#1

JÜRGEN KERTH & Band am 11. Juli 2015 in Halberstadt

in Termine 03.07.2015 18:48
von HH aus EE | 846 Beiträge | 2063 Punkte

Am 11. Juli, dem zweiten Juli-Wochenende 2015, spielt JÜRGEN KERTH mit seiner Band im Kreuzgang der Liebfrauenkirche von Halberstadt. Dieser Kreuzgang ist ein wunderbarer Ort, um Open Air und dennoch in den Mauern einer großen Kirche am Domplatz, den Blues zu feiern und einen der ganz Großen deutscher Blues-Tradition live zu erleben. Ich freue mich wirklich sehr, JÜRGEN KERTH hier erleben zu dürfen und wer weiß, vielleicht verirrt sich ja der eine oder andere sogar hierher. Der Parkplatz am Domplatz ist groß und der Weg zu laufen beträgt nur 3 Minuten. Das dunkle Bier vom Papermoon, der Gerstensaft einer kleinen Privatbrauerei, schmeckt ebenfalls vorzüglich. Es wird toll!

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#2

RE: JÜRGEN KERTH & Band am 11. Juli 2015 in Halberstadt

in Termine 10.07.2015 15:17
von HH aus EE | 846 Beiträge | 2063 Punkte

Morgen spielt JÜRGEN KERTH seinen Blues im Kreuzgang der Liebfrauenkirche von Halberstadt. Vor 38 Jahren tat er das für ROCK-MIX in Elsterwerda, als ich selbst noch Konzerte organisiert habe. Aus diesem Anlass erinnere ich an das Konzert bei "Hoppenz" im Jahre 1978 und freue mich auf morgen. Hier der Link in die Vergangenheit:

http://www.mein-lebensgefuehl-rockmusik....h%20anno%201978

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#3

RE: JÜRGEN KERTH & Band am 11. Juli 2015 in Halberstadt

in Termine 13.07.2015 19:52
von HH aus EE | 846 Beiträge | 2063 Punkte

Kurzes Statement zum Konzertabend: „Komm herein“ singt JÜRGEN den noch draußen Stehenden zu. „Kommt herein“ und hört, wie gleich zu Beginn dieses besondere Instrument in den Händen des Meisters zu singen beginnt. Das Areal ist gut gefüllt, gleichwohl dennoch genug Platz. Denen, die vorübergehen, um die große Leinwand vor dem Dom flimmern zu sehen, singt JÜRGEN sein swingendes „Komm zurück!“ hinterher. Ich genieße diese wunderbare Atmosphäre, eingeschlossen von dicken alten Mauern quasi im Grünen zu sitzen. Während ich dem Singen der Gitarre lausche, gleitet mein Blick an zwei Türmen der Basilika in die Höhe, die von der Sonne in helles Abendlicht getaucht sind. Später werden sie goldgelb warm glänzen und nachts in die Dunkelheit abtauchen.

JÜRGEN KERTH und Sohn STEFAN am Bass stehen beide mit geschlossenen Augen auf der offenen Bühne, tief in ihren Blues versunken. Sie erzählen kleine Geschichten, wie die vom Papa, der seinem Sohn zeigen soll „wo die Band spielt“. Die mit dem Gitarristen, dem Mann am Bass und dem hinter dem Schlagzeug. Dort sitzt heute zum ersten Mal, und ohne geprobt zu haben, ALEXANDER WICHER aus Gera. Später stellt sich heraus, dass ich dessen Vater als Gitarrist einst mit der Schubert-Band in Plessa auf der Bühne hatte. Jetzt sind wir mindestens eine Generation weiter und ich fühle, dass der Funke stetig weiter getragen wird.
Die Mauern des Kreuzganges um sich und den freien Abendhimmel über sich, singt JÜRGEN KERTH „Ich aber finde keine Ruh“ und als seine EINE den Chorus dazu singt, hören die Geister unter den alten Gewölben zum ersten Mal die eingeflochtene Melodie von Santana’s „Samba Pa Ti“ und den tosenden Beifall aufbrausen. In diesen Minuten fühle ich mich angekommen und „bin glücklich dazu“. Anderen scheint es zu Chuck Berry’s „Around And Around“ ebenso zu gehen, denn im Schatten der alten Mauern kann man einige tanzen und im Dämmerlicht kleine Fledermäuse durch das Areal fliegen sehen. Was für eine heimliche Nacht und was für ein faszinierendes Ambiente!

Mit einem frischen Gerstensaft in der Hand kann ich zur Geschichte von „Oma hilf (mir)“ schmunzeln und dann die geballte Ladung „Red House“ genießen. Der Klassiker von Jimi Hendrix ist Standard bei KERTH und das faszinierende Synchronspiel des Altmeisters JÜRGEN mit dem Bass von STEFAN ist ein Highlight, das man nicht oft genug hören kann.
Die letzten Sonnenstrahlen tauchen die Türme jetzt in einen warmen Abendhauch. Den Saiten seiner EINEN entlockt KERTH die zarten Töne der „Frühlingsmelancholie“ und ich meine darin versteckt ein kleines „Weißes Boot“ gleiten zu hören. Der Bluesmann lächelt still in sich hinein. An der Bühnenkante stehend, lässt er die alte Gitarre passend zu den Abendgeräuschen singen, zirpen und wimmern. Was für ein Genuss, zu erleben, wie der Musiker seine eigenen Klassiker immer wieder neu erfindet, ihnen andere Facetten entlockt, so wie er es mit dem „Geburtstag im Internat“ macht. Die Nummer klingt im Heute ruppiger, die Gitarrenläufe kantiger und wenn dann der Meister „Get Back“ von den Beatles in den Chorus einfließen lässt, brennt die Luft im Kreuzgang der Liebfrauenkirche von Halberstadt. Und „Helmut“, der Kumpel aus alten Zeiten, tanzt mit einigen weiblichen Besuchern dazu. Immer wieder Klasse, diesem JÜRGEN KERTH zu lauschen!

Inzwischen ist es Nacht. Die Türme entschwinden im Dunkel, aber der Kreuzgang ist erleuchtet. Eine dunkle Silhouette menschlicher Gestalten vor dem farbig erleuchteten Gestein der Bögen und Mauern vermittelt eine romantische Stimmung, die sich auch in den Akkorden von „Helmut“ und der „Zeit der Illusionen“ aus der Kindheit findet. In sich versunken wiegt sich eine Frauengestalt im Rhythmus und als JÜRGEN KERTH noch die „Martha“ aus den Saiten lockt, werden ihre Bewegungen schneller. Auch diesmal zaubert der Blueshexer, indem er das Riff von „Race With The Devil“ der Gurvitz Brüder (Gun) einfließen lässt.
Einen Moment Gänsehautfeeling entsteht im Klang der „Gloriosa“, als KERTH den Glocken im Dom zu Halberstadt einen Gruß sendet. Da jubeln die Einheimischen und ich fühle mich leise berührt, weil das Geläut des Doms auch oft in meinen Ohren schwingt. Ein anderer magischer Moment ist jener, als der Magier des Abends, in einen seiner leisen solistischen Ausflüge vertieft, sich auf eine Monitorbox setzt und uns den Troubadour im Schummerlicht der Kerzen und Sterne gibt. Dass ich das noch miterleben darf!

Der Erdige Blues, deftiger Rock, kantige Riffs und eine sakrale Umgebung die in Jahrhunderten atmet, was für eine hochemotionale Mischung und das zur Mitternachtsstunde, die den „Blues von der grauen Maus“ zu hören bekommt. Als sich das Powertrio verabschieden möchte, fehlt noch ein Song. An den Schluss gehört natürlich die Ode an seine besondere Gitarre, „die eine, die schon immer bei mir ist“. Als sie dann erklingt und JÜRGEN KERTH noch einmal mit seiner EINEN zaubert, geht ein besonderer Abend in der Stadt mit den vielen Kirchtürmen zu Ende.

Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 13.07.2015 19:53 | nach oben springen


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