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PAUL O`BRIEN und Freunde im Kulturbahnhof Radeburg am 23.04.16

in Konzertberichte 2016 01.05.2016 13:37
von Holger | 196 Beiträge | 541 Punkte

Es ist nun schon über eine Woche her, aber ein paar Worte möchte ich noch verlieren zum Abend im nostalgischen Kulturbahnhof Radeburg. Dieses kulturelle Kleinod befindet sich an der Endstation der Schmalspurbahn zwischen Radebeul-Ost und Radeburg, im Volksmund auch Lößnitzdackel“ genannt. Veranstalter FRANK MIERTZSCH hatte endlich einen Musiker, der schon lange auf seiner Wunschliste ganz oben stand, nach Radeburg gelockt. Zu Gast war der Singer/Songwriter PAUL O`BRIEN aus British-Columbia, der Provinz an der kanadischen Pazifikküste. Er ist seit Ende Februar auf einer Tour durch Deutschland unterwegs. Mit von der Partie waren LARS HANSEN, ein toller Bassist aus Hamburg und die Songwriterin STEPHANIE HUNDERTMARK aus Celle. Sie begleitet PAUL meistens auf seinen Deutschland-Tourneen.
Für den Veranstalter begann der Abend mit einigen Hindernissen. Kurz vor Beginn des Einlasses um 19 Uhr gab es eine größere technische Panne. Das verzögerte den Einlass etwas. Zum allem Übel war FRANK dann noch seine Servicekraft am Tresen ausgefallen. Also mußte er selber ran und hatte bis zum Konzertbeginn voll zu tun, denn der Publikumszuspruch war endlich wieder einmal richtig gut. Da jeder zum Musikgenuss auch etwas zu trinken haben sollte, ging es auf Grund der langen Schlange an der Theke eine Viertelstunde später los.

Dafür gab es aber Musik vom allerfeinsten. PAULs wunderschönen Balladen wie bspw. „Walk back home“ und „Madrona“ gehen unter die Haut. Durch die irischen Wurzeln seiner Eltern findet man auch viele Einflüsse von der grünen Insel in seinen Songs. Ganz herausragend ein Solostück von ihm mit der „Irish drum“ , der Bodhran. PAUL liebt auch die Songs seiner Kollegen aus seinem Heimatland Kanada sehr. Aus diesem Grunde waren einige Coverversionen seiner Lieblingslieder Teil seines Konzertprogramms. Und da waren einige besondere Perlen dabei. So NEIL YOUNGs „Long may you run“ und „Big yellow car“ von der großen Singer/Songwriterin Kanadas der 70iger und 80iger JODI MITCHELL. Das Beste hatte er sich natürlich bis zum Schluss aufgehoben. PAUL brachte eine wunderschöne, seine eigene Version von „Hallelujah“. Dieser melancholische COHEN-Song ist wohl einer der emotionalsten Balladen der Musikgeschichte. Ich erinnere mich dabei immer wieder an ein BLACKBIRD-Konzert vor ein paar Jahren in der Kulturbastion in Torgau. Dort war es auch das letzte Lied und bei den ersten Akkorden sagte BODO KOMMNICK zum Publikum „Aber nicht weinen“.

Die Künstler konnten in der Pause und auch nach dem Konzert viele Wünsche nach CDs und Autogrammen erfüllen. Für Veranstalter FRANK MIERTZSCH hatte der Abend nach all den Wirrungen auch ein versöhnliches Ende. Wegen des regen Zuspruches gingen sogar einige Getränke langsam zur Neige. Für den Herbst hat er schon wieder einige interessante Konzerte geplant. Sein Engagement ist wirklich beispielhaft und verdiente bei manchen Veranstaltungen einen größeren Zuspruch.



zuletzt bearbeitet 01.05.2016 13:41 | nach oben springen


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