#1

1. Funrock-Metal-Festival 24.10.15 Löbau mit J.B.O., VICKI VOMIT und KurtL

in Konzertberichte 2015 29.10.2015 17:29
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Konzertbericht Teil 1:

Die Messe- und Veranstaltungshalle in Löbau ist längst ein Dreh- und Angelpunkt für Veranstaltungen aller Art geworden. Die 4000 Quadratmeter große Halle wurde im Zuge der Baumaßnahmen für die Landesgartenschau Löbau 2012 errichtet. Ca. 4000 Besucher sollen dort bei Konzerten reinpassen. So eine mittelgroße Veranstaltungslokalität hat natürlich Vorteile, denn in dieser Größenordnung fehlte in der Region etwas. Natürlich sind örtliche und kleinere Veranstalter nicht gerade erbaut über diese Konkurrenz. Das kann ich auch verstehen. Die großen Fische werden nicht mehr unbedingt bis Ebersbach oder Görlitz( Ausnahme Landskron KULTurBRAUEREI im Rahmen von open air-Veranstaltungen) fahren. Aber die Musikfans profitieren davon, weil jetzt auch bekanntere Bands die letzte Ecke Deutschlands vor der Grenze zu Polen und Tschechien auf ihren Touren eher mal in den Tourplan aufnehmen. Unter anderem waren STAHLZEIT, THE HOOTERS, Glasperlenspiel sowie diverse Oldiebands schon hier zu bewundern. Parkmöglichkeiten sind auch reichlich vorhanden und bis zum Bahnhof ist es von der Halle auch nicht weit. Die Taxifahrer haben sich ebenso auf dieses zusätzliche Geschäft eingestellt.

Am 24. Oktober 2015 fand das 1. Funrock-Metal-Festival mit der einheimischen Band KurtlL & DI DICKN FREUNDE (Schreibweise der Oberlausitzer Sprache entlehnt)), VICKI VOMIT UND DIE MISANTHROPISCHEN JAZZ-SCHATULLEN aus Thüringen und J.B.O. aus dem fränkischen Erlangen statt..

Die beiden letztgenannten Bands zogen die Leute natürlich an. Ich erwartete Chaos und Hektik am Eingang sowie ein ausverkauftes Haus. Aber dem war nicht so, es ging ruhig und geordnet an der Eingangstür zu. Karten an der Abendkasse kosteten auch nur 25,- Euro. das fand ich angemessen, bekam aber trotzdem mein Ticket von einem Privatverkäufer noch deutlich preiswerter.

Die Messehalle füllte sich wirklich ganz ordentlich, war aber etwas davon entfernt total ausverkauft zu sein. Ich schob mich bis an die Absperrung des Bühnengrabens heran und stand dann mehr oder weniger in der ersten Reihe. Das war okay, aber nicht ideal, denn bewegen konnte man sich dort kaum. na ja, relativ gute Sicht auf das Bühnengeschehen hatte ich und bei den Fotos würde ich daheim am PC sehen, ob sich die Knipserei gelohnt hat.

Ich ließ meine Blicke über die Menschenmenge schweifen, entdeckte aber kein bekanntes Gesicht. Dafür sah ich Legionen von Leuten, die J.B.O-Shirts trugen. Der Fanstand war auch sehr gut frequentiert und die Preise waren wirklich fanfreundlich. da können sich andere Kapellen mal wirklich ein Beispiel nehmen. So um die 15 - 18 Euro für ein Nicki der selbsternannten Verteidiger des Blödsinns halte ich tatsächlich für akzeptabel.


Den Anfang machten die Lokalmatadoren KurtlL & DI DICKN FREUNDE (Schreibweise wieder der Heimatsprache angepasst). Kurtl ist hier in der Gegend auch eine Verniedlichung des Vornamens Kurt. Da mein Großvater mütterlicherseits so hieß, weiß ich das auch noch. Hier kann das L aber auch für den Familiennamen des Frontmannes KurtL dienen. Hinter dem quirligen Sänger, der im schönsten Dialekt sprach und sang verbirgt sich Steffen Lindner aus Oderwitz. Der Mann hat auch ein Studio und produziert Tonträger( www.bluestonemusic.de)

Die Bandbesetzung der DICKN FREUNDE stellte sich wie folgt dar:
(KurtL (Gesang, Gitarre), (Steffen Lindner), Marc Winkler (Leadgitarre, Hintergrundgesang)), Peter Kanis (Akkordeon), Barry McCourt(Bassgitarre), René Pech (Schlagzeug), Anne Großhäuser (Hintergrundgesang) Zum Teil haben die Musiker in der Vergangenheit auch schon in anderen Mundart-Bands gemeinsam gerockt und gerollt, wobei das gerollt sich auf Musik und Sprache bezieht. De richtschen Äberlausitzer rulln und kwuirrln (Rollen und Quirlen beim Sprechen) Besonders markant ist das extrem gerollte "R" und das Verschlucken einzelner Buchstaben oder Silben. Das durften wir fast wie bei einer Lehrvorführung erleben. Ich war gespannt, ob Mundartrock auch in der Sprache der Oberlausitzer funktioniert. Jawoll, das klappte und wie! Nicht nur BAP, BRINGS, HANS SÖLLNER, BROMM OSS oder De Plattfööt können in Mundart singen, auch die Oberlausitzer. Das Publikum fand den Auftritt von KurtL sogar Klasse.

Als ich den Frontmann zuerst auf der Bühne mit seinem sportlich-adretten Trainingsanzug aus DDR-Zeiten und mit dieser komischen Mütze sah, hatte ich sofort ein anderes Bild vor Augen. Genau in dieser Kleidung marschierte mein seliger Herr Papa in den 70er/ achtziger Jahren in unserem Garten. Ich sehe ihn noch heute in meinen Gedanken vor mir, wie er mit seinem Futtereimer für seine geliebten Sittiche in der Hand gemächlich lostrabte. Diese Trainingsanzüge und diese schrecklichen Mützen tragen die Freunde, Bekannten und Kollegen meines Vaters damals fast wie eine (Freizeit-)Uniform. Mir entlockte das nicht nur die Erinnerung, sondern auch das eine oder andere Lächeln.

KurtL und seine Band rockten die Halle ohne Angst und ohne Rücksicht auf mögliche Verluste. Mit eigenen Liedern und mit Koffer-Versionen genannten Fremdmelodien (Cover-Versionen), die eigene Texte erhielten.

Aus "Heart of Gold" von Neil Young wurde so "Zahn aus Gold". Der Lynyrd Skynyrd-Hit "Sweet Home Alabama" wurde zur Hymne auf die Oberlausitz "Sweet Home Oberlausitz". "Mercedes Benz" von Janis Joplin fällt mir da auch noch ein. Eigen Lieder hießen etwa "Das mach mr live" oder „Derwajgn sein mir hier" Es war nun nicht die große philosophische Mugge. Die Lieder waren witzig und stammten aus dem Leben in dem Land der blauen Steine und der blauen Berge. Die Mugge orientierte sich an 70er Jahre Rock und Blues mit Anleihen bei Folk und Country. dabei nahmen sich KurtL & DI DICKN FREUNDE auch sehr geschickt selbst auf die Schippe. Mir hat es durchaus gefallen. KurtL ist ja in der Oberlausitz auch solo oder mit anderen Bandbesetzungen unterwegs. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege wieder mal.

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 31.10.2015 15:27 | nach oben springen

#2

RE: 1. Funrock-Metal-Festival 24.10.15 Löbau mit J.B.O., VICKI VOMIT und KurtL

in Konzertberichte 2015 29.10.2015 17:36
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Noch mehr Fotos von KurtL.

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 29.10.2015 19:06 | nach oben springen

#3

RE: 1. Funrock-Metal-Festival 24.10.15 Löbau mit J.B.O., VICKI VOMIT und KurtL

in Konzertberichte 2015 29.10.2015 17:40
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Konzertbericht Teil 2:

Bei drei Bands an einem Abend wollen natürlich alle Musiker angemessen ins Rampenlicht gerückt werden. Deshalb gingen die Umbau-Arbeiten sehr zügig von statten.
Ohne langes Gefackel und Gewackel ging es dann mit VICKI VOMIT UND DIE MISANTHROPISCHEN JAZZ-SCHATULLEN los. Während das schon einige Jahre bekannte Intro von der Konserve lief, marschierten die Musiker der Band an ihre Arbeitsplätze. Mit dem Gassenhauer "Hartz 4" ging die Livmusikshow von VICKI VOMIT UND DIE MISANTHROPISCHEN JAZZ-SCHATULLEN endlich richtig scharf los.
Neuestes Bandmitglied war übrigens Claudia am Schlagzeug. Ihr Einstieg bei den
MISANTHROPISCHEN JAZZ-SCHATULLEN wurde erst einen Tag zuvor auf der Webseite unter News verkündet.

http://www.vicki-vomit.de/cms_band/index...g&id=1&Itemid=2

Nun hat der Herr Vomit mit Ines Nabel (Keyboards, Hammondorgel), Jeanine Langgemach(Bassgitarre) und der Schlagzeugerin Claudia gleich drei ansprechende, langhaarige und musikalische Damen in seinen Reihen. Und dieses Trio gab den beiden Männern tatsächlich (Frontmann Vicki und Leadgitarrist Tobias "Tobi" Hillig ordentlich Zunder. Die Band drückte gemeinsam ordentlich auf die Tube. da hatte der Herr Vomit eine ganz starke Musikermacht in seinem Rücken und musste sich doch wie doch wie im 7. Rockhimmel befinden bei so netten und musikalischen Gefährtinnen und Gefährten.

Die Show war erwartungsgemäß witzig und rockig. Das Programm orientierte sich an der letzten Weihnachts-Tour, war aber um einige Lieder gekürzt, denn der Headliner wartete auch noch auf seinem Auftritt. Mit dem bekannten Klassiker "Hartz 4" ging schon die Post ab und es folgte gleich noch Das Publikum war sofort in Mitmachstimmung und schon bei "Tach, Herr Chef" und besonders bei den Worten "Ich mag sie nicht" hörte man schon die ersten Massenchöre. Übrigens ist der Song gecovert Das Original ist vom Liedermacher-Duo Joint Venture, welches aus Götz Widmann und dem leider bereits im Jahr 2001 verstorbenen Martin "Kleinti" Simon bestand.
VICKI besingt in seinen Liedern humorvoll über Menschen wie Dich und mich, aber auch bekannte Politiker und/oder mittlerweile in Vergessenheit geratene Personen des öffentlichen Lebens. Oft hält er uns dabei einen Spiegel vor das Gesicht. Es gibt sogar Menschen, die merken das nicht mal. Die Lieder haben Biss und sind sicher nicht immer politisch korrekt, aber so soll es ja auch sein bei VICKI VOMIT. Wenn dem Herrn Vomit etwas gegen den Strich geht, dann sagt er oder singt er es auch. Das Lied "Ronny wählt die eeNnpeeedee und die entsprechende Ansage waren eine schallende Ohrfeige für das entsprechende Klientel. Leider spielte er das ebenfalls sehr bittere "Ist uns doch egal ob der Neger verreckt" nicht. Dieses Lied entstand schon als vor Lampedusa die Flüchtlinge zu Dutzenden ertranken und sich kaum jemand drum scherte.

Aber der Herr Vomit zögerte auch nicht "Meine Freundin" zu spielen. Ja, der Mann ist kein Dummkopf, sondern hat Biss und Klasse. das war am Anfang seiner Karriere etwas verbogen, aber das war ja auch eine andere Zeit. Heute trifft der Mann auch mit seinen nicht immer ganz korrekten Liedern und Aussagen in so manches Politiker-Fettnäpfchen, aber er hält deswegen nicht das Maul. Daran können sich viele ein Beispiel nehmen. Vicki geht mit wachen Augen durch die Welt und auch das schätze ich an dem Mann.
Das Publikum wogte, pogte, sang laut und ausgiebig bei Titeln wie "Mandy ist ein Opfer der Mode", "Wohin mit Omas Leiche" oder "Küssen mit Angelika“ mit.

Er startete auch eine Publikumsumfrage und wollte wissen, wer aus Löbau, aus Bautzen oder Dresden von den Besuchern kommt. Es waren viele, die aus dem Bautzener und Dresdner Raum nach Löbau gekommen sind. Es verwies auf die Kürze dieses Konzertes versprach jedoch bei der traditionellen Weihnachtsmugge am 23.12. 2015 in der Tante JU das ganze Konzert zu spielen und dazu wären alle Fans selbstverständig ganz herzlich willkommen.

Im Zugabenteil wurden dann noch einige Hits wie "Arbeitslos und Spaß dabei" und "kleine Meerjungfrau medleyartig zusammengefasst, aber der Zeitplan war gnadenlos.


Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 29.10.2015 19:07 | nach oben springen

#4

RE: 1. Funrock-Metal-Festival 24.10.15 Löbau mit J.B.O., VICKI VOMIT und KurtL

in Konzertberichte 2015 29.10.2015 17:47
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Fotos Vicki Vomit Teil 2.

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 29.10.2015 19:05 | nach oben springen

#5

RE: 1. Funrock-Metal-Festival 24.10.15 Löbau mit J.B.O., VICKI VOMIT und KurtL

in Konzertberichte 2015 29.10.2015 17:57
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Konzertbericht Teil 3:

Nach einer entsprechenden Pause kam sie, die schwarz-rosa gekleideten Herren von J.B.O. Selbst das Bühnenlicht schimmerte anfangs erstmal rosa. ich hatte die Band mehr als 10 Jahr nicht mehr gesehen und ich freute mich wie Bolle. Der an die Berliner Schnulze "Aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert" angelehnte Bolle-Song erschien 1997 mit anderen Text auf dem Album "Laut" und dieses Lied brachte die Meute vor der Bühne in Löbau auch gleich in Stimmung.

"Schlaf, Kindlein, schlaf" vom 1995 erschienen Erfolgsalbum " Explizite Lyrik" folgte gleich und die Band kündigte an, dieses Album anlässlich des 20 jährigen Jubiläums auf dieser Tour noch mal ausgiebig zu spielen. Für die Scheibe erhielten die Jungs1998 übrigens Gold für 250 000 verkaufte Einheiten. Mittlerweile dürften die Absatzzahlen bei Explizite Lyrik bei 350 000 oder 400 000 Tonträgern liegen.

Die Melodie von "Schlaf, Kindlein, schlaf" haben die schwarz-rosa- Heavy metal-Helden aus Erlangen bei keiner geringeren Band wie METALLICA ("Enter Sandman" vom schwarzen Album) ausgeborgt. Herrlich diese "Pommerland ist abgebrannt" -Gesänge der Fans. Das ging schon gut ab.

Das Konzert der Metal-Recken J.B.O. kann man gar nicht so einfach beschrieben. Ich versuche es mal so: Natürlich gibt es ordentlichen Lärm in Form von Starkstrommusik für die Fans mit ganz witzigen deutschen Texten. Aber da ist noch mehr dazu, die Show ist eine Mischung aus Rockrevue, Rockzirkus und Varieté. Ständig passiert irgendwas auf der Bühne. Immer neue Bilder /Showelemente tun sich vor dem Konzertbesucher auf.
Da erscheint Hannes plötzlich als Bob Marley und singt "Gimme Dope, Joanna" (gecovert von Eddy Grant's "Give me hope, Joanna"). Ein Bühnenkünstler bringt die Attrappe eines riesigen Joints vorbei und dann erscheint auch noch ein Polizist. Immer wieder kamen die 2 schauspielernden Helfer zum Vorschein und schlüpften in zu den Songs passende Rollen. So konnte man also 2 "Blondinnen", den "Vater Abraham" oder den 4-Fingerman in Aktion und im Scheinwerferlicht erleben. Diese beiden unterstützenden Show-Leute nennen sich Sandy Sahne und Der Ente. beide sind auch abseits von J.B.O. in der Unterhaltungsbranche tätig. Sandy Sahne macht auf Party-Hits und der Ente ist als Liedermacher, Bühnenkünstler tätig. Er wa übrigensmal Bassist in verschiedenen Metalbands.

"4 Finger für ein Halleluja" war übrigens einer der ganz wenigen Lieder neuen Ursprungs an diesem Abend. Nicht immer war das gesehene alles ganz jugendfrei oder hochgeistig. Darum geht es ja auch nicht. Die Leute sollen einfach mal Spaß mit der Musik, mit der Band und mit der Show haben. Ich finde das völlig okay. Auf jeden Fall ist das Spektakel auch gut durchgeplant und das Team aus Musikern, Technikern und Helfern macht einen tollen Job.

Der riesige Moshpit aus wogenden, tanzenden Leibern und die Fangesänge waren dafür ein unbestechliches und untrügliches Zeichen. Auch nach mehr als 25 Jahren hat sich J.B.O. noch nicht verbraucht. Die 4 Jungs zeigen immer noch allen Posern, Softies und Weichspülern, wo der gesunde, humorvolle Metall-Hammer mit witzigen deutschen Texten hängt.

Aus Grönemeyers "Männer" machten J.B.O. im Jahr 1995 das Lied "Frauen". Auch das war in Löbau immer noch ein Kracher, der bei der feierwütigen Meute die Wände der Ruhe wackeln und bröckeln ließ. Fans und Bands schenkten sich gegenseitig nichts.

Auch wenn "Kuschelmetal" mit dem Vorspiel aus Klassikern der Beatles, von Rod Stewart und anderen die Stimmung weiter anheizte. Es war ein Fest der guten Laune und die ganzen Metal-Fans zeigten der Welt, was eine Rundumbeschallung von Fans für eine Lautstärke haben kann:
" Bring mi ham
Möglichst schnell
In die Heimat
nach Löbau
Bei der Mama bring mi ham
Möglichst schnell
In die Heimat
nach Löbau"

Die Musiker von J.B.O. gehen konsequent ihren Weg und das tun sie in dieser Besetzung auch schon seit dem Jahr 2001. Damals stießen Ralph Bach (Bassgitarre) und Drummer Wolfram Kellner zu den beiden Sängern und Gitarristen Hannes "G.Laber" Holzmann sowie Veit "Vito" Kutzer, die J.B.O. übrigens bereits 1989 aus der Taufe hoben.

(Wegen der angeblichen akuten Verwechselungsgefahr mit dem Orchester von James Last klagte dessen Plattenfirma im Jahr 1996) gegen die Verwendung des namens James Blast Orchester J.B.O. nannte sich fortan James zensiert!chester. Natürlich gewann das Metal-Geschwader aus Franken dadurch auch einen Popularitätsschub.

Auch das rechtliche Geplänkel mit einer Biermarke aus dem Nürnberg-Fürther Raum überstand das Orchester schadlos. Diese kleinen Skandalchen wurden zwar hochgekocht, aber diese Tücken konnten J.B.O. nicht aufhalten.

Dafür bekommen sie heute ihr Bier von ihrer Heimat-Brauerei Kitzmann. Das ist ja auch nicht schlecht und die Flaschen erhalten sogar ein extra schwarz-rosafarbenes J.B.O.-Etikett.

"Schlumpfozid im Stadtgebiet", "Mei Alde is im Playboy drin", "Ka Alde, ka G'schrei" donnerten unter anderem noch durch Boxen, durch die Halle und die Körper. Die Fans hoben fast ab vor Begeisterung. In Anbetracht der Tatsache, dass 4 Stunden Mugge auch bei Muggenpilgern, Konzertnomaden und Konzertgängern ihre Spuren hinterlassen, konnte man als Fan richtig zufrieden sein.

Aber es fehlte noch der Hit überhaupt, nämlich die Ballade eines beschissenen Tages: Wie oft habe ich dieses Lied im Auto, im Wald oder in meiner Bude gebrüllt, wenn wieder so ein Arschloch-Tag mir den Nerv raubte. Selbstverständlich gingen die Verteidiger des Blödsinns nicht ohne "Ein guter Tag zum Sterben" von der Bühne. Es genügten die Anfangsakkorde und schon bebte gefühlt ganz Löbau. Die ganze Halle sang das Lied und die Band ließ sich von diesen Gesängen verzaubern. Gut möglich, dass es andernorts noch lauter klingt, aber für Löbau waren die Fangesänge meiner Meinung nach ganz großes Gesangskino.

Na gut, ich hoffe, dass es nicht wieder 10 Jahre dauert bis ich J.B.O. wiedersehe. Vicki Vomit besuche ich aber garantiert noch eher und KurtL mit seinen Projekten werde ich auch hier und da verfolgen.


Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 31.10.2015 17:26 | nach oben springen

#6

RE: 1. Funrock-Metal-Festival 24.10.15 Löbau mit J.B.O., VICKI VOMIT und KurtL

in Konzertberichte 2015 29.10.2015 18:04
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Fotos J.B.O. Teil 2

Gruß Kundi

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