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MONOKEL KRAFTBLUES & Gäste 02.04.16 Schützenhaus Frohburg

in Konzertberichte 2016 10.04.2016 15:34
von Kundi | 1.994 Beiträge | 4566 Punkte

Ich möchte noch mal kurz auf das vergangene Wochenende zu sprechen kommen, denn nach dem Besuch bei El Paniko in Chemnitz war unser musikalischer Ausflug noch nicht vorbei. Tina und ich fuhren weiter nach Frohburg ins dortige Schützenhaus. Wenigstens ein paar Sätze möchte ich dazu noch schreiben. Ein ausführlicher Bericht ist diesmal aber zeitmäßig leider nicht drin. Ich habe über 2 Muggen am vergangenen Wochenende ja schon 2 längere Berichte geschrieben (Akim Jensch im Kunsthof Mockethal und El Paniko in Chemnitz) und irgendwann ist auch bei mir Ende der Fahnenstange.
Von Chemnitz nach Frohburg ist es nur ein Katzensprung auf der neuen A 72 in Richtung Leipzig. Meine Motorpferde trabten im Takt wie ein Uhrwerk und der elektronische Wegerklärer führte uns auch punktgenau zum Ziel, dem Schützenhaus in Frohburg.

Zu diesem Gasthaus gehört auch ein Saal für ca. 200 Besucher, welcher auch vom Rockclub Frohburg für Veranstaltungen genutzt wird. Für diesen 02. April hatten sich die Macher vom Rockclub wirklich richtig ins Zeug gelegt und hatten da eine ganz tolle Mugge organisiert. Dazu haben sich auch auf allen möglichen Kanälen ordentlich Werbung für dieses Event gemacht. Das wurde auch mit dem zahlreichen Erscheinen der Fans aus nah und fern belohnt. Die MONOKEL KRAFTBLUES-Brigade in ihrem Jubiläumsjahr Nr.40 mit den Gästen Beata Kossowska und MONOKEL-Urgestein Buzz Dee Baur in Frohburg wollten sie sich alle nicht entgehen lassen. Das war schon vom Papier her richtig fett und noch dazu kam mit The Lateriser auch die neue Generation Blueser als Vorband zum Zuge. Dieses spielfreudige Gesamtpaket wollten sie alle erleben. Viele waren, so wie wir, erstmals in Frohburg. Der Abend wurde so auch zu einem Gipfeltreffen der Fans. Es waren wirklich sehr viele Freunde und Bekannte unter den gut 200 Gästen.

Den Abend eröffnete eine Band, die schon jetzt zu den ganz großen Hoffnungen der Bluesszene zählt. Es ist ein junges Powertrio aus dem Erzgebirge und die Jungs nennen sich The Lateriser. Sie haben als englischsingende Band angefangen, sind aber mittlerweile auch dazu übergegangen Lieder mit deutschen Texten zu schreiben und zu interpretieren. The Lateriser gibt es mittlerweile auch schon über 10 Jahre, aber im Vergleich mit unseren Helden von MONOKEL, ENGERLING oder KERTH mit über 40 Jahren Bandgeschichte und jahrzehntelanger Bühnenerfahrung ist das Trio aus dem Erzgebirge tatsächlich noch eine hoffnungsvolle Nachwuchsband. Letztes verbliebenes Gründungsmitglied der Lateriser ist der Basser. Das neue Album der Band „Alles auf null“ wird im nächsten Monat erscheinen. Mir hat der Auftritt von Martin Fankhänel (Gesang, Gitarre), Martin Rudolph (Bassgitarre, Gesang) und Benjamin Nagel (Schlagzeug) sehr gut gefallen. Die drei Jungs machten wirklich ordentlichen, kraft- und druckvollen Bluesrock und das auch noch mit Leib und Seele. Viele Blues-Fans hatten die Lateriser schon lange ins Herz geschlossen. Seit diesem Konzert gehöre ich auch dazu. Etwas schwach fand ich die Bühnenbeleuchtung für The Lateriser. Das Trio wurde leider nur mit einer gedrosselten Beleuchtungsvariante und das auch noch in Rot versorgt. Von ins rechte Licht rücken konnte man da wirklich nicht reden. Doch davon ließen sich Fans und Band nicht stören.

Nach einer kurzen Umbaupause hörten wir eine frische Einlaufmelodie von der Konserve und die Männer der KRAFTBLUES-Brigade nahmen unterdessen ihre Positionen an ihren Instrumenten auf der Bühne ein. Mit „Berlin“ und „Immer noch da“ meldeten sich Michael „Lefty“ Linke (Gesang, Gitarre), Bernd „Kuhle“ Kühnert (Gitarre, Mandoline, Gesang), Michael "Pitti" Pflüger (Bass, Backroundgesang) und Schlagzeuger Dicki Grimm bei ihren Fans saft- und kraftvoll zur nächsten Live-Lektion in Sachen Kraftblues bereit. Die lektionswilligen Zuhörer waren sofort in Stimmung und in den nächsten Stunden steppte im Saal der (MONOKEL KRAFTBLUES-) Bär. Nach einem kurzen „Bla bla bei Nacht“ tauchte aber zunächst ein anderes Tier noch in den Ohren und vor den geistigen Augen der Meute auf, nämlich das „Monster vom Schilkinsee oder der Bär, der Frohsinn bringt“. Es sind ja genau diese und noch ein paar andere Lieder, die uns immer wieder zu MONOKEL treiben. Mit „Oh Well" von Fleetwood Mac war es dann schon Zeit für den ersten internationalen Klassiker. Er wurde 1969 veröffentlicht und stammt aus der kompositorischen Feder von Leadgitarrist und Sänger Peter Green. Kuhle Kühnert übernahm bei diesem Song den Part des Leadsängers.
Die Fans klatschten, tanzten, sangen mit und es war eine richtige Jubiläums-Party und ich bin mir sicher, dass dieses Jahr noch einige solcher Partys folgen werden.

Der nächste Block brachte uns mit „Kindertraum“, „Schwarze Marie“, „Wahrheiten“ und „M.O.N.O.K.E.L“ gleich 4 immergrüne MONOKEL-Melodien und im Saal heizten sich Temperatur und Stimmung im richtigen Verhältnis immer mehr aus. Es war schon jetzt ein Fest, doch zunächst wurde die Kraftblues-Turbine erstmal richtig gedrosselt, denn es ging erstmal in die Pause. Das war auch die Zeit für den Getränkenachschub und für weitere nette Gespräche mit Freunden, Bekannten, Fans.

Der zweite Konzertteil setzte nahtlos dort an, wo der erste endete. Mit „Nie wie Vater“ und „Wie die Großen“ lief die berühmte Kraftblues-Turbine gleich wieder rund. Doch da ging noch viel mehr. Als Beata Kossowka sich zu den Herren von MONOKEL KRAFTBLUES gesellte, schien die Musik selbst schon aus den Instrumenten Funken zu schlagen. Beata wird ja manchmal als „The First Lady of Blues Harp“ und nachdem ich sie vergangene Woche erlebt habe, weiß ich auch warum. Die Frau hat Feuer, Energie und sie spielt eine Harp, die sich wirklich gewaschen hat. Da konnten die Herren natürlich keinesfalls nachstehen und auf der Bühne produzierten 4 Männer und eine Frau ein wahnsinnsgeiles Bluesrockgewitter. War die erste Nummer „Sweet little Angel“ noch etwas schwermütig angelegt, wurde es Bei „Whammer Jammer“ von der J Geils Band richtig heiß und mit einer country-angehauchten Nummer wurde noch eine Kohle nachgelegt. Das war ja so schön, dass man es kaum noch aushalten konnte. Kuhle und Pitti spielen übrigens ja seit vergangenem Jahr auch in ihrer Band Blue Airtrain, das muss ich mir unbedingt auch mal ansehen bzw. anhören.

MONOKEL-Urgestein Buzz Dee (Sebastian Baur) meldete sich zunächst als Gitarrensolist auf der Bühne. Er spielte dem „Säbeltanz“ aus Aram Chatschturjans Ballett „Gajaneh“ auf seinen 6 Stahlsaiten und das ging schon richtig ab. Doch auch da ging noch mehr sogar viel mehr, denn Buzz Dee hatte mit „Emil“ und dem „Lumpenlied“ zwei der edelsten und beliebtesten Songs aus ganz frühen MONOKEL-Tagen auf seiner (Gitarren- und Gesangs-) Pfanne. Da schien, besonders beim Lumpenlied, der Saal folgerichtig auch fast zu explodieren.

Zum Bob Dylan-Klassiker „Maggies Farm“ stieß auch Beata Kossowska noch mal zu Buzz Dee und der KRAFTBLUES-Brigade. Gemeinsam blues-rockten sich die Dame und die Herren furios ganz langsam dem Ende der Mugge entgegen. Doch ohne das „Boogiemobil“ und „Bye, bye Lübben City“ kann ein MONOKEL KRAFTBLUES-Konzert sowieso nicht enden. Dazu gehörte dann auch noch eine Zugabe-Runde mit internationalen Klassikern zu der wir auch noch mal Martin Fankhänel (den Frontmann und Gitarristen von The Lateriser) auf der Bühne begrüßen durften. Diese Ehrenrunde mit den 4 Gitarristen, Kuhle, Lefty, Martin und Buzz Dee wurde für die Freunde der elektronisch verstärkten Gitarrenmusik noch mal zu einem kleinen „Saitengottesdienst“. Als dann die Stecker endgültig gezogen wurden, war es bereits 01:00 Uhr. Doch ihren verdienten Applaus bekamen Veranstalter, Musiker und Techniker selbstverständlich auch noch.

DANKE an Letscho und Co. vom Rockclub Frohburg und ebenso DANKE an die Musiker sowie die Technik-Crew - das war heiß!!!
Verdammtes Pech, nun ist der Text doch wieder länger geworden - ich lerne es eben nie

Gruß Kundi

Fotos The Lateriser

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#2

RE: MONOKEL KRAFTBLUES & Gäste 02.04.16 Schützenhaus Frohburg

in Konzertberichte 2016 10.04.2016 15:40
von Kundi | 1.994 Beiträge | 4566 Punkte

Fotos MONOKEL KRAFTBLUES Teil 1

Gruß Kundi

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#3

RE: MONOKEL KRAFTBLUES & Gäste 02.04.16 Schützenhaus Frohburg

in Konzertberichte 2016 10.04.2016 15:47
von Kundi | 1.994 Beiträge | 4566 Punkte

Fotos MONOKEL KRAFTBLUES & Gäste Teil 2

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RE: MONOKEL KRAFTBLUES & Gäste 02.04.16 Schützenhaus Frohburg

in Konzertberichte 2016 10.04.2016 15:54
von Kundi | 1.994 Beiträge | 4566 Punkte

Fotos MONOKEL KRAFTBLUES & Gäste Teil 3

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RE: MONOKEL KRAFTBLUES & Gäste 02.04.16 Schützenhaus Frohburg

in Konzertberichte 2016 10.04.2016 17:52
von Tina mit Hut | 277 Beiträge | 615 Punkte

DANKE Kundi für deine tollen Zeilen! Es war wirkliche ein richtig toller Abend! Und von der Vorband bin ich richtig begeistert!!!
Ich freu mich schon auf Freitag, da gehts nach Dresden in die Tante Ju zu Monokel-Kraftblues und Vorband ist The Lateriser

Hier ein paar Fotos von mir
The Lateriser

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#6

RE: MONOKEL KRAFTBLUES & Gäste 02.04.16 Schützenhaus Frohburg

in Konzertberichte 2016 10.04.2016 17:54
von Tina mit Hut | 277 Beiträge | 615 Punkte

Monokel Kraftblues

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RE: MONOKEL KRAFTBLUES & Gäste 02.04.16 Schützenhaus Frohburg

in Konzertberichte 2016 11.04.2016 18:26
von SN-Nittel | 133 Beiträge | 298 Punkte

Hallo Kundi und Danke für den Bericht, auch Dir Tina.
Sehr gute Fotos dabei. :-)
Ja, das war ein ganz toller Abend und richtig fein....da wurden Erinnerungen wach...
Man muss wirklich sagen, an diesen abend hat auch das Gesamtkonzept gestimmt.
Passende Kneipe, Saal mit viel Nostalgie. Klasse Veranstalter und das Publikum erste Sahne.
Danke dafür.
Lateriser kenne ich schon lange und sie spielen eine gute Mugge. In Affalter sind sie Stammgast. Mal sehen ob es noch weiter hoch geht....der Sprung müsste bald kommen. Das Level was sie jetzt haben, haben sie auch schon 2,3 Jahre.
Monokel gewohnt wieder erste Sahne und einfach geil die Band! Beata Kossowska natürlich auch....schön wenn sie bei einigen Monokel Titeln noch einsteigen könnte.
Basti Baur das Monokelurgestein auch immer eine Bereicherung. Aber ich sage es mal ehrlich: Lefty ist besser und der King als Frontmann. 100%.
Jedenfalls absolut geile Mugge mit Charakter und besser als die Vorwoche im Malzhaus Plauen!
Vielleicht bin ich am Fr auch in der Ju....Tante Ju ist ein toller Club, beste Technik, aber ans Feeling kommen die Dresdner nicht an Frohburg oder Medingen.
Grüße

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