#1

THE RUSSIAN DOCTORS am 03.09.16 in Doberlug-Kirchhain

in Konzertberichte 2016 07.09.2016 18:45
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Bericht Teil 1:

Meine koreanischen Mustangs unter der Motorhaube trabten am Sonnabend dienstbeflissen, locker und fröhlich über Land. Wir passierten ganz entspannt irgendwo bei Ruhland die Landesgrenze Sachsen - Brandenburg. Bis dahin lief es wirklich wie geschmiert. Doch das sollte sich bald ändern, denn der weitere Reiseverlauf wurde vom chinesischen Verkehrsminister UM-LEI-TUNG erheblich durcheinandergewirbelt. Auf einigen Straßen des Elbe-Elster-Kreis in der Nähe der Sängerstadt Finsterwalde und weit in Richtung Doberlug-Kirchhain wurde kräftig und an mehreren Stellen an den Straßen gebaut. Baustellenampeln, Straßensperrungen und Umleitungen waren die Folge. Es war zum Piepen. Doch Wagenlenker Kundi hielt mit technischer Navigator-Unterstützung tapfer Kurs in Richtung des Reisezieles Doberlug-Kirchhain.

Im Stadtinneren kam mein Gefährt direkt vor dem Durchgang zum Hof Nr. 14 zu stehen und das war auch noch ein ordnungsgemäßer Parkplatz. Ein Aufsteller mit Veranstaltungsplakat
verdeutlichte mir, dass ich genau am richtigen Ort war.

Mitten in der Stadt hat hier die Familie Nitzschke auf einem sanierten und denkmalgeschützten Hinterhof eine Oase der Ruhe und der Kultur für die Doberlug-Kirchhainer und ihre Gäste geschaffen. Dazu gehören u.a. ein kleiner Weinkeller (ca. 16 Gäste), ein Speicher mit Platz für ca. 50 Personen und der Hof im Grünen selbst, welcher für ca. 200 Besucher ausgelegt ist.
Wieder einmal habe ich mit von den Veröffentlichungen im Internet betreffs der Anfangszeit der Mugge ins Bockshorn jagen lassen und war demzufolge auch viel zu früh vor Ort. da hätte ich ja noch eine Stunde länger daheimbleiben können. Doch die Zeit bis zum Konzertbeginn sollte doch dann recht schnell vergehen. 5 Einheimische gesellten sich an meinen Tisch und sie verkürzten mir angenehm die Wartezeit. Für Speisen vom Grill und Getränke war an diesem Abend ebenfalls bestens gesorgt.

Das Konzert auf dem schön begrünten Hof hatte nur einen klitzekleinen Nachteil und der hieß wieder mal Bühnenlicht. Nur sehr spartanisch war die unter einem großen Sonnenschirm gelegene leicht erhöhte Auftrittsfläche erhellt. Die Musiker waren dann manchmal auch eher zu erahnen als zu sehen. Ich runzelte zwar etwas die Stirn, aber ich fügte mich ohne zu klagen und ohne zu blitzen meinem Schicksal als Amateurknipser.
Das Konzert selbst entschädigte mich dann jedoch mehr als reichlich, denn irgendwie passte dieses Halbdunkel doch ganz gut zum Programm. Die brennenden Kerzen, die bunten Lichter auf dem Hofgelände schufen eine Grundstimmung, die an Partys, Dorf- und Familienfeste angelehnt war und diese Atmosphäre erinnerte mich auch ganz schön an die wilden Besäufnisse bei den Gartenfeten in meiner Jugendzeit. Als verantwortungsbewusster Herr über die Korea-Mustangs blieb ich an diesem Abend aber brav bei "bleifreien" Getränken.

Schon das Intro mit seiner kleinen Laudatio auf den Dichter PRATAJEV sowie seine legitimen und würdigen Nachlassverwalter THE RUSSIAN DOCTORS entlockte mir ein freudiges, erwartungsfrohes Grinsen. Ich habe ein paar Jahre auf diesen Augenblick gewartet. Die Termine der RUSSIAN DOCTORS mit den meinen in Einklang zu bringen, war halt bisher nicht gelungen. Aber gut Ding will Weile haben. Was mich erwartete war mir in Ansätzen schon klar, denn ich besitze schon seit längerer Zeit einige Tonträger des Duos.

Diese haben eine therapeutische Wirkung, denn selbst bei miesester Laune gehen meine Mundwinkel beim Hören dieser Scheiben automatisch nach oben. An diesem Sonnabend sind wieder 2 Kompaktscheiben mehr in meinen Besitz übergewandert. Mit diesen CDs kann ich meine persönlichen Stimmungsaufhellungstherapiestunden noch abwechslungsreicher gestalten. Sehr gut eignen sich dazu übrigens meine Spaziergänge mit Fino in der freien Natur. Auf einsamen Feld-, Wald- und Wiesenwegen fällt es niemanden auf, wenn ich laut auflache und/ oder beseelt mitsinge. Leider war am Verkaufsstand jedoch das brandneue Werk „Manchmal wenn der Durst kommt“ noch nicht zu erwerben, weil es nicht rechtzeitig aus der Pressung eingetroffen war.

RUSSIAN DOCTORS? PRATAJEV? Was soll der ganze Schmarren eigentlich? Ich will mal versuchen etwas Licht in dieses Dunkel zu bringen. Das hat schon alles sehr viel mit Humor zu tun und zwar mit dem Humor tiefschwarzer Art und von wohldosierter Derbheit mit einem leichten Hang zum Makabren hin. Es ist die Art Vergnügtheit, die in geselliger Runde verbunden mit dem Genuss hochgeistiger Getränke schnell zu einem Rausch der Lebensfreude und je nach Getränkeabfüllstand auch noch zu einem anderen Rausch führen kann. Kurz gesagt, die RUSSIAN DOCTORS-Konzerte sind musikalische Doktorspiele nicht nur für Trinkfeste und Feierwillige, sondern für alle Leute, die mal den Alltag hinter sich lassen wollen, um abzuschalten.

Fangen wir mal mit den RUSSIAN DOCTORS an. Sie nennen sich in dieser Formation leicht überzogen und für manche Mitmenschen vielleicht sogar etwas dreist, jedoch zum Thema passend, Doktoren (Dr. Makarios und Dr. Pichelstein). Hinter den beiden "Doctores" verbergen sich aber nicht Tierärzte, sondern 2 gestandene Musiker und Autoren, die für die Show in die Doktor-Rollen schlüpfen.

Den Sänger Holger "Makarios" Oley aus Leipzig kennen wir insbesondere von der legendären (ost-)deutschen Punk- bzw. Indie Rockband DIE ART oder auch von der Band WISSMUT. DIE ART gibt es seit dem Jahr 1986 (mit Unterbrechung von 2001 - 2007). Während der Unterbrechung kam die Band WISSMUT zum Zuge. Der Mann besticht schon immer durch seine dunkle, raue Gesangsstimme. Seine rabenschwarze Rockröhre und auch die Sprechstimme sind schon sehr markant und besitzen einen sehr hohen Wiedererkennungswert.

Frank "Dr. Pichelstein" Bröker kam dereinst (genauer gesagt anno 2002) aus der Münsterer Provinz in die wachsende und boomende Metropole Leipzig. Bröker ist in der größten Stadt Sachsens schnell heimisch geworden. Aus Münster brachte er seine Erfahrungen als Musiker, Autor und Veranstalter mit nach LE und es dauerte nicht lange bis er Holger Oley begegnete. Im Jahr 2003 gründeten beide offiziell The RUSSIAN DOCTORS.
Dr. Pichelstein führt auf der Webseite der RUSSIAN DOCTORS (www.therussiandoctors.de) übrigens sehr fleißig das Tourtagebuch. Da lohnt sich das gelegentliche Schmökern auch, denn der Mann beweist auch bei dieser Aufgabe Humor.

Bröker und Oley passen wie Bommel und Tatsch zusammen. Sie ergänzen sich als Künstler
sehr gut und menschlich scheinen sie auch auf einer Wellenlänge zu liegen. Die Lieder entstehen arbeitsteilig, Dr. Pichelstein liefert die Kompositionen und Dr. Makarios liefert die
die Texte. Auf der Bühne begleitet Frank Bröker die meiste Zeit auf einer seiner Akustikgitarren den Sänger Holger Oley. gelegentlich wird er aber auch unterstützend beim Gesang tätig. Außerdem spielen sich beide Herren hier und da in den Zwischenbemerkungen oder Ansagen die verbalen Bälle zu.

THE RUSSIAN DOCTORS behaupten von sich ja, dass sie die Texte des großen russischen Dichters SERGEIJ WASCHOWITSCH PRATAJEV für ihre Lieder benutzen und auch. Der Mann hätte von 1902 - 1961 gelebt und soll nicht nur Dichter, sondern auch selbsternannter Tierarzt, Weiberheld, Maler, Karussellführer, Hilfszahnarzt, Sänger und was weiß ich nicht noch alles, aber vor allem auch ein standhafter Trinker gewesen sein. Außerdem soll er vom Größenwahn gepackt und getrieben gewesen sein.

In Wahrheit handelt es sich bei PRATAJEV um eine Phantasiefigur, die von den RUSSIAN DOCTORS erfunden wurde. Dr. Makarios und Dr. Pichelstein scheinen selbst einen Heidenspaß an der ganzen Geschichte zuhaben, denn sie haben seit dem Jahr 2003 bis jetzt nicht nur über 350 Konzerte und mehre CDs auf der Haben-Seite, sondern sie stricken auch fleißig und munter mit viel Phantasie weiter an der PRATAJEV-Legende. Mittlerweile gibt es ganze Bücher, die sich mit dem angeblichen Lebenswerk des erfundenen Dichters beschäftigen und das von Liederbüchern über PRATAJEV-Lesebücher bis hin zum Lexikon.

Es existiert sogar eine PRATAJEV-Gesellschaft, die ordentlich als Verein eingetragen ist und sich mit Leben sowie Werk PRATAJEVs beschäftigt. 1. Ehrenvorsitzender der Gesellschaft ist Holger Makarios Oley und Frank Bröker ist der 1. Vorsitzende. Der Verein hat sogar eine eigene Internetpräsenz (www.pratajev-gesellschaft.de), die mir auch schon Lachtränen ins Gesicht trieb. Tipp: schaut euch mal speziell die Unterseiten "Wer war PRATAJEV", "Fotogalerie" und "Stand der Forschung" an. Sogar Feste und Kongresse werden unter der Flagge der PRATAJEV-Gesellschaft organisiert. In der Buchreihe "Haus aus Stein" mit fortlaufender Nummerierung wird auch nahezu jährlich ein PRATJEV-Almanach für die Leserschaft veröffentlicht.

---Ende Bericht Teil 1---

Gruß Kundi

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 08.09.2016 07:02 | nach oben springen

#2

RE: THE RUSSIAN DOCTORS am 03.09.16 in Doberlug-Kirchhain

in Konzertberichte 2016 07.09.2016 18:51
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Bericht Teil 2:

Wenn man erstmal das ganze Ausmaß des großen PRATAJEV-Bluffs richtig erfasst hat, erhöht es den Spaßfaktor meiner Meinung nach noch viel mehr. Die ganze Chose ist wirklich voll aufeinander abgestimmt. THE RUSSIAN DOCTORS treiben dieses Spiel kreativ, liebevoll, und witzig bis ins kleinste Detail. Das hat die Welt so noch nicht gesehen. Eigentlich müsste man diese Pioniere der PRATAJEV-Wissenschaften sofort zu Ehrendoktoren der Universitäten von Miloproschenskoje, Bolwerkow und / oder Protnik ernennen. Aber es wird wieder daran scheitern, dass es diese Ortschaften nicht gibt und die genannten Universitäten folglich auch nicht.

Ich warte ja nur auf den Moment, wenn irgendwelche pseudointellektuelle Hohlkörper PRATAJEV entdecken und für bare Münze nehmen. Ich sehe sie schon vor mir: ein PRATJEV-Buch unterm Arm, welches sie nie gelesen haben und höre sie förmlich schon bedeutungsschwanger heiße Luft produzieren und hohle Phrasen dreschen. Wenn die ersten selbsternannten Kunstexperten irgendwo ernsthaft PRATAJEV in einem Atemzug mit GOETHE, SCHILLER, HEINE oder mit KAFKA, HESSE, THOMAS MANN nennen, haltet diesen Augenblick bitte für mich und die Nachwelt auf Video fest. Der Tag wird kommen.

Die Doctores Makarios und Pichelstein trieben mit ihrem Gig auf diesem Hof Nr. 14 zu Doberlug-Kirchhain den PRATAJEV-Wahn beinahe drehbuchmäßig auf die Spitze. Das Konzert schaukelte sich unter der geschickten Regie von Holger Oley mit den ganzen Liedern und Sprüchen von Höhepunkt zu Höhepunkt. Nach meinem Gefühl lief die Mugge etwas anders als gewöhnliche Konzerte ab. Es gab keine richtige Aufwärm- oder Eisbrecherphase und der übliche Spannungsbogenaufbau zum Konzertende hin war auch nicht so extrem. Die Songs der RUSSIAN DOCTORS haben alle ihren besonderen Charme, aber bei dem Duo gibt keine Überhits auf welche sämtliche Zuhörer bis zum Ende der Show warten sollen.

Die Themen, welche die RUSSIAN DOCTORS besingen, passen sehr gut zur PRATAJEV-Legende. Es sind Lieder über Suff und damit im Zusammenhang stehende Ereignisse, über seltsam anmutende Menschen, über Sex, Fetisch und Weiber oder auch Songs über Tierärzte, Tiere und (neuerfundene) Krankheiten. Sogar einem "Löffel aus (Birken-)Holz" widmeten die beiden musizierenden Herren ein feines Liedchen. Inhaltlich sind die Lieder eigentlich auch recht simpel und dennoch auch bildhaft gehalten, man versteht schon wovon da gesungen wird. Ich kann mir nicht helfen, manchmal stecke ich wohl selbst schon so im PRATAJEV-Wahn, dass ich beim Hören der PRATAJEV-Kostbarkeiten Bilder vor meinen Augen sehe, die nach meinen Vorstellungen in das dörfliche Russland der 50er Jahre passen. Weite Felder mit Feldwegen bis zum Horizont, Birkenwälder, klare Bäche und Flüsse sowie verschneite Dörfer mit Blockhütten, aus deren Schornsteinen Rauch aufsteigt. Ich sehe Leute mit Tschapkas auf dem Kopf (irgendwo bei den RUSSIAN DOCTORS habe ich auch mal den Begriff Dackelfellmütze gelesen) und mit der Wodkaflasche in der Hand, die auf den Tierarzt warten oder ihn vom Hof verjagen wollen.

Bei dem Duo THE RUSSIAN DOCTORS gilt die Songdevise schnell, kurz bis teilweise sehr kurz. Länger als 2 oder 3 Minuten war nach meiner Wahrnehmung kaum ein Lied.
"Pichelstein"-Bröker spielt eine wahnsinnig schnelle Akustikgitarre. Makarios würdigte ihn berechtigter Weise den ganzen Abend über in seinen Moderationen als Meister im akustischen Schnellgitarrespielen beginnend von ganz Leipzig-Reudnitz über den Europameister und zum Ende der Show hin sogar als Weltmeister. Da feixt man schon unwillkürlich. Auch die Mär, dass er zum 86.Male in dieser Disziplin seinen eigenen Weltrekord verbesserte, ging voll in diese Richtung.

Wir erfahren an diesem Abend zum Beispiel in einem Liedchen, dass die (erfundene) Krankheit "Schleim am Arm" nur in beheizten Räumen ausbricht und wir auf diesem Hof an der frischen Luft davor auch ausreichend geschützt sind.

Später sang das Duo aus LE im Lied "Verzerrter Mund" auch noch von einer Krankheit, die nur Frauen befallen würden. Das Lied klingt mit melodischen Pfeifen aus. Herr Doktor Makarios gab dazu den Hinweis für alle Lebenslagen, dass die Herren der Schöpfung diese Krankheit bei ihren Partnerinnen ganz leicht feststellen könnten indem sie die holde Dame einfach eine Melodie pfeifen lassen. Wenn die Frau das nicht kann ist sie vom "verzerrten Mund" befallen.

Die beiden Protagonisten gaben aber auch Auskunft darüber, dass üblicherweise "Veterinäre aus Murmansk" stammen. Da wir damit schon in der Tierabteilung angekommen waren, besangen sie in "Biber" auch gleich noch Verhütungsmaßnahmen gegen die übermäßige Vermehrung dieser Tiere. "Auch die "Ratte hat ein Herz" und sie gehört keinesfalls auf den Spieß und übern offenen Feuer gebraten, denn sie hat ein Herz und fühlt genau wie du den Schmerz.

Wenn der Tierarzt PRATAJEV mal eine Kuh geheilt hatte, dann feierte er das natürlich ausgiebig. Davon handelte das Lied "Der Kuh geht's gut". Was es mit "Tote Katzen im Wind" auf sich hat, möchte ich euch aber nicht verraten. das könnt ihr schön selber ergründen.

Was PRATAJEV erlebte und welche Glücksgefühle ihn beschlichen, wenn er vom höchsten Bauwerk Miloproschenskojes ins Land blickte, verriet uns das Lied "Rundblick vom Turm". Wenn der PUSCHKIN aus Miloproschenskoje mit einer Flasche klaren, reinsten hochprozentigen Wässerchen auf diesem Feuerwachturm einsam Wacht hielt, war der Wodka ziemlich schnell alle.

Nach heutigen Maßstäben ist das Loblied auf eine Köchin "1000 Nudeln durchbohren mein Herz" mit der Aussage der echte Wert einer Frau zeigt sich erst beim Kochen sicher nicht politisch korrekt, aber die Doktoren konnten die Schuld ja bequem auf PRATAJEV schieben. Das betraf ebenfalls den nicht artgerechten Umgang mit Reptilien, der in "Schlips aus Lurch" zur Sprache kam und möglicherweise Tierschützer verärgern könnte. Aber ein verstorbener Dichter, der seine Werke in den 50er Jahren geschaffen haben soll, macht sich da als Erklärung ganz gut.

THE RUSSIAN DOCTORS brachten in den zwei Konzertblöcken so viele Lieder unter wie kaum eine andere Band. Zwischendurch mussten sie aber auch mal an die "Schnapsbar", um neue Leute kennenzulernen. Zumindest behaupteten sie das in selbigen Sangeswerk.
Schnaps hatten sie ja zwischendurch auch auf die Bühne gereicht bekommen. Aber wer so fleißig und standhaft sogar ein "Loblied auf das Schwein" sang, der hatte sich auch mal eine Auszeit und ein Stück vom (Fleisch und Wurst-Grill-) Kuchen verdient. Auch die Männlein und Weiblein, die sich bei dem Konzert der RUSSIAN DOCTORS so köstlich amüsierten waren über eine Verschnaufpause nicht böse. Statt zu klaren, scharfen, gebrannten Wässerchen aus Russland oder Polen griffen die meisten aber doch lieber zu einheimischen Bier und Wein.

Es gibt ja das Märchen "6 kommen durch die ganze Welt" von den Gebrüdern Grimm. daran erinnerte ich mich als die RUSSIAN DOCTORS in einen Block von 7 oder 8 Liedern über mehrere Personen sangen. Dr. Makarios sagte das erste Lied und die erste Person an und ähnlich wie im Märchen wurde beim nächsten Lied die Anmoderation länger und er zählte die entsprechenden Leute auf. ich weiß nicht, ob ich alle zusammen bekomme, aber "Die Dünne", "Der Starke"; "Der Arme", "Die harte Wirtin" und der "Der Käferzähler" könnten in der Runde dabei gewesen sein.

"Der Abend ist gelungen" war nicht nur einer der letzten Gassenhauer des Abends, sondern auch sicher die Meinung der vielen Konzertbesucher in Doberlug-Kirchhain. Natürlich mussten die beiden "russischen Doktoren ihre Sprechstunde dann sogar noch verlängern. Ich glaube, dies taten sie auch sehr gerne. Mit "Alte Henne" und "Furchtbarer Irrtum" ging es noch mal in das Tierreich. Bei letztgenannten Lied spritzte Tierarzt PRATAJEV ja einem Hund ein falsches Mittel, was zum tragischen Ende des Tieres führte. Ein schöner Abend ging damit dem Ende entgegen. Meine unter der Motorhaube von Ceedrik versteckten Mustangs warteten schon auf mich und brachten mich anschließend zu verlässig heim.

---Ende Bericht---

Gruß Kundi

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 03.05.2017 13:25 | nach oben springen

#3

RE: THE RUSSIAN DOCTORS am 03.09.16 in Doberlug-Kirchhain

in Konzertberichte 2016 07.09.2016 18:58
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Fotos Teil 3

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 07.09.2016 19:01 | nach oben springen


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