#1

Hans die Geige in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte 2016 14.05.2016 17:48
von PMausM | 1.517 Beiträge | 3195 Punkte

Es war nun das 9. Mal, das Hans die Geige in Ottendorf Okrilla im Alten Teichhaus bei Eggi das Pfingstwochenende einfiedelte. Das ist eben bei uns in Sachsen schon eine Tradition geworden und uns würde was fehlen, wenn es dieses Pfingstkonzert nicht mehr geben würde.
Viele Puhdysfans nutzten die Gelegenheit, sich auf das Hutbergkonzert in Ottendorf einzustimmen. Nun wird es in Zukunft für die Puhdysfans keinen Grund mehr geben, Pfingsten auf den Hutberg zu pilgern.
Es wäre schön, wenn sich dieser Treffpunkt in Ottendorf trotzdem erhält.
Man trifft Freunde, kann plaudern und in Erinnerungen schwelgen. So gemütlich wie im alten Teichhaus ist es an keinem anderen Ort.
Auch dieses Jahr waren zahlreiche Fans aus Nah und Fern erschienen und freuten sich auf die rockigen Klänge von Hans die Geige. Sie sollten nicht enttäuscht werden. Es sprudelte wieder ein bunter Reigen von Melodien von der Bühne in den Garten unter dem Kastanienbaum.
Sehr spannend der Titel JUST WHEN I NEEDED YOU MOST spielte und sang Hans zusammen mit Dani, der guten Seele des Unternehmens Wintoch. Neu im Programm "Guten Morgen Deutschland", ein musikalisches Statement zum Zeitgeschehen. Aber auch viele andere Titel standen auf der Setlist. Wenn sich der große Meister des Geigenboges anderswo gern ziert, in Ottendorf spielt er meist "Wenn ich dein T-shirt wär" und erntet damit immer viel Beifall. Hans die Geige ist nicht außschließlich ein begnadeter Musiker, er ist auch Entertainer und unterhält nicht nur mit Geigenklängen, sondern auch mit witzigen Moderationen.
Viel zu schnell vergingen wieder die Stunden im Teichhaus und allen Gästen war die Freude anzumerken, sich wieder getroffen zu haben und das gemeinsame Hobby Musik zu pflegen.


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#2

RE: Hans die Geige in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte 2016 14.05.2016 17:50
von PMausM | 1.517 Beiträge | 3195 Punkte

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#3

RE: Hans die Geige in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte 2016 16.05.2016 07:02
von caro&utchen | 72 Beiträge | 146 Punkte

Vielen tausend Dank für das tolle "Teilhaben" in Wort und Bild, liebe Petra. Somit dir und allen Musikfreunden hier noch herzliche Pfingstgruesse.
Sicher kaum zu glauben, aber leider wahr, dass ich es noch nie gepackt habe, selbst vor Ort in den Genuss zu kommen. Aber was ja nicht ist.....
Aber ich kann mich auch sehr für und mit anderen Freunden für diese tolle Veranstaltung freuen.
Also bleibt fit. Man sieht sich

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#4

RE: Hans die Geige in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte 2016 17.05.2016 07:14
von SN-Nittel | 133 Beiträge | 298 Punkte

Danke Petra....ich bin froh das es noch solche kleinen Events gibt...ich hoffe das "noch" hält lange.

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#5

RE: Hans die Geige in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte 2016 17.05.2016 17:36
von HH aus EE | 846 Beiträge | 2063 Punkte

Dieser traditionelle Pfingstgeigentag ist eigentlich auch bei mir ein fest geplanter Termin. Schon seit vielen Jahren und trotz der inzwischen etwas längeren Fahrzeit. Doch diesmal wollte nichts zusammenpassen und wenn man dann noch zu einem 60. Geburtstag eines "verschollenen" Freundes eingeladen ist, dann muss man darauf verzichten, binnen weniger Stunden 500 Kilometer fix mal nach OO und dann gleich wieder zurück nach HBS zu fahren. Das hält der kleine HH nicht (mehr) durch! Deshalb DANKE für die Impressionen vom Ereignis.


www.mein-lebensgefuehl-rockmusik.de
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#6

RE: Hans die Geige in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte 2016 18.05.2016 15:25
von Fällsäge | 693 Beiträge | 1490 Punkte

Danke Petra, es war ein schöner Abend, Hans und Dani waren super drauf, jedes Jahr bekommt man was Neues zu hören. Natürlich viele nette Leute zu treffen, die man sonst nicht so trifft, ist auch schon ein Grund nach Ottendorf - Okrilla zu kommen. Nächstes Jahr wird es ja dass 10. Julibiläum geben. Da werden sich Hans und Dani bestimmt wieder was besonderes einfallen lassen.

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#7

RE: Hans die Geige in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte 2016 19.05.2016 11:35
von Kundi | 1.993 Beiträge | 4564 Punkte

Herzlichen Dank an meine fleißigen und schnellen Vorschreiber! Bei mir dauert es ja immer etwas länger bis ich meinen (Landkreis) Bautzener Senf dazu gebe und eigentlich wollte ich diesmal gar nichts weiter schreiben.
Aber jetzt ist es soweit.Ich kann halt nicht anders


Konzertbericht Teil 1:

Es gibt Veranstaltungsorte und Musiker, die passen einfach perfekt zusammen wie Topf und Deckel oder wie zwei alte Pantoffeln.
Das ist zum Beispiel beim Musiker Hans Wintoch und dem Landhotel "Altes Teichhaus" in Ottendorf-Okrilla der Fall. Deshalb spielt Wintoch wohl auch so gerne hier und das zweimal im Jahr. Vielleicht liegt das auch daran, weil mit Geiger Hans Wintoch und Wirt Eckhard "Eggi" Proschmann zwei Menschen aufeinandertreffen, die man ruhig Originale nennen kann. Hans und Eggi sind beide liebenswerte Typen, die immer einen witzigen Spruch auf den Lippen und den Schalk in den Augen haben. Ups..., mancher Leser wird jetzt fragen, wer ist denn Hans Wintoch?

Des Rätsels Lösung ist ganz einfach, H.W. ist kein Geringerer als der Rockgeiger Hans die Geige. Der Künstlername Hans die Geige ist praktisch wie ein Markenzeichen. Fällt irgendwo der Name Hans die Geige, wissen die meisten (Ost-)Rockfans Bescheid und man bekommt sofort die Antwort, das ist doch dieser blonde, langhaarige Geiger, der mit seiner Fidel ganze Säle zum Kochen bringt. Seit mehr als 40 Jahren steht er nun schon auf den Bühnen des Landes. Er hat in unzähligen Bands gespielt, die heute Legenden sind, wie die Schubert-Formation, Lift, Klosterbrüder/Magdeburg, Kleeblatt oder Reform.
Ich sah ihn erstmals live in Bautzen, da spielte der damals schnurbärtige Hans mit vollem mittelgescheiteltem Haar in der Folkblues Band von Stefan Diestelmann. Zu dieser Zeit war Diestelmann so ziemlich die angesagteste Nummer, die man im Bluesbereich sehen konnte. ich war damals stolze 15 oder 16 Jahre alt und hätte mir nie träumen lassen, dass Hans und ich uns im Jahr 2016 immer noch an den Bühnenrändern dieser Republik treffen würden. Jeder natürlich auf seiner angestammten Seite der Bühne. Ich finde das schön.

Wintoch war lange Zeit ein musikalischer Wanderer, der sich in den verschiedenen Bands samt deren verschiedenen Musikrichtungen ausprobierte und seinen eigenen Weg suchte. Den fand er als er sich Mitte der 80er Jahre entschied auf Solopfaden zu wandeln. Hans die Geige hat durch sein Wirken entscheidend dazu beigetragen, dass sein Instrument auf deutschen Rockbühnen hof- bzw. salonfähig wurde. Während international Bands wie KANSAS oder HAWKWIND der geige zur Akzeptanz im Rock verhalfen, waren es hierzulande eben Leute wie Hans Wintoch oder Georgi Gogow.
Die Konzerte von Hans die Geige bei Eggi im „Alten Teichhaus“ in Ottendorf-Okrilla haben längst Kultstatus erreicht und diese Muggen sind im Jahreskalender der Fans echte Geigen-Feiertage geworden. Es hat sich eingebürgert, dass der sympathische Rockgeiger seinem Publikum jährlich 2 Mal bei Eggi die Geigentöne beibringt. Das geschieht am Pfingstfreitag open air und um die Weihnachtszeit in der guten Stube des Landhotels. Die Besuche der open air-Muggen wurden wegen der zeitlichen Nähe zu den Pfingstkonzerten der Puhdys von den Fans auch als Vorglühen für den Hutberg bezeichnet. Es gibt nicht wenige Puhdys-Fans, die den Rockgeiger erstmals als Anheizer im Vorprogramm ihrer Helden erlebt hatten und ihn auch schätzen lernten.

Die beiden Ottendorf-Konzerte sind aber auch zum Stelldichein in zweifacher Hinsicht geworden. Einerseits treffen hier die größten HdG-Fans ihren Rockgeiger ganz hautnah und erleben ihn hier auch ganz zwanglos, entspannt in ihrer Mitte. Hans kennt und liebt die Bewunderer seiner Kunst und er hat für jeden in Ottendorf auch ein gutes Wort, einen Plausch oder einen Scherz übrig. Das alles ist für den blonden Hans aber keine Pflicht, sondern eine liebgewordene Kür.

Andererseits sind diese Zusammenkünfte der Fans untereinander auch nicht mehr aus deren Kalendern wegzudenken. Viele der Konzertbesucher sehen sich monatelang nicht, denn sie kommen aus allen Ecken des Landes und so feiert man in Ottendorf nicht nur den Mann mit der Geige, sondern die Fans sich auch untereinander. Wenn man so will, sind das auch Familienfeste der Fans mit Geigen-Begleitung ;-). Es herrscht hier auch eine ganz besondere Atmosphäre. Übrigens konnte man am Pfingstfreitag 2016 auch wieder von einem kleinen Mission-Bühnenrand-Forentreffen sprechen, denn es waren einige unserer Foren-Aktivisten vor Ort.

Wir alle hoffen natürlich, dass diese Konzerte auch nach dem Rockerrenteneintritt der Puhdys ihre Bedeutung und Beliebtheit bei den Fans behalten.
Wir schrieben den 13. Mai 2016 und der hieß im Kalender Pfingstfreitag. Unter der großen Kastanie im Garten des Landhotels „Altes Teichhaus“ war für den Abend schon alles liebevoll und gründlich für den Abend vorbereitet. Die Bühnentechnik war aufgebaut, der Grill verbreitete verführerische Bratwurstdüfte und für die Besucher waren auch genügend Biertischgarnituren bereitgestellt.

Nachdem die aktuellen Neuigkeiten ausgetauscht, die erste Bratwurst vertilgt und die erste Getränkerunde geordert war, lief das Intro ab und der Meisterrockgeiger wartete konzentriert neben der Bühne auf seinen Einsatz. Mit einer an die Titelmusik von „Fluch der Karibik“ angelehnten Oleak-Komposition zauberte Hans die Geige dann die Konzertbesucher sogleich von 0 auf 100 in den Rockgeigenhimmel.
Seine Partnerin Dani sorgte für den richtigen Liveton und sie setzte Hans die Geige auch ins rechte Licht. Die Lichtshow fand ich auch sehr gelungen. Dani war und ist privat und beruflich ein Glücksfall für Hans. Den mit ihrer Liebe und mit viel Geduld brachte sie Struktur und Ordnung ins Leben unseres liebenswerten Berufschaoten Hans. Dieses Paar hat sich nicht nur gefunden, sondern sich längst auch in die Herzen der Fans katapultiert.

---Ende Konzertbericht Teil 1---

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 19.05.2016 11:52 | nach oben springen

#8

RE: Hans die Geige in Ottendorf Okrilla

in Konzertberichte 2016 19.05.2016 11:47
von Kundi | 1.993 Beiträge | 4564 Punkte

Konzertbericht Teil 2:

Mit menschlicher Wärme, Witz und dem ihm eigenen Charme führte uns Hans durch den Abend und sein Bühnenprogramm. Gerne begaben wir uns auf die Zeitreise durch mehr als 40 Jahre Rockgeigengeschichte und wir streiften hierbei die gesamte Palette seines Schaffens. Hans in Schubladen einzuordnen, würde ihm nicht gerecht und es wäre auch sinnlos, denn für ihn gibt es einfach keine einzelne Schublade. Er wandelt von der Klassik, übers Kinderlied, die eine oder andere Ballade oder Filmmusik bis hin zu finalen, gesungenen Rocknummer.

Hans liebt die Musik, seinen Beruf und die Menschen, die sich auf seine musikalischen Wanderungen durch die Musikgeschichte einlassen. Das glaube ich zu spüren, zu sehen und das schätze ich auch an ihm. Wer wissen möchte, wie ein Hans Wintoch tickt, braucht ihn nur mal ein paar Abende rund um seine Muggen zu beobachten.

Der Kanon in D-Dur des Barock-Komponisten Johann Pachelbel war einst ein Stück welches Hans bei einer Prüfung vortrug. Er spielt dieses Stück in einer eigenständigen Version noch heute sehr gerne bei seinen Konzerten. Den Kanon spielte er auch in Ottendorf-Okrilla wieder und er erzählte uns seine Geschichte dazu und am Ende des Stückes mit einem Augenzwinkern, dass er sich freut fehlerfrei durch das Stück gekommen zu sein.

Später gab es von den Klassikern noch das „Ave Maria“ von Franz Schubert. Dieses "Gegrüßet seist du, Maria" hat seinen Ursprung ja im katholischen Gebet. Auch von Bach gibt es eine Version und später entstanden auch gesungene „Ave Maria“. Heute werden die Ave-Marias, ob gesungen oder rein instrumental gespielt gerne von vielen Künstlern weiterverbreitet. Hans hat ja beide Versionen drauf, zurzeit hat es ihm aber Schubert besonders angetan. Ich denke, dass Hans die Geige sowohl mit der Bach- als auch mit der Schubert-Interpretation die Herzen und Seelen der Zuhörer erreicht.

Auch wenn Hans die Geige sich künstlerisch hauptsächlich mit seinem Geigenspiel ausdrückt, sollte man genau zuhören, wenn er singt, besonders, wenn er seine eigenen Lieder singt. Das meine ich jetzt nicht nur wegen seiner schönen rauchigen Stimme, die ich selbst nach dem 5 Whisky so nicht hinbekommen würde, sondern weil er über den Text auch tief in sein humanistisches Menschen- und Weltbild blicken lässt. Ja, man kann bei Hans auch gesellschaftskritische Töne hören. Er lebt ja nicht im luftleeren Raum und hat auch seine Meinung zum Geschehen in diesem Land bzw. auf der ganzen Welt. Das traf gleich auf das erste gesungene Lied des Abends „Der Mensch“ zu. Exemplarisch dafür stehen die refrainartigen Zeilen, die ich mir mal erlaube hier zu zitieren:

„Der Mensch will alles haben,
ja doch geben, das kann er nicht.
Und wenn sich die einen quälen,
versteckt der andre sein Gesicht.“
„Der Mensch will alles haben,
auch den Frieden auf der Welt,
doch den kann man nicht kaufen,
denn den kriegt man nicht für Geld."

Auch das neue Lied „Guten Morgen, Deutschland“, welches Petra in ihrem Bericht angesprochen hat, geht in die Richtung.
Ich persönlich bekomme den größten Seelen-Kick immer, wenn Hans den langsamen Teil von QUEENs „Bohemian Rhapsody“ geigt. Die Geige weint in seinen Händen so schön, dass man vor Ergriffenheit und Freude weinen möchte.

Ich kann und möchte hier nicht das gesamte Abendprogramm des Rockgeigers runterrasseln. Aber auf besonderen Wunsch eines Fans spielte Hans die Geige auch die Melodie von „Auf dem Grund des Ozeans“ aus Harry Jeskes musikalischen Märchen Haiko der Haifisch“. Mit warmen Worten erinnerte Hans auch an den leider und viel zu früh verstorbenen Reini Fissler, der einst bei einem Lied die Gitarre für Hans einspielte.

Seine Daniela bat der Meister bei einem Liebessong amerikanischen Ursprung auch ans Gesangsmikrofon und nicht nur ich fand ihren sensiblen Gesang großartig.

Hat Hans Zugaben gespielt? Natürlich hat er, er hatte bei dem Publikum auch gar keine andere Chance und so konnten wir uns unter anderem auch endlich mal wieder an der Harry Jeske-Komposition "Wenn ich dein T-Shirt wär‘" erfreuen. Natürlich feierten die Fans ihren Erfolg dem Rockgeiger das „T-Shirt“ aus dem Kreuz geleiert zu haben besonders. Das Lied gehört ja zu den Allzeit-Favoriten vieler HdG-Fans.

Nach der Mugge bildeten sich überall noch kleine Gesprächsrunden. So konnte sich das Erlebte und Gehörte auch erstmal in Ruhe setzen. Hier und da gesellte sich auch der blonde Hans zu einem Plausch, einem Autogramm oder einem Foto hinzu. Sein Feierabendbier hat sich unser Sympathieträger dabei natürlich auch schmecken lassen.
Das war wieder ein rundum gelungener Abend mit Hans die Geige im Teichhaus. Um die Weihnachtszeit wird er wieder bei Eggi Proschmann im Landhotel „Altes Teichhaus“ spielen und wenn möglich bin ich da wieder dabei.

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 19.05.2016 11:52 | nach oben springen


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