#1

Mark Knopfler am 16.6.2015 in der Hamburger O2-World

in Konzertberichte 2015 19.06.2015 00:11
von Günthi | 142 Beiträge | 311 Punkte

Nach genau 5 Monaten und einem Tag zog es mich in diesem Jahr zum zweiten Mal in die O2-World in Hamburg. Dieses Jahr ist ohnehin für mich ein erlebnisreiches Konzertjahr.
Nachdem ich im Januar den Auftakt mit ,, Peter Maffay " in der O2-World begann, und danach schon zwei große Open-Air Konzerte mit den ,, Puhdys " erlebte, dann noch einmal ,, Peter Maffay " in Timmendorf, hatte ich nun ein völlig anderes Konzerterlebnis am Dienstag Abend in der O2-World in Hamburg. Die Rede ist von ,, MR. DIRE STRAITS " , wie er auch gerne genannt wird.

Kein geringerer als ,, Mark Knopfler " gab sich in diesem Jahr die Ehre und besuchte während seiner ,, Tracker-Tour 2015 " auch wieder die O2-World in Hamburg. Ein Konzert mit ihm ist schon was ganz besonderes. Während er in früheren Jahren mit seinen ,, DIRE STRAITS " die Hallen und Stadien rockte, zieht er es mit seinen mittlerweilen 65 Jahren doch vor, es alles
gelassener an zu gehen. Vorbei sind die alten Zeiten mit rockigen und harten Gitarrenklängen. Heute hat seine Musik große Verbindung in die Country & Western Musik, sowie in
Folkmusik und keltische Klänge. In diesem Stil ist sein neustes Album ,, TRACKER " ausgerichtet.

Neben ,, Mark Knopfler " standen noch sieben hochkarätige Musiker mit auf der bühne. Wie eben schon erwähnt, bestimmen bei einigen Songs keltische Klänge das neue Album. Somit gab es bei diesem Konzert auch Instrumente wie die keltische Flöte,die Zitter und die Fiddel zu hören.
Auf großen Bühnenzauber legt ,, Mark Knopfler " eh keinen Wert, und deshalb gibt es bei seinen Konzerten keine Video-Wände, keine Filmeinspielungen und keine aufwändigen Light-Shows. Auch die Bühne war nur halb so groß, wie z.B. bei ,, Peter Maffay " . Aber das reichte auch völlig aus. Die acht Musiker haben eh alle ihren angestammten Platz, den sie während des Konzerts auch nicht unbedingt verlassen, und ,, Mark Knopfler " steht fast regungslos mit seiner Gitarre vor dem Mikrofonständer. Er ist nun mal kein ,, Mick Jagger " , der keine einzige Minute regungslos dastehen kann, und 2 1/2 Stunden wie von der Tarantel gestochen von einem Bühnenende zum anderen tänzelt.

Bei einem ,, Mark Knopfler " ist alles anders. Hier wird nicht getänzelt und schon gar nicht heftig abgerockt. Das ist bei diesem Konzert auch nicht erforderlich, denn hier bestimmt einzig und alleine der Klang seiner Gitarre das Konzert. Und an diesem Abend war es wieder mal so weit.

Um 20 Uhr erlosch die Hallenbeleuchtung und die Band von ,, Mark Knopfler " betrat die Bühne und eröffnete das Konzert mit den ersten Klängen zu ,, Broken Bones " vom neuen Album.
Den ersten Beifall gab es aber erst, als der Meister an der Gitarre die Bühne betrat. ,, Mark Knopler " begrüßte auch das Hamburger Publikum und er freue sich sehr wieder in Hamburg zu sein.

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#2

RE: Mark Knopfler am 16.6.2015 in der Hamburger O2-World

in Konzertberichte 2015 19.06.2015 06:11
von PMausM | 1.524 Beiträge | 3211 Punkte

Danke Günthi, hast wieder was zur Erweiterung meines Halbwissens über Musik beigetragen. Sehr interessant, wie du beschreibst, dass es auch Künstler gibt, die Hallen füllen ohne aufwändige Shows.


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#3

RE: Mark Knopfler am 16.6.2015 in der Hamburger O2-World

in Konzertberichte 2015 19.06.2015 12:20
von 0815 | 79 Beiträge | 178 Punkte

Schöner Bericht, vielen Dank Freund des Nordens ....

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#4

RE: Mark Knopfler am 16.6.2015 in der Hamburger O2-World

in Konzertberichte 2015 19.06.2015 16:06
von Ingo | 448 Beiträge | 963 Punkte

Vielen Dank Günthi, hast du gut beschrieben, denn wer es nicht weiß erwartet sicher ein Konzert a la Dire Straits.
Ich hatte mir sein aktuelles Album besorgt und war überrascht, dass kein "Kracher" drauf ist, aber seine Gitarre hört man sofort raus.
Mal was anderes, aber nichts schlechtes, ganz im Gegenteil, es macht neugierig auf mehr.


Alles was zu Ende ist, kann auch Anfang sein.
www.pfc-dasbuch.de
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#5

RE: Mark Knopfler am 16.6.2015 in der Hamburger O2-World

in Konzertberichte 2015 19.06.2015 16:58
von Günthi | 142 Beiträge | 311 Punkte

Oje,Oje, was hab`ich da nur angerichtet. Ich hatte befürchtet, das jemand schon den Anfang des Berichts gelesen hat, und wie ich sehe, nimmt jeder an, das das alles ist, was ich zu dem Konzert zu berichten hatte. Ich hatte ja gerade erst angefangen zu schreiben, und jetzt an der Stelle, wo ich das unbeabsichtigt beendet hatte, sollte der eigentliche Bericht anfangen. Das war ja wie immer zu sehr später Stunde, und wahrscheinlich war der halbe Liter Maibock Schuld, das ich einen verkehrten Klick machte, und da war der angefangene Beitrag leider zu früh eingestellt. Ich wollte das noch rückgängig machen und weiterschreiben, aber es gelang mir leider nicht. da es bereits wieder nach Mitternacht war, beschloss ich, das ich den Bericht dann lieber heute weiterschreibe. Vielleicht ist es möglich, die beiden Teile zu einem Bericht zusammen zu fügen, aber das weiß sicher unser Admin Kundi wohl etwas besser ob das möglich ist. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm. So, nun genug der nichtssagenden Worte, und ich beginne nun mit dem eigentlichen Bericht über das Konzert.

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#6

RE: Mark Knopfler am 16.6.2015 in der Hamburger O2-World

in Konzertberichte 2015 19.06.2015 17:29
von Tina mit Hut | 277 Beiträge | 615 Punkte

Ich bin sehr gespannt auf deinen "weiteren" Bericht :)
Mit dem zusammensetzen ist dann kein Problem, das bekommen wir hin :)
Ich hab auch ein paar CDs von Knopfler und mag seine Musik sehr. Leider hab ich ihn bis jetzt nicht live gesehen.


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#7

RE: Mark Knopfler am 16.6.2015 in der Hamburger O2-World

in Konzertberichte 2015 19.06.2015 20:07
von WarDeinFreund | 69 Beiträge | 166 Punkte

Bin auch schon gespannt auf die weiteren Konzerterlebnisse. Mark Knopfler find ich toll. Musik zum Abschalten und Genießen, habe glaube ich alle "Nach-Dire-Straits-Alben" im Schrank bis auf die neue "Tracker" - aber was nicht ist, kann ja noch werden! Live würde ich ihn auch gern mal erleben, aber ganz ehrlich, bei Ticketkosten zwischen 60 und 100 Euronen setzt bei mir dann das Herz aus und der Verstand ein und der sagt mir: Lieber fünf Mal zur Seilschaft, Haase, Geffarth, Wolfe & Co. als fürs gleiche Geld einmal zu Mark Knopfler. Also dann lieber Günthis Bericht lesen und Mark Knopfler aus der Konserve dazu ...

Übrigends: Etwas "günstiger" und in diesem Jahr ebenfalls (in etwas kleineren Hallen) in Deutschland zu erleben - sein Bruder David Knopfler, auch ehemals bei den Dire Straits (zumindest bei den ersten beiden Scheiben!) Geht musikalisch einen ähnlichen Weg wie sein Bruder, also keine Dire Straits Solonummer erwarten, sondern ruhigen blues- und folklastigen Rock - dann kann man auch bei David nichts falsch machen. Habe ihn vor ein paar Jahren bei uns in Oederan erlebt - war großartig! Dieses Jahr wieder am 18.9., aber auch noch in einigen anderen Städten der Region.

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#8

RE: Mark Knopfler am 16.6.2015 in der Hamburger O2-World

in Konzertberichte 2015 19.06.2015 21:08
von Günthi | 142 Beiträge | 311 Punkte

Ich hatte mir ja auch bereits sein neues Album gekauft, und mir auch alle Songs angehört. Beim Konzert musste ich das feststellen, das seine Songs live sich doch viel besser anhören, als auf der im Studio gefertigten CD. Der zweite Song des Abends ,, Corned Beef City " stammte von Vorgänger-Album ,, Privateering " , sowie auch der dritte Titel ,, Privateering " .
,, Mark Knopfler " versteht es sehr gut, seine Songs so auszuwählen, das die Hälfte des Konzerts aus Gesang besteht, während die andere Hälfte überwiegend aus einem instrumentalem Part besteht.
Es war keineswegs ein leises Konzert, im Gegenteil. Das Konzert war schon so ausgesteuert, das fast alles gut zu hören war, nur gesanglich ist ,, Mark Knopfler " nicht gerade stark bei Stimme, so das ich ihn zwar singen gehört habe, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, das die Musik im Vordergrund stand, und die Gitarren den Gesang überstimmten. Besonders die Gitarre von ,, Mark Knopfler " stand immer im Vordergrund und war gut von allen anderen Gitarren zu unterscheiden. Überhaupt besitzt ,, Mark Knopfler " ein gut sortiertes Gitarrensortiment. Das stellte er auch den gesamten Abend über immer wieder unter Beweis, indem er zu jedem Song mindestens zwei verschiedene Gitarren benötigt.

Der vierte Song des Abends war ein reiner Instrumenal Titel und stammte aus der Filmmusik zu dem Film ,, Cal " für den ,, Mark Knopfler " die gesamte Musik schrieb. ,, Father And Son " war eigentlich nur der Übergang zu dem fünften Song ,, Hill Farmer`s Blues " vom Album ,, Ragpickers Dream " . Beides floss nahtlos in einander über, so das man den Eindruck hatte, das es nur ein einziger Song sei, obwohl beide Titel aus zwei verschiedenen Alben stammten. Mir hatte das jedenfalls sehr gut gefallen.

Mit dem sechsten Song wurde mit ,, Skydiver " der zweite Song vom neuen Album live präsentiert. Auch dieser gefiel mir in dieser Präsentation auch besser als die Studioaufnahme.
Fast die Hälfte des Konzerts war nun fast erreicht, und mit dem 7. Song erinnerte ,, Mark Knopfler " sein Publikum daran, das es ja auch mal eine Zeit vor seiner Solo-Karriere gab. Mit den ersten Klängen zu ,, Romeo Und Juliet " gab es gleich zu Anfang den Applaus. Auf die alten Songs von den legendären ,, Dire Straits " haben sicher tausende Fans gewartet. Und weil das auch gleich so gebührend vom Publikum gewürdigt wurde, ging es gleich über zu dem Song, mit dem die ,, Dire Straits " 1979 ihren Grundstein legten. Da gibt es nur den einen Song, mit dem diese Band damals in die Musikgeschichte einging, und so folgte mit dem achten Song gleich ,, Sultans Of Swing " .
Dieser Song hat nichts an Bedeutung verloren. Für ,, Mark Knopfler " sicher der wichtigste Song in seinem Leben, denn damit begann sein Siegeszug durch 36 Jahre Musikgeschichte.

Mit dem neunten Song ,, Mighty Man " wurde dann der 3. Song aus dem neuen Album ,, Tracker " vorgestellt. Der 10. Song ,, Postcards From Paraguay " diente erst einmal dazu, das die Bandmitglieder vorgestellt wurden. Zum Glück gibt`s hier keinen Bandpapst, keinen Schwiegervater von W.U. und auch niemanden aus der sowijetisch besetzten Zone. Aber es gibt nur einen einzigen treuen Wegbegleiter, der schon seit den ,, Dire Straits " Zeiten dabei ist. Es ist der Keyboarder ,, Guy Fletcher " , der seit 1984 ein treuer Begleiter von ,, Mark Knopfler " ist.

Mit dem 11. Song ,, Marbletown " ging es wohl eher so in Richtung Country & Western Stil. Dieser Song stammt auch vom Album ,, Ragpickes Dream ". Mein Song war es aber nicht so. Anders beim 12. Song . ,, Speedway At Nazareth " ist ein älterer Song vom Album ,, Sailing To Philadelphia ", und ist wieder ein etwas flotterer Song Hier kommt zwar die Querflöte und später die Fiddle zum Einsatz, aber ein toller Song, den ich gerne höre, zumal das letzte Drittel des Songs vom eindrucksvollem Gitarrenspiel von ,, Mark Knopfler " bestritten wird.

Mit dem 13. Titel begann nun wohl unmissverständlich das Ende eines sehr guten Konzert-Abends. Schon die ersten Riffs zu ,, Telegraph Road " führte dazu, das es die Fans in den vorderen Reihen nicht mehr auf ihren Plätzen hielt.Sie strömten Richtung Bühne um dem alten ,, Dire Straits " Song alle Ehre zu erweisen. Dieser Song war mit Abstand der längste Song des Abends und dauerte rund 15 Minuten. Von den anwesenden Fans gab es dafür auch tosenden Applaus. Nach 105 Minuten verabschiedete sich nun die Band, und niemand wollte so recht glauben, das es das schon gewesen sein soll.

Nach nur wenigen Minuten betrat die Band erneut die Bühne und auch die erste Zugabe war mit ,, Brothers In Arms " ein alter ,, Dire Straits " Song, der auch bei keinem seiner Konzerte fehlt. Als 2. Zugabe folgte gleich noch mit ,, So Far Away " der fünfte und letzte Song von den legendären ,, Dire Straits ". Erneut verbeugte sich die Band am Bühnenrand, um sich von den Fans zu verabschieden. Die Hallenbeleuchtung setzte aber noch nicht ein, und die Band betrat erneut die Bühne. Ich hatte schon ein wenig Hoffnung, das eventell noch als letzter Rausschmeisser ,, Walk Of Life " oder ,, Money For Nothing " gespielt wird, aber Fehlanzeige. Auch nicht das ,, Theme From Local Hero " , was auch oft gerne als letzten Song gespielt wird, sollte es nicht sein.Der 16. und letzte Song war ,, Piper To The End " vom Album ,, Get Lucky " . Hier gab es dann ein letztes Mal die Gelegenheit der Gitarre von einem der weltbesten Gitarrenspieler zu lauschen.
Nach etwas über zwei Stunden ging wieder mal ein einfühlsamer Konzert-Abend zu Ende.Aber es ist schön, das ,, Mark Knopfler " immer wieder gerne nach Hamburg zurückkehrt. Ich denke, das wird nicht das letzte Konzert mit ihm in Hamburg gewesen sein.

Fotos gibt`s leider keine. Ich hatte die Kamera gar nicht erst mitgenommen, da die Fotos aus dieser Entfernung eh nichts werden. Ausserdem gab es wieder mal ausreichende Körperkontrollen mit Arme hoch und abtasten im oberen Körperbereich. Einfach nur widerlich.

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