#1

Joe Cocker ist tot

in Bands, Musiker, Musikstile 22.12.2014 19:56
von Kundi | 1.946 Beiträge | 4459 Punkte

Gerade vermelden es die online-Medien:

Joe Cocker ist im Alter von 70 Jahren vermutlich an Krebs gestorben. Mit ihm geht wieder eine Musiklegende und das ziemlich unerwartet.
Der Mann mit der rauchigen Stimme stand schon in Woodstock auf der Bühne. Ich bin unheimlich traurig.
Nie mehr wird sein Urschrei bei "With a Little Help from My Friends" live erklingen. Nie mehr wird man seine kantigen Bewegungen auf der Bühne sehen.
Es bleiben uns seine wunderschönen Songs.

Ruhe in Frieden, Joe!

hier eine Quelle: http://www.focus.de/kultur/musik/englisc...id_4364229.html


zuletzt bearbeitet 22.12.2014 20:02 | nach oben springen

#2

RE: Joe Cocker ist tot

in Bands, Musiker, Musikstile 22.12.2014 20:07
von HH aus EE | 839 Beiträge | 2048 Punkte

Mir ist zum Heulen und ich kann es noch nicht fassen!

http://www.mein-lebensgefuehl-rockmusik....%20in%20Dresden

Angefügte Bilder:
Cocker 2.jpg

www.mein-lebensgefuehl-rockmusik.de
zuletzt bearbeitet 22.12.2014 20:15 | nach oben springen

#3

RE: Joe Cocker ist tot

in Bands, Musiker, Musikstile 22.12.2014 21:12
von PMausM | 1.510 Beiträge | 3180 Punkte

Hartmut ,eigentlich hat mir die Sendung vom MDR , wo du auf der Cocker Wiese saßt und erzählt hast, diesen Künstler erst nahe gebracht.
Und auch die vielen schönen Coverversionen, die ich gehört habe, wie z. B. diese.
Wer gespielt wird, ist nicht tot.


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#4

RE: Joe Cocker ist tot

in Bands, Musiker, Musikstile 22.12.2014 21:19
von Ingo | 448 Beiträge | 963 Punkte

Unglaublich ! In zwei Tagen zwei so große Stars weniger. Gestern Udo, heute Joe. Die Musikwelt ist ein reichliches Stück ärmer geworden.
R.I.P.


Alles was zu Ende ist, kann auch Anfang sein.
www.pfc-dasbuch.de
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#5

RE: Joe Cocker ist tot

in Bands, Musiker, Musikstile 22.12.2014 23:07
von Günthi | 141 Beiträge | 309 Punkte

Diese Schreckensmeldung vom Tod von Joe Cocker macht auch mich völlig fassungslos. Kaum ist die gestrige Meldung vom Tod von Udo Jürgens in allen Medien verbreitet worden,folgt heute die nächste Todesnachricht. Auch hier hat es wieder einen der ganz ,,Großen " getroffen, der für immer die Showbühne verlassen hat.
Unvergessen ist sein großer Durchbruch mit ,, With A Little Help From My Friends " beim legendären Woodstock-Festival. Drogen und Alkohol waren damals seine ständigen Begleiter.
Die Rock-Welt war begeistert, als er in den 80er Jahren sein Comeback startete, nachdem er sich von den Drogen und dem Alkohol gelöst hatte. Nun hat auch ihn der verdammte Krebs
eingeholt, der sein Leben viel zu früh enden ließ.

Ruhe in Frieden Joe... Mit Deinen Songs wirst Du für Deine Fans unvergessen bleiben

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#6

RE: Joe Cocker ist tot

in Bands, Musiker, Musikstile 23.12.2014 14:56
von HH aus EE | 839 Beiträge | 2048 Punkte

Joe Cocker – du warst so wundervoll! (22.12.2014)

Manchmal werden heimliche Träume wahr. Einfach so. Mit so einem zur Realität gewordenen Traum kann man viele Jahre leben, kann scheinbar auf Ewigkeit davon zehren, weil das Erlebte noch immer so nachhaltig wirkt, so als wäre es erst gestern gewesen. Wiederholung niemals ausgeschlossen, Zeit spielt keine Rolle. Das kriegst du später noch einmal hin. Doch dann kommt plötzlich dieser Moment, diese Schrecksekunde, in der dich die Realität, wie eine Schockwelle, einfach überholt. Aus der Traum!

Es gibt zwei Hände voll Musiker, die mir unheimlich viel bedeuten. JOE COCKER ist einer von ihnen. Für ihn begann alles in Woodstock – für mich auch, wenn auch „nur“ vor dem heimischen Dampfradio. Dieses „With A Little Help From My Friends“ wurde damals die Blaupause für nahezu alles und jeden, der sich einen Song vornehmen wollte, um daraus seinen eigenen zu machen. Von da an hatte der Mann mich gepackt und die spätere „Mad Dogs & English Men“ - Tour mit dem daraus resultierenden Doppelalbum waren dafür nur noch einmal die Bestätigung. COCKER hat den Blues und die einmalige Gabe, mittels seiner urbanen Stimme die Herzen erbeben zu lassen.

Ich habe ihn vermisst, als ihn Drogen und Alkohol zu zerstören drohten und ich habe ihn dafür geliebt, sich aus diesen Fesseln befreien zu können. Irgendwie wurde „I Can Stand A Little Rain“ dadurch zu einem ganz besonderen Kleinod und „You Are So Beautiful“, ein Dankeschön voll Demut und Hingabe, das er jedes Mal seinen Fans live zu Füßen legte.

Als ich schon nicht mehr glaubte, jemals einen von seinem Schlage live auf einer Bühne erleben zu können, begannen sich Zeiten zu wenden. Gemeinsam mit zehntausenden Fans stand ich in Dresden auf der Wiese, vom Glück überwältigt und vom „Schrei eines Löwen in der Nacht“ beinahe erschlagen. JOE COCKER sang für uns und ich erlebte doch noch mein kleines Woodstock, ganz ohne Regen und trunken vom Klang dieser einzigartigen Stimme. Tage später habe ich eine seltene Doppel-LP gegen ein Pressefoto von JOE mit seiner Unterschrift „getauscht“. Auf diese Weise ist jener Moment auf der COCKER - Wiese von Dresden für mich der Beweis geworden, dass es doch kein Traum war. Im Mai 2005 habe ich dieses Gefühl, diesmal gemeinsam mit meinem Sohn, noch einmal gehabt. Beinahe 20 Jahre später noch einmal JOE COCKER live und in Dresden sowie die stille Hoffnung, vielleicht meinen Sohn mit diesem wunderbaren Virus infiziert zu haben.

Kurz darauf begann ich, meine Erinnerungen aufzuschreiben. Auch jene an das legendäre Konzert mit JOE COCKER. Meine Zeilen landeten schließlich im Internet und wurden, welch Wunder, auch gelesen. So kam es, dass sie Teil einer Ausstellung im Stadtmuseum von Dresden wurden, dass ich in meinem Zimmer einer Kamera vom MDR gegenüber saß und auch mein Wiedersehen mit der Blüherwiese in Dresden für den Film „Mein Sommer 88“ festgehalten wurde. Und jedes Mal war JOE COCKER gefühlt an meiner Seite, wurden die Erinnerungen wieder lebendig, meinte ich, alles noch einmal zu erleben. Mein Traum von Rockmusik, von Woodstock und JOE COCKER schenkte mir jedes Mal das Herz eines Teenagers, obgleich ich, wie in der „Musical Box“ von Genesis, bei jeder Begegnung ein Stückchen älter werde und langsam jene Regionen spüre, die mich erschaudern lassen. Erst recht, wenn mich die Realität, wieder einmal, überholt und dann auch überrollt. So wie bei der Nachricht vom Ableben des einstigen Jungen aus Sheffield.

Plötzlich stirbt wieder ein Teil meines, unseres Leben. „Ich dachte, wenn der noch mal kommt, gehst du hin – das ist nun vorbei“, schrieb mir eine gute Freundin wenige Stunden danach und weiter: „Ich habe mir eine CD reingelegt und das Haus erzittern lassen.“ Auch auf meinem Plattenteller dreht sich eine schwarze Scheibe und ein nicht ganz offizieller Mitschnitt von JOE COCKER live 1988 flimmert auf meiner Mattscheibe. Dieser Urschrei von Dresden löst noch immer eine Lawine Adrenalin in mir. Sein Echo wird in mir nachhallen und „diese Liebe wird mich dorthin heben, wo ich hingehöre und die Adler weinen“ (Up Where We Belong).
JOE COCKER ist tot und meine Augen in Tränen ertrunken. Es ist zu befürchten, dass meine Nachbarn immer häufiger laute Musik hören werden und Kerzen draußen auf dem Balkon kleine Schatten an den Wänden zum Tanzen bringen. Doch keiner von denen, die mir Jugend und wertvolle Erinnerung daran bedeuten, die „mein Lebensgefühl Rockmusik“ mit Liedern und Botschaften geprägt haben, werden jemals vergessen sein - „I keep it alive“. DANKE JOE.

Angefügte Bilder:
Cocker 3.jpg

www.mein-lebensgefuehl-rockmusik.de
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