#1

RENFT 09.10.15 Langebrück

in Konzertberichte 2015 11.10.2015 14:20
von Kundi | 1.994 Beiträge | 4566 Punkte

Am 09. Todestag von KLAUS RENFT haben wir im Saal des Bürgerhauses Langebrück gemeinsam mit der Combo bei einem "Liebeslied", "zwischen Liebe und Zorn", "Nach der Schlacht" die Rose geehrt und den "Apfeltraum" geträumt.
Es war eine schöne und gut besuchte Mugge. Hier sind erste Fotos. DIi Musiker der Band und das Publikum waren gut drauf. Der Abend hat wieder mal richtig Spaß gemacht.
Kleiner Bericht folgt demnächst.

Hier sind aber schon erste Fotos.

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 14.10.2015 04:56 | nach oben springen

#2

RE: RENFT 09.10.15 Langebrück

in Konzertberichte 2015 11.10.2015 14:31
von Kundi | 1.994 Beiträge | 4566 Punkte

RENFT live am 09.10.15 in Langebrück - Fotos Teil 2

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 11.10.2015 14:36 | nach oben springen

#3

RE: RENFT 09.10.15 Langebrück

in Konzertberichte 2015 11.10.2015 21:21
von Kundi | 1.994 Beiträge | 4566 Punkte

Fotos Teil 3

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 11.10.2015 21:27 | nach oben springen

#4

RE: RENFT 09.10.15 Langebrück

in Konzertberichte 2015 13.10.2015 19:59
von Frank | 357 Beiträge | 745 Punkte

Sehr schöne Bilder von RENFT , Kundi
Wären gern dabei gewesen

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#5

RE: RENFT 09.10.15 Langebrück

in Konzertberichte 2015 15.10.2015 20:07
von Kundi | 1.994 Beiträge | 4566 Punkte

Der Freitag stand an und mit ihm auch die nächste Kundi-Mission an einen Bühnenrand.
Es war der 09. Oktober und in diesem Jahr jährte sich just an diesem Tag der Todestag von Klaus Renft zum neunten Mal. Die Fahrt ging nach Langebrück ins Bürgerhaus und dort spielte an diesem Abend die Band deren Gründer, Namensgeber, Leiter und Bassist Klaus war. Dass das Konzert ausgerechnet an diesem denkwürdigen Tag über die Bühne gehen sollte, gefiel mir ganz gut und veranlasste mich auf der Fahrt zum Veranstaltungsort auch gleich noch zu meiner kleinen persönlichen Rückschau. Ich liebe diese persönlichen Rückblicke bzw. gedanklichen Ausflüge in die Vergangenheit ja und stimme mich so gerne auf Muggen ein.

Im Alter von 16 Jahren gründete Klaus im Jahr 1958! die KLAUS RENFT COMBO (KRC). Damit ist die KRC eine der ältesten Rockbands der Welt. Die ROLLING STONES, OMEGA, die RATTLES, die STERN COMBO MEISSEN und viele andere Rockmusikformationen wurden lange nach der KRC ins Leben gerufen. Im weiteren Verlauf dieses Berichtes werde ich nun jedoch nur noch den Begriff RENFT benutzen. Das macht sich einfach besser.

Ich selbst bin nun auch schon seit mehr als 40 Jahren an RENFT interessiert. Wir wissen alle, dass die Geschichte der Band sehr wechselvoll ist. Ich möchte jetzt auch nicht die gesamte Geschichte in allen Einzelheiten aufrollen, sondern nur so ein paar meiner Meinung nach markante Punkte anschneiden. Die Geschichte der Band ist ja so umfangreich und komplex, dass man Romane, Drehbücher oder Biografien darüber schreiben könnte. Biografien über RENFT sind schon mehrere erschienen. Die von Cäsar und „Als ich ein Vogel war“ Gerulf Pannach - Die Texte zähle ich auch noch dazu. Es lohnt sich wirklich diese ganzen Veröffentlichungen auch zu lesen.

Das erste RENFT-Verbot gab es bereits in den frühen 60er Jahren. Aber mit Bauernschläue und List umging KLAUS RENFT die Verbote dieser Zeit. Plötzlich gab es die Butlers und als auch diese ein Auftrittsverbot ereilte, hieß die Band plötzlich Ulf Willi-Quintett. Dieses RENFT-Verbot wurde 1967 offiziell wieder aufgehoben. Kurze Anmerkung zu ´den Butlers: die Band um das letzte Gründungsmitglied Hans-Dieter Schmidt wurde 1992 wieder ins Leben gerufen und sie existiert heute noch. Wer die BUTLERS noch mal sehen möchte, muss sich aber ranhalten, denn die Band gibt am 13. November 2015 im Lindensaal Markleeberg ihr Abschiedskonzert mit zahlreichen Gästen. Auch Thomas „Monster“ Schoppe und Hans-Jürgen Beyer werden dabei sein(Quelle: www.the-butlers.de)

Es war ein ständiges Kommen und Gehen der Musiker bis sich 1972 endlich die RENFT-Besetzung fand, die zur Legende werden sollte. KLAUS RENFT war auch ein kleines Schlitzohr und ihm gelang es immer wieder sehr gute Musiker für seine Band zu finden. Eigentlich hätte der Mann mit Komplimenten, Orden und Förderpreisen überschüttet werden müssen. In der damaligen Zeit wurden Einrichtungen, Organisationen, Brigaden usw. mit guter Nachwuchsarbeit gerne hochtrabend als Kaderschmieden bezeichnet. Die Band RENFT wäre demnach eine sehr gute Kaderschmiede für Beat- und Rockmusiker gewesen.

Die Liste der ehemaligen RENFT-Mitglieder ist lang und sie liest sich heute manchmal wie das who is who des Ostrocks: Thomas Bürkholz, Jürgen Matkowitz, Michael Heubach, Hans-Jürgen Beyer, Bernd Schlund, Christiane Ufholz und viele andere holten sich bei RENFT Rüstzeug und Liveerfahrung.

Es sah sehr lange nicht danach aus, dass ich die Band jemals live erleben würde. Der Entzug der Spielerlaubnis kam ja praktisch einem Verbot von RENFT gleich. Fortan wurde die Kapelle in der größten und besten DDR der Welt in den Medien auch totgeschwiegen. Es war fast so als hätte es die Band nie gegeben. Klaus Renft, und Thomas "Monster" Schoppe reisten mehr oder weniger freiwillig in den Westen aus. Christian „Kuno“ Kunert und Texter Gerulf Pannach wurden nach mehreren Monaten Haft gegen ihren Willen ausgebürgert. Die andere Hälfte der Band richtete sich im Osten ein. Peter „Cäsar“ Gläser und Jochen Hohl gingen zu KARUSSELL. Peter „Pjotr“ Kschentz arbeitete wieder als Kraftfahrer.

Dass die halbe Band im Westen war, brachte das RENFT-Feuer bei den Fans und auch den Musikern scheinbar zum Erliegen. Dass ich heuer sogar meine RENFT- Livekonzert-Silberhochzeit feiern könnte, war bis 1990 gar nicht abzusehen und in den folgenden Jahren auch nicht unbedingt zu vermuten. RENFT sollte in Vergessenheit geraten, doch durch das Verbot wurde die Band erst recht zum Mythos. Fans sind manchmal störrisch und sie vergessen ihre Helden nicht. Das staatliche Diktat nützte gar nichts und war für die Funktionäre und staatlichen Organe in dieser Hinsicht sogar kontraproduktiv. RENFT lebte im Untergrund weiter. Auf x-mal kopierten Tonbandkassetten, in den Erzählungen der Fans oder mit aufgehobenen Fotos und Zeitungsartikeln wurde die Erinnerung an RENFT wachgehalten.

Die Trennung der Musiker und auch der beiden deutschen Staaten schien auf Ewigkeit zementiert. Aber der Schein trog. Unter der Asche von Verbot, Ausreisen und Totschweigen in den Medien schwelte die Glut leise weiter und das über Jahre bis in den Wendeherbst 1989 hinein. Als der bürgerbewegte Wind der Veränderung wehte, wurde auch die Giftschränke von Fernsehen, Radio und Amiga wieder geöffnet. Die Lieder liefen wieder über die offiziellen Sender und noch zu DDR-Zeiten kehrte RENFT in einem Triumphzug zu Konzerten in die Heimat zurück. Auch wenn Kuno und Cäsar bei dieser Tour fehlten. Alleine dass RENFT überhaupt wieder da war, war schon eine Sensation. Es gab einen Ozean an großen Gefühlen bei Musikern und Fans gleichermaßen: Jubel, Freudentränen, Nachdenklichkeit, Sprachlosigkeit usw. Manchmal frage ich mich, was wäre aus RENFT wohl geworden, wenn die Band damals staatskonform geblieben wäre bzw. eingelenkt hätte. Richtig beantworten kann diese Frage niemand.

In diesem Haufen Musiker steckte jedenfalls unheimlich viel künstlerisches Potential. RENFT war nämlich im Prinzip auch ein Pool an Komponisten und Sängern. Der Band wurde zeitweise von staatlicher Seite sinnbildlich gesprochen der rote Teppich ausgerollt. Fernsehauftritte, Rundfunkproduktionen, binnen kurzer Zeit wurden von AMIGA 2 Langspielplatten("KLAUS RENFT COMBO", "RENFT") produziert. Auch besondere Auftritte durfte die Band absolvieren, so zum Beispiel bei den X. Weltfestspielen der Jugend und Studenten 1973 in Berlin. So hätte es weiter bis ganz nach oben gehen können. RENFT hätte durchaus das Zeug dazu gehabt den PUHDYS den Rang abzulaufen. Aber es kam bekanntlich anders.

Mehrere RENFT-Musiker sagten später, wenn es das Verbot nicht gegeben hätte, hätte sich die Band möglicherweise auch selbst aufgelöst. Zu unterschiedlich waren die Charaktere und vor allem die Ansichten über den weiteren musikalischen und inhaltlichen Weg der Band. Die eine Hälfte wollte eigentlich nur Musik machen, die andere Hälfte wollte an die Grenzen des Machbaren gehen und wurde dabei immer provozierender. Bis es zum Eklat 8dem Verbot) kam. man kann auch sagen, dass RENFT nicht nur der Staats- und Kulturapparat der DDR im Wege stand, sondern die Musiker sich auch selbst. Letzteres setzte sich übrigens nach 1990 fort. Hader und Streit führten dazu, dass es zeitweise 2 RENFT-Bands nebeneinander gab. Wenn man Cäsar mit seinen Bands noch dazu zählt, sogar 3.

Doch der größte und schlimmste Widersacher der Rockband RENFT nahm ab dem Jahr 1998 seine grausame Tätigkeit auf. Gevatter Tod, der Mann mit der Sense ist unerbittlich und er holte bisher schon folgende RENFT'ler zu sich:

Gerulf Pannach (geboren am 24.06.1948, gestorben am 03.05.1998)
Peter „Pjotr“ Kschentz (13.10.1941 - 18.09.2005)
Klaus „Jenni“ Renft (30.06.1942 - 09.10.2006).
Heinz Prüfer (08.11.1948 - 18.03.2007)
Peter „Cäsar“ Gläser (07.01.1949 - 23.10.2008)
Auch der Texter Kurt Demmler (12.09.1949 - 03.02.2009 ging schon mit dem schwarz gekleideten (Todes-) Schnitter. Er zählte zwar nicht direkt zur Band, aber seine texte waren enorm wichtig für RENFT.

Nach all der staatlichen Repression in der DDR, dem ganzen Hader und Streit sowie dem Wüten des Knochenmannes hätten andere Bands längst aufgegeben. Doch das RENFT-Feuer ging nie aus. Es glimmte immer weiter.1990 zum Beispiel genügte ein Funke und die Flamme war wieder voll entfacht. Manchmal loderte das Feuer in der Folge auch etwas schwächer, aber es ging nie aus. Es gab auch die Annäherung der verstrittenen Parteien sowie gemeinsame Konzerte von RENFT-Musikern. Ich habe sie alle noch gesehen mit RENFT die Verstorbenen (Gerulf, Pjotr, Cäsar, Klaus, Heinz) und die beiden heute noch lebenden Ex-RENFTler Jochen Hohl und Christian "Kuno" Kunert. Kuno tourte ab 1998/99 bis zu seinem Hörsturz im Jahre 2006 wieder mit RENFT. Er hat auch großen Anteil an dem Album "Als ob nichts gewesen wär'" Jochen Hohl konnte ich auf Cäsars Jubiläumstour 1997 noch mal mit seinen RENFT-Kollegen zu erleben. Auch Thomas "Monster" Schoppe kehrte ab 2006 wieder in den Schoß der "RENFT-Familie" zurück.

Da ich 1975 als das staatlich verordnete Spielverbot über RENFT verhängt wurde, noch zu jung war, um Konzerte zu besuchen, dauerte es bis zum 10. Mai 1990 und damit bis zum umjubelten Konzert der Band im Kulturhaus Bischofswerda bis ich das erste Mal bei RENFT vor der Bühne stand. Über 50 RENFT-Konzerte in wechselnden Besetzungen habe ich bisher erlebt. Auch Monsters RENFT-Band gehörte dazu.
Nun ist es tatsächlich wahr geworden und ich feiere meine RENFT live-Silberhochzeit an diesem 09. Oktober 2015, dem 9. Todestag von Klaus RENFT, in Langebrück mit der seit 2007 bestehenden RENFT- Viererbande.

Thomas "Monster" Schoppe (Gesang, Gitarre) ist der letzte in der Band noch aktive Musiker der legendären Besetzung aus de ersten Hälfte der 70er Jahre. Zusammen mit Marcus Schloussen (Bass, Gesang, Ukelele), Delle Kriese (Schlagzeug, Gesang) und Gisbert "Pitti" Piatkowski (Leadgitarre, Gesang) halten sie das RENFT-Feuer weiter am Leben. Die Band lebt und mit ihr natürlich auch ihre Lieder. Ich glaube, besonders das Schlitzohr Klaus würde sich darüber freuen, wenn er könnte und dazu zufrieden, jedoch auch etwas schelmisch grinsen.

Monster ist mittlerweile auch schon 70 Jahre alt, aber er steht immer noch auf der Bühne und er gibt bei jedem Konzert wirklich alles. Er holt aus Stimme und Körper auch noch das letzte notwendige Quentchen heraus. Thomas Schoppe schreit sich beim Konzert die Seele aus dem Leib, er röhrt fast wie in besten Zeiten und der Schweiß läuft nach wenigen Minuten in Strömen. Aber der früher oft aufbrausende Monster ist in manchen Dingen auch etwas ruhiger geworden. Nur noch ganz selten poltert er noch mal los und schimpft über Gott oder die Welt. Es scheint mir fast so, als ob er im Alter weiser geworden wäre. Der Herr Schoppe ist aber immer noch einer der großartigsten Rocksänger Deutschlands. Ich habe einen Heidenrespekt vor seiner Leistung und seinem Durchhaltevermögen.

Die Viererbande interpretiert die alten Hits ein ganzes Stück härter, kräftiger und ungeschönter als sie bei ihrer Entstehung klangen. Ich habe den Eindruck, dass die Lieder mit voller musikalischer Wucht durch die Konzertsäle fegen und nicht selten lösen sie bei mir eine volle Wucht an Emotionen aus. RENFT spielt immer noch, vielleicht auch gerade deswegen, ehrliche, handgemachte Rockmusik.
Jeder Fan hat ja seine eigene Beziehung zu RENFT, zu den Musikern und zu den Liedern. Ich für meinen Teil finde es gut, dass wir auch in der heutigen Zeit bei RENFT noch vor der Bühne stehen können und gute Livemusik konsumieren dürfen.

In Langebrück war das Quartett wieder besonders locker und gut drauf. Der doch sehr ordentlich gefüllte Saal, die große Bühne mit tollem Licht, die Begeisterung des Publikums gaben den Musikern wohl doch zusätzliche Energie und Freude. Das RENFT-Feuer loderte kräftig. Die Lieder verbreiten immer noch etwas Magisches. Es sind unsterbliche Songs und die Texte erzählen uns so viel. Wir können sie immer noch fühlen, greifen und wir lesen immer noch zwischen den Zeilen. Aber der Lebensbaum der Erkenntnis ist in den vielen Jahren auch gewachsen. Heute können wir in verschiedenen Zeitebenen zwischen den Zeilen lesen. Was wir damals so in die Texte hereininterpretierten, muss mit dem heutigen Erkenntnisstand nicht unbedingt übereinstimmen. Das ist aber auch spannend.

Ich gebe mal ein bewusst überspitztes Beispiel: Das „Gänselieschen“ könnte man heute mit etwas gutem Willen auch als Plädoyer für die artgerechte Freiluft- und Bodenhaltung von Geflügel in den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften der DDR interpretieren. Also nichts mit Käfighaltung und industrieller Mast, stattdessen genug Freilauf und frisches Grünfutter im Kreise von Artgenossen. („Jeden Morgen ziehn sie auf die Wiese. 100 Gänse…“)

Etwas ensthafter könnte man „So starb auch Neruda“ nicht nur als Lied gegen den blutigen Militärputsch 1973 in Chile sehen. Der besungene Dichter Pablo Neruda steht als Beispiel auch für die anderen Opfer der Pinochet-Diktatur vom Präsidenten Salvador Allende über den Musiker Victor Jara bis hin zu den ganzen namenlosen Mordopfern. Heute begreife ich „So starb auch Neruda“ auch als Freiheitslied und speziell den fliegenden, ausblutenden Andenkondor auch als Symbol des Freiheitswillens eines Volkes. Da kann man auch Vergleiche zum KARAT-Albatros ziehen.

Übrigens sprach Monster davon, dass „So starb auch Neruda“ das Lied seines Lebens ist und er für diesen Song wohl geboren wurde. Da ist sicher etwas dran. Auf jeden Fall hat Thomas Schoppe das Lied wieder ganz großartig gesungen. Für mich war es das Lied des Abends, Platz 2 würde ich an „Als ich wie ein Vogel war“ vergeben. Platz 3 würde in meiner Rangliste dieses Konzertes „Ermutigung“ einnehmen. Oder doch lieber „Wer die Rose ehrt“ auf das dritte Treppchen? Eigentlich ist dieses Voting völlig Bockwurst. Fakt ist doch gewesen, dass ich wieder mal ein überdurchschnittlich schönes Konzert erlebt habe. Das war in den vergangenen 25 Jahren auch nicht immer so. da gab es durchaus neben Höhen auch Tiefen.

Die Setliste war natürlich eine RENFT-eigene Liederbestenliste, die kaum Fan-Wünsche offen ließ. Natürlich wird den Fans immer der eine oder andere Titel fehlen, aber insgesamt war doch der Großteil dessen, was das Fanherz begehrt, im Konzert auch zu hören.

Marcus Schloussen stand als Sänger nicht nur „ Irgendwo dazwischen“, sondern er träumte mit seiner Stimme auch wunderbar den „Apfeltraum“. Den „Baggerführer Willi verlieh er auch seine Stimme. Dazu spielte er auf der Ukulele. Das kleine Instrument sah in seinen Händen ganz schön zerbrechlich aus. Aber es bestand für das Instrument keine Gefahr, denn der Bass kran ist diesem Musikinstrument gegenüber ein ganz zärtlicher Riese.

Gitarrist Gisbert Piotrowski steht seit seinem Einstieg im Jahr 2007 wie kein anderer für den seit dem starken, rockigen Sound von RENFT. Dabei spielt der Mann virtuos mit einer Leichtigkeit und Lockerheit sowie mit Mut zur Improvisation, dass es nur so eine Freude ist. Pitti ist sicher einer der besten Gitarristen, die wir haben. Dabei ist er aber auch immer auf den Boden der Tatsachen geblieben. Ich habe ihn neben der Bühne als freundlichen und bescheidenen Menschen kennengelernt.

Den feinsten Zwirn bei RENFT trägt Drummer Delle Kriese. Der Mann sieht aus wie ein Gentleman in seinem Anzug. Daran haben wir uns im Laufe der Zeit auch gewöhnt. Als Schlagzeuger lässt es der feine Herr aber ordentlich krachen und scheppern. Delle trommelt präzise wie ein Uhrwerk, druckvoll wie eine Presse und er bringt den Rhythmus zusammen mit dem Bass kran auf den Punkt. Diese Rhythmusgruppe ist einfach nicht mit Gold aufzuwiegen.

Um diesen Bericht jetzt aber ganz langsam mal zum Abschluss zu bringen, hier noch mal eine ganz kurze Zusammenfassung:

Am 09. Todestag von KLAUS RENFT haben wir im Saal des Bürgerhauses Langebrück gemeinsam mit der Combo bei einem "Liebeslied", "zwischen Liebe und Zorn", "Nach der Schlacht" die Rose geehrt und den "Apfeltraum" geträumt.
RENFT rockte und rollte so gut, dass es für die Fans deutlich mehr als einen Satz heiße Hör-Ohren gab. Es sind genau solche Konzerte, die wir mit dieser legendären Band immer wieder erleben wollen. Keiner weiß, wie lange das noch geht, aber der (ost-)deutsche Rockdinosaurier ist derzeit noch springlebendig und in dieser bestechenden Form live auch immer noch eine sichere Bank. Möge es noch lange so bleiben.


Gruß Kundi


zuletzt bearbeitet 15.10.2015 20:11 | nach oben springen


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