigerung souverän, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und war humorvoll zu gleich.
Ich hab ja die Sache von der Bühne verfolgen können. Ich hab die Emotionen der Bietenden beobachten können, ihre Hoffnungen, sah das sie schon lange über ihr persönliches Limit waren, sah persönliches Glück, aber natürlich auch Enttäuschung.
Romy Löbel hatte sich noch während der Versteigerung angeboten, den Transport für Maschines Box zu übernehmen. Da hoffte ich wirklich, dass sie nicht nach Stuttgart fahren muss. Zum Glück war es Dresden. Vielen Dank Romy für deinen Hilfe.
Dank sagen muss ich vielen, die Musiker der ehemaligen Puhdys, dem Team vom Tivoli, Kai Suttner, meine Frau Kerstin, Heike und Bernd aus Braunsdorf und natürlich Petra aus dem Striegistal
Ganz besonderen Dank natürlich den Käufern und Spendern.
Ohne Euch wäre nie die fantastische Summe von 5215 Euro zusammengekommen.
Seit 2010 sammeln und spenden wir ja für die Deutsche Krebshilfe. Vor der Veranstaltung hatten wir ja einen Traum, , die 20000 Euro zu knacken, dazu fehlten rund 3500 Euro.
Wir sind unwahrscheinlich glücklich , verkünden zu dürfen, dicke geschafft, jetzt sind es 21789 Euro geworden.
Wir verneigen uns tief vor denjenigen, die uns und somit der Deutschen Krebshilfe unterstützt haben.

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 23.11.2016 00:33 | nach oben springen

#12

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 23.11.2016 18:08
von ove | 91 Beiträge | 213 Punkte

"Ich hab das Gefühl" ist heute dran. Heinz "Angel" Haberstroh im Hintergrund zu beobachten, ist eine Wonne! Anfangs fiel mir sein Name nicht ein, sagte zu meinem Kumpel: "Na... der verrückte Trommler von Rockhaus..." wobei "verrückt" mehr als nett gemeint war. Heinz gab auch vielen Titeln die 2. Stimme. Klasse!

zuletzt bearbeitet 23.11.2016 18:14 | nach oben springen

#13

RE: Quaster und Freunde + Puhdys Fantreffen in Freiberg

in Konzertberichte 2016 24.11.2016 17:42
von ove | 91 Beiträge | 213 Punkte

"Deine Worte sind stumm" - Ein wunderbarer Titel aus dem Album "Frei wie die Geier", dessen Erscheinung ich total verschnarcht hatte. Erst drei Monate später erfuhr ich davon. Und ich war begeistert. Auf meiner eigenen Beliebtheitsskala aller PUHDYS-Alben befindet es sich sehr weit oben.


Dieser Clip soll der letzte meiner Veröffentlichungen sein. Eine DVD-Produktion ist ja geplant. Es gab noch viele Highlights in diesem Konzert, einige davon sind auch noch in meinem privaten Archiv.
Als die letzten Töne von "Stolz" und der lange Beifall verklangen, wurde mir so richtig klar, dass Quaster über die vielen Jahre hinweg eine Reihe von Titeln interpretierte, die im Verborgenen schlummerten und nun endlich wieder in ihrer vollen Pracht zur Geltung kommen. Auch im Namen meines Kumpels Karsten möchte ich dafür allen Beteiligten ein großes Dankeschön aussprechen. Quaster, den man an diesem Wochenende öfters hautnah mit seiner bescheidenen, lustig-lockeren Art erleben konnte. An seine Band, die dem Konzert eine besonders rockige Note verlieh, an die Crew, die sich um Licht und Ton kümmerte - alles vom Feinsten und natürlich an das Tivoli-Team.
Im nächsten Jahr sind wir auf alle Fälle wieder dabei.

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