#1

TODD WOLFE BAND im Haus am Klein Erzgebirge (25. Mai 2015)

in Konzertberichte 2015 27.05.2015 20:28
von WarDeinFreund | 69 Beiträge | 166 Punkte

Auf welche Ideen kommt man, wenn man am Pfingstmontag todmüde von einem 4-tägigen Zelturlaub im Spreewald wiederkommt, gerade das Auto ausgeladen und den Inhalt notdürftig im ganzen Haus verstreut hat, seinen Hund aus der Tierpension geholt und ein paar Streicheleinheiten verpasst hat und die ebenso todmüden Kinder gerade ins Bett gegangen sind? Und wenn man voller Grausen daran denkt, dass morgen früh die Nacht schon wieder 3:30 Uhr zu Ende ist?! Na klar – man geht nochmal zur Mugge ins Haus am Klein Erzgebirge bei uns im schönen Oederan! Um mal Gundi zu zitieren: Zweieinhalb Stunden Schlaf sind genug oder fünf, nur nicht vier, denn „das zerstört die zweite Tiefschlafphase.“

Angekündigt war die Todd Wolfe Band. Ehrlich gesagt, noch nie zuvor gehört! Doch nach den ersten Hörproben bei youtube stand fest, das könnte schon ein Abend für mich sein! Und außerdem war ich neugierig auf den neuen Konzertboden im Haus am Klein Erzgebirge. Hatte ich bisher noch nicht gesehen, nur auf den Bilder von Gwyn Ashton Konzert hier im Forum. Bis letztes Jahr war da oben ein erzgebirgischer Volkskunstladen beheimatet, von dem ja der Schwibbogen überlebt hat. Und unter genau dem standen am Pfingstmontag die Instrumente der Todd Wolfe Band bereit. Zuvor am Eingang stand aber schon ein großes Schild: Vorankündigung 7.10. Projekt Apfeltraum. Und der Chef vom ganzen pries diesen Termin vielen Gästen noch höchstpersönlich an. Stolz erzählte er mir, wie er die Apfelträumer nach Oederan gelotst hat. Oh! Ich freue mich jetzt schon auf diesen Termin!

Die meisten der Gäste standen zu diesem Zeitpunkt noch vor der Tür bzw. an der Bar, so dass ich an einem Tisch direkt am Bühnenrand platznehmen konnte. Auf den Tischen gab es dann ein Unikat zu bewundern – die weltweit erste Speisekarte OHNE Speisen! Oder sollte das nur der Hinweis sein, dass man das bisschen, was man essen möchte, auch trinken kann? 7 Bier = 1 Schnitzel, oder so ähnlich!?! Aber an der Bar gab es natürlich auch eine Kleinigkeit zu essen, doch dafür waren wir ja nicht hier. Wir wollten gemütlich ein Bierchen trinken und bei bester Musik das Pfingstwochenende ausklingen lassen.

Lange mussten wir nicht warten, denn pünktlich um 20 Uhr kamen die drei Bandmitglieder auf die Bühne unterm Schwibbogen. Die Todd Wolfe Band, das sind: Natürlich Todd Wolfe an der Gitarre und dem Gesang, neben ihm Justin Gardner am Bass und am Schlagzeug Roger Voss, beide begleiteten Todd auch gesanglich in vielen Passagen. Vom ersten Ton an merkte man, welch begnadeter Gitarrist Todd Wolfe ist. Mal dominierten die rockigen Töne, mal eher der Blues, um letztendlich im Rock’n’Roll zu enden. Ohne ein Fachmann auf diesem Gebiet zu sein, sonst bin ich eher im deutschsprachigen Liedermacher Umfeld beheimatet, kamen mir doch viele Gitarrenriffs seltsam bekannt vor, um dann doch wieder in ein ganz anderes Thema übergeleitet zu werden. Eine Vielzahl von Gitarrensolos prägten den Abend, gingen ins Ohr (wortwörtlich, ich saß direkt vor der Bassboxe!) und in die Beine. Mit Applaus wurde darum auch nicht gespart.

Nach einer kurzen Pause inklusive dem Hinweis auf seine neue CD startete der zweite Teil mit der Akustikgitarre. So sehr ich auch den E-Gitarrensound mag, die Akustikmomente gefallen mir fast immer am Besten! Alle drei da vorn verstanden ihr Handwerk, das merkte man den gesamten Abend lang. Was Todd Wolfe weniger ist – Entertainer. Seine seltenen Zwischentexte drehten sich fast ausschließlich ums neue Album, sonst stand der Abend unter dem Motto: „Meine Gitarren und ich“. Kann man negativ auslegen, muss man aber nicht! Gute Musik funktioniert auch „pur“! Und das tat sie! Von mehreren Gästen, die schon bei Gwyn Ashton waren, hörte ich, dass dieser mehr experimentierfreudig auf der Bühne gewesen sei. Dieser Vergleich fehlt mir. Aber all das ist wieder einmal Meckern auf hohem Niveau! SO KANN Rockmusik sein, SO SOLL sie sein und SO SPIELTE die Todd Wolfe Band sie auch!

Nach nur einer Zugabe standen die Gäste leider schon auf, eine zweite wäre schon noch möglich gewesen! Aber nun gut, langsam wurden auch meine Augen müde. Das Fazit auf dem wieder einmal kurzen Nachhauseweg: Unglaublich, welche phantastischen Bands nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit durch die Lande ziehen! Zum Glück erfährt man doch von dem ein oder anderen musikalischen Kleinod, nicht zuletzt hier im Forum!

Zur Mugge ins Haus am Klein Erzgebirge komme ich sicherlich wieder (nicht nur wegen des kurzen Fußwegs dorthin). Auf jeden Fall am 7.10, vielleicht aber schon eher Anfang Juli zu Bluesklängen des Kanadiers Marty Hall.





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#2

RE: TODD WOLFE BAND im Haus am Klein Erzgebirge (25. Mai 2015)

in Konzertberichte 2015 27.05.2015 20:30
von WarDeinFreund | 69 Beiträge | 166 Punkte

Fast hätte ich es vergessen, Bild und Tonmaterial gibt es auch noch ...



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#3

RE: TODD WOLFE BAND im Haus am Klein Erzgebirge (25. Mai 2015)

in Konzertberichte 2015 28.05.2015 07:23
von PMausM | 1.517 Beiträge | 3195 Punkte

Feine Filmchen, bist wohl auch auf den Geschmack gekommen mit dem Filmen? Danke für den Konzertbericht, habe den Link auf FB gepostet und der Veranstalter bedankt sich für das schöne Feedback.


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#4

RE: TODD WOLFE BAND im Haus am Klein Erzgebirge (25. Mai 2015)

in Konzertberichte 2015 28.05.2015 17:42
von Peggy | 320 Beiträge | 669 Punkte

Auch ich lasse gern einen Dank für Deine Eindrücke da.
Schön, dass es noch Bühnenrandmissionare gibt, die so manch tolle musikalische Perle entdecken und dann hier berichten.
Hab in Dein zweites Video mal reingelauscht. Die Stimme erinnert ein bisschen an Stoppok, finde ich.


"Von jedem Tag will ich was haben, was ich nicht vergesse ..."

https://www.facebook.com/peggy.jacob.391?ref=tn_tnmn
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#5

RE: TODD WOLFE BAND im Haus am Klein Erzgebirge (25. Mai 2015)

in Konzertberichte 2015 28.05.2015 18:47
von WarDeinFreund | 69 Beiträge | 166 Punkte

Und ich danke für euer Feedback - ist schön, wenn auch ein paar Worte zurückkommen!

Ja, Filmchen finde ich ganz gut - gerade wenn über relativ unbekannte Bands gesprochen wird. Schaue ich mir bei anderen Berichten auch immer an und z.B. das Wunderbuntd-Video hat mich beim ersten Hören/Sehen gleich umgehauen. Und umgekehrt fand ich es gut, die ersten Hörproben von SOLL SEIN ins WorldWideWeb zu stellen, über die war ja bisher rein gar nichts zu finden!

Stoppok habe ich eigentlich auch erst so richtig durch den Gundi-Sampler kennengelernt, naja ein paar Ähnlichkeiten gibt es vielleicht.

LG
Jörg

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