#1

Rock- und Bluesnacht 19.07.14 Spremberg

in Konzertberichte 2014 20.07.2014 14:31
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Als ich gestern gegen 18.00 Uhr in Spremberg eintraf zeigte das Thermometer noch deutlich über 30 Grad Celsius an. Es war also so schon heiß, aber es sollte an diesem Abend im Biergarten des Hotels "Zur Post" musikalisch noch viel heißer werden. Die Veranstalter hatten wieder ein ordentliches und umfangreiches Programmpaket geschnürt. Es war wieder ein ehrgeiziges Projekt, die Künstler, ihre Mugge und ihre Wünsche sowie die Begeisterung der Fans für die verschiedenen Musikangebote des Abends alle unter einem Hut (nicht unter den Zylinder von Lefty und auch nicht unter GALAs Baseballcap ) zu bringen. Deshalb ging die musikalische Sause auch pünktlich mit RENFT los. Ich nehme das Ergebnis schon vorweg und schreibe gleich mal, dass die gesamte Veranstaltung wirklich wieder eine astreine Rock- und Blues-Fatsche war.

Eintritt, selbst an der Abendkasse, war mit 20 Euro äußerst fair, denn dafür bekam man auch eine Menge geboten und das sogar 7 Stunden (in Worten sieben!) lang. 4 Bands (RENFT,GALAs TOUR, CHRISTINA SKJOLBERG (Norwegen), MONOKEL KRAFTBLUES mit Gästen wie Matze Stolpe, Mike Seeber...) rockten die Hütte (in dem Fall das Gelände des Biergartens) mit Spielfreude und Schmackes.

Wäre es nicht schon so heiß gewesen, hätten die ganzen leidenschaftlichen und handwerklich versierten Musiker die Temperaturen in der Umgebung des Veranstaltungsortes durch ihre Darbietungen auf der Bühne ganz sicher auch in diesen über 30 Grad Celsius- Bereich getrieben. Der Schweiß bei den Protagonisten im Scheinwerferlicht und bei den Fans floss in Strömen und man merkte deutlich, dass alle gemeinsam Spaß hatten.

Wo gibt es denn noch sowas, ehrliche und handgemachte Mugge von mehreren Bands einen ganzen Abend lang in angenehmer Umgebung mit ausreichender Versorgung an Speisen und Getränken zu ebenfalls fairen Preisen? Das alles und noch viel mehr gab es für nur 20 Euro Eintritt, ich wiederhole mich da gerne. Mit viel mehr meine ich zum Beispiel auch die abschließende Session der Künstler des Abends und außerdem dass man in Spremberg viele persönlich bekannte und befreundete Konzertbesucher trifft. Darunter sind gar nicht wenige, die man nur ein oder 2 Mal in 12 Monaten sieht.

Die jährliche Rock- und Bluesnacht in Spremberg ist in Fankreisen längst Kult. Mich wundert es nicht, dass nun jedes Jahr an einem Sonnabend im Juli bis zu 1000 Fans in den Biergarten des Hotels "Zur Post" pilgern. DIE Konstante der Rock- und Bluesnacht überhaupt ist natürlich MONOKEL KRAFTBLUES. Die Kraftblusen sind bisher bei jeder dieser Nächte in Spremberg am Start gewesen und auch heuer waren sie wieder die bewährte finale Combo des Abends.

Hier sind erstmal ein paar Fotos von RENFT. Der Rest folgt irgendwann später, denn ich gehe jetzt erstmal und suche mir im Freien ein schattiges Plätzchen um mit Fino zu albern.

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 24.09.2014 22:51 | nach oben springen

#2

RE: Rock- und Bluesnacht 19.07.14 Spremberg

in Konzertberichte 2014 20.07.2014 14:38
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Fotos RENFT Teil 2.

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 20.07.2014 14:46 | nach oben springen

#3

RE: Rock- und Bluesnacht 19.07.14 Spremberg

in Konzertberichte 2014 20.07.2014 19:01
von PMausM | 1.524 Beiträge | 3211 Punkte

Da könnt ihr wirklich nicht meckern - tolles Programm. Danke Kundi, für die Zeilen und die tollen Bilder.


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#4

RE: Rock- und Bluesnacht 19.07.14 Spremberg

in Konzertberichte 2014 20.07.2014 21:51
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Fotos GALAs Tour

Gruß Kundi

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zuletzt bearbeitet 20.07.2014 21:55 | nach oben springen

#5

RE: Rock- und Bluesnacht 19.07.14 Spremberg

in Konzertberichte 2014 20.07.2014 22:00
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Fotos GALAs Tour Teil 2

Gruß Kundi

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#6

RE: Rock- und Bluesnacht 19.07.14 Spremberg

in Konzertberichte 2014 21.07.2014 14:20
von Mary | 204 Beiträge | 457 Punkte

Wenn ich die Bilder sehe, die Worte lese..., weiß ich, es war einfach ein toller Abend.
Das freut mich für alle Besucher und auch die beteiligten Musiker. Spremberg ist halt immer etwas ganz besonderes.
Ein ganz klein wenig macht es mich "neidisch"..., aber nur ein kleines Bisschen...
Ich wollte ja auch dabei sein, das ging dann leider doch nicht.
Man kann halt nicht alles haben...


"Ihr lacht weil ich anders bin. Ich lache, weil Ihr alle gleich seid."
Kurt Cobain
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#7

RE: Rock- und Bluesnacht 19.07.14 Spremberg

in Konzertberichte 2014 21.07.2014 22:01
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Weiter geht es mit Fotos von CHRISTINA SKJOLBERG (Norwegen) und ihrer Band.

Gruß Kundi

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#8

RE: Rock- und Bluesnacht 19.07.14 Spremberg

in Konzertberichte 2014 22.07.2014 21:24
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Fotos MONOKEL KRAFTBLUES.

Gruß Kundi

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#9

RE: Rock- und Bluesnacht 19.07.14 Spremberg

in Konzertberichte 2014 23.07.2014 21:37
von Fällsäge | 693 Beiträge | 1490 Punkte

Hey Blusen- Kundi
nun war ich ja auch schon bei Monokel, hab da auch von den Fans von Mike Seeber und Matze Stolpe gehört.Kann die Beiden aber nicht Einordnen.
Wer ist das wer auf deinen Bildern und in welcher Beziehung stehen sie zu der Monokel- Band?
Mach mal den Erklär-Bär für mich und den vielen nicht Insider Wissern ausserhalb der Blues- Szene

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#10

RE: Rock- und Bluesnacht 19.07.14 Spremberg

in Konzertberichte 2014 24.07.2014 08:05
von PMausM | 1.524 Beiträge | 3211 Punkte

Also hier kann ich mal Mike Seeber mit Monokel zusammen zeigen - war bei uns im Striegistal und der Einsatz der beobachteten Damen ist auch nicht zu verachten.


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#11

RE: Rock- und Bluesnacht 19.07.14 Spremberg

in Konzertberichte 2014 26.07.2014 16:48
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

So, jetzt möchte ich ganz gerne noch ein paar Sätze zu dem grandiosen Abend und zu den konzertierten Aktionen der vielen Musiker während der Rock- und Bluesnacht 2014 in Spremberg verlieren.
Den Anfang machte ja RENFT und das bereits 18.00 Uhr. Das Publikum war auch bestens aufgelegt, von Anfang herrschte gute Stimmung. Ich hatte den Eindruck, dass RENFT in persona Thomas "Monster" Schoppe diesmal die Lieder während der Mugge aus dem Bauch heraus auswählte. Die RENFT'ler hatten ja im Vergleich zu ihren eigenen Konzerten auch nur knapp halb soviel Spielzeit. Da blieben einige Knaller schon auf der Strecke. Das tat aber der guten Laune der Band und des Publikums keinen Abbruch. Vom "Wandersmann" ging es über "Zwischen Liebe und Zorn" bis zum "Gänselieschen" . Natürlich wurde beim Hütelied der LPG-Gänse auch die Sangeskünste der Fans ordentlich getestet. Monster höchstselbst leitete die Fanchöre mit ordnenden und richtungsweisenden Worten wie "nur die Männer", "jetzt die Mädchen " und "nun alle zusammen" an.

EIne schöne Abwechslung gab es, als Mike Seeber sich mit einer elektrischen 6-Saiter bei einem Titel zu RENFT gesellte. Man zellebrierte gemeinsam das sehr schwungvolle und für Gitarren-Künstler bestens geeignete "Ich und der Rock". Leider habe ich von dieser Aktion keine Fotos, die halbwegs vorzeigbar wären. Ich nehme mal Fällsäges Hinweis auf und schreibe jetzt 2 oder 3 Zeilen zu Mike, obwohl es über die vielen anderen Musiker des Abends sicher auch eine ganze Menge zu schreiben gäbe. Ich unterbreche jetzt also die Berichterstattung von der Rock- und Bluesnacht Spremberg 2014 und ich stelle euch mal kurz den aus der Nähe von Aschersleben kommenden Ausnahme-Gitarristen MIKE SEEBER vor.

Als ich MIKE erstmals etwa im Jahr 2008 sah und hörte nannte sich seine Band noch TEXAS MIKE. Schon damals deutlich zu hören, dass der Kerl mit viel Talent gesegnet ist. Mich beeindruckte auch seine Art zu spielen. Irgendwie war da schon eine eigene Handschrift in seinem Gitarrenspiel zu erkennen. Der Junge war kein Weichspüler, sondern ein Freund der druck- und kraftvollen Sparte.
Man konnte manchmal in seinen Gesichtszügen richtig lesen wie er die Songs fühlte und lebte. Sehr innig, fast in sich selbst und voll in das Meer von Tönen eingetaucht bzw. versunken, entlockte er den 6 Stahlsaiten die kernigsten Solos und begeistert damit schon lange Fachleute und Fans gleichermaßen. Wenn SEEBER die Saiten seiner Gitarren zum Klingen bringt, wird es wuchtig und kräftig. Blues, Rock oder Bluesrock - egal wie man es nennt, auf jeden Fall knallt die SEEBER-Mugge immer ordentlich. MIKE haben es auch die ostdeutschen Blueser wie JÜRGEN KERTH, HANSI BIEBL und MONOKEL angetan. Mit der KRAFTBLUES-Brigade stand er auch schon mehrmals gemeinsam auf der Bühne, unter anderem auch hier bei den Rock- und Bluesnächten in Spremberg.

Seit 2012 spielt Mike Seeber im MIKE SEEBER TRIO und in der MIKE SEEBER BAND. Einen nicht unwichtigen Schritt hat Mike mit seinem Trio im vergangenen Jahr gemacht. Das MIKE SEEBER TRIO gewann nämlich die German Blues Challenge In Eutin. Als Sieger der deutschen Ausscheidung durften die Jungs in der Folge an der Internationalen Blues Challenge in Memphis, Tennessie und an der European Blues Challenge im lettischen Riga teilnehmen. Besonders bei den wichtigen Auftritten im Mutterland des Blueses sorgte das MIKE SEEBER TRIO als krasser Außenseiter gegen die traditionellen amerikanischen Bluesbands immerhin für Aufsehen und für Begeisterung beim Publikum. Durch diese Wettbewerbe wurde MIKE SEEBER auch bundesweit bekannter. Irgendwer bezeichnete das MIKE SEEBER TRIO als das Gewitter am deutschen Blueshimmel. Ich möchte noch hinzufügen, dass es ein erfrischendes und reinigendes Gewitter ist. Die Bluesszene in Ost und West kann frisches Blut gut gebrauchen und da kommt der frische Blueslebenssaft SEEBERscher Prägung genau richtig. Ich bin gespannt, wie es mit MIKE weitergeht. Wer sich weiter informieren möchte, dem empfehle ich die SEEBERsche Internetpräsenz http://mikeseeber.de/ .

So, kommen wir zurück zum Auftritt der 4 Männer, die sich im Jahr 2007 anschickten, der schwer vom Schicksal gezeichneten Rocklegende RENFT weiteres Leben einzuhauchen und dies bis heute zur Freude der Fans tun. Da wären allen voran natürlich Thomas "Monster" Schoppe zu nennen, der nicht nur als Sänger und Gitarrist alle Fäden der Band in der Hand hält. Ich habe großen Respekt vor Monster und seinem Willen das Schiff RENFT weiter segeln zu lassen. Er ist ja der letzte Mann der alten und legendären RENFT-Garde, der noch zur Stange hält. Die meisten seiner ehemaligen Mitstreiter, bis auf Christian "Kuno" Kunert, haben diese Erde leider schon verlassen müssen. Kuno sieht man auch auf Grund seines Hörleidens leider nur noch gelegentlich und solo auf den Bühnen dieses Landes. RENFT ist auch nicht mehr das Auffangbecken junger, hungriger und kreativer Köpfe wie in den frühen 70er Jahren. Mit neuen Songs sieht es düster aus. Aber machen wir uns auch nichts vor, viele Altfans wollen eben gerade die alten Perlen hören. Ich bin persönlich froh, dass ich RENFT heutzutage überhaupt noch hören kann und wie rockig diese Vierer-Bande die alten Stücke interpretiert ist schon eine Wucht. Das ist schon Rock von ordentlichen Schlag. So lange es noch geht werde ich immer wieder mal bei RENFT vor der Bühne stehen.

Auch vor dem "Basskran" Marcus Schloussen, vor Delle Kriese (Schlagzeug)und dem vom Dienstalter her jüngsten Bandmitglied Gisbert "Pitti" Piatkowski(mittlerweile ist er auch schon 7 Jahre bei RENFT) ziehe ich meinen Hut. Sie brauen ja den musikalischen Sud auf dem Thomas "Monster "Schoppe die Qualitäten seiner mordsmäßigen Rockröhre voll entfalten kann.
"Flüsse und Tränen" endete wieder mit dem angesungenen PUHDYS-Klassiker "Türen öffnen sich zur Stadt. Natürlich fehlte auch ein spezieller Gruß an Peter "Cäsar" Gläser nicht. Diesmal war es beim "Der Apfeltraum" im Zugabenteil. Die RENFT'ler haben bei der brütenden Hitze keinerlei Kompromisse gemacht und volle Pulle gerockt. Der Zeitplan war ja sehr eng und die Musiker verließen dann ziemlich schnell die Bühne.

Nach einer kurzen Umbaupause folgte dann Frank "Gala" Gahler mit seiner Band GALAs TOUR. Auf diesen Auftritt war ich mächtig gespannt und ich freute mich darauf. Wenn man den Namen Frank "Gala" Gahler hört denkt man unwillkürlich an Bands wie MONOKEL und NO 55 bzw. ENNO. Der alte Haudegen hat schon ein gewaltiges Stück deutsche Rockgeschichte mitgeschrieben. Dass Gala aber 1984 / 85 und um 1990 herum auch eigene Bands unter den Namen GALA formiert hatte und neue Titel produzierte, wissen viele gar nicht mehr. Nach der Wende war er bis ca. 1996 wieder die Stimme und der Junge mit der Mundharmonika bei MONOKEL. Gahler zog sich dann zurück nach Spanien und ab dem MONOKEL -Jubiläumsjahr 2006 sah man in gelegentlich wieder als Gast, übrigens bei beiden MONOKEL - Bands.
Im Jahr des Herrn 2012 schien er es wieder wissen zu wollen, stellte eine eigene Band zusammen, nannte dieses Projekt GALAs Tour, produzierte eine EP mit 4 Liedern und startete eine kleine Tour, die aber leider nach der Hälfte der Gigs wegen Krankheit abgebrochen wurde. Auch das Konzert in der "Tante Ju" Dresden fiel deswegen leider aus. Dann war leider Ruhe im Schiff von GALAs Tour. Niemand wusste, ob mit GALA GAHLER überhaupt noch zu rechnen ist. Jetzt stand er er aber mit GALAs Tour auf der Bühne im Spremberg.

Alleine die Musiker seiner Band lassen Kenner schon mit der Zunge schnalzen:

Delle Kriese, Schlagzeug ( im Jahr 2012 war übrigens Michael Josch noch der Drummer),
Tobias Hillig (Gitarre),
Carsten Große (Gitarre), Bert Eulitz (Bassgitarre),
Beathoven (Tasteninstrumente).
Dazu kam in Spremberg noch ein mir unbekannter Gastmusiker , der Percussions spielte. Den Namen des jungen Musikers habe ich bei der Bandvorstellung leider nicht verstanden.

GALA (Gesang, Mudharmonikas, Akustikgitarre) rockte mit seiner Band los und es schien, als ob die Kapelle an diesem Abend keine Gefangenen machen wollte. Gerade heraus, voll auf die 12 und mit guter Laune zogen sie ihre Show durch. Die Band ist musikalisch wirklich Klasse, klingt sehr harmonisch und melodisch. GALAs Tour pendelt geschickt zwischen Rock , Blues, Bluesrock mit leichten Popeinlagen hin und her. Bei einem Lied erhielten die Musiker Gesangsunterstützung von Steffi Breiting, der Frontfrau von Moods of Ally.

Gespielt wurden die 4 Lieder der EP ("Hey, Hey", "Meine Stadt", "Nee, Nee", "Wünsche") aus dem Jahr 2012, ein paar MONOKEL-Perlen ("Nie wie Vater", "Rettungsboot", "Wie die Großen" ) und sogar ein paar Lieder ("Arme Irre","Dein Platz ist bei mir") von der 1991er GALA -LP "Es muss alles anders werden". Das aufgeschlossene Publikum ging ordentlich mit. Frontmann Gala ist immer noch beliebt und wenn er aus seinem mit Mundharmonikas bestückten Gürtel eine Mundi herausholt und anfängt auf ihr zu spielen, fressen ihm die Fans vor Freude fast aus der Hand. Dass das Muggen bei dem Wetter harte Arbeit war, sah man nach dem Set besonders an Frank Gahlers Hemd, welches von vorn bis hinten total durchgeschwitzt war.

Langsam wurde es dunkel, aber noch nicht kühler. Die fällige Umbaupause nutzen viele um Erfrischungsnchschub zu holen. Dann kam CHRISTINA SKJOLBERG aus Norwegen mit ihrer Band. Ich hatte mich im Vorfeld ganz bewusst nicht weiter mit ihr beschäftigt, denn ich wollte mich in Spremberg wieder überraschen lassen. Bei der letzten Rocknacht an dieser Stelle hatte das mit Johnny Mastro & Mama's Boys ganz hervorragend funktioniert.

Hm....da kam eine Blondine im kleinen Schwarzen und mit Netzstrumpfhosen auf die Bühne. Die Dame sah auf dem ersten Blick gar nicht nach harter Rockerin oder Blueserin aus. Alledings hatte sie ein Tatoo auf ihrem linken Oberarm, welches doch mehr verriet als verschwieg. Es bildete das Konterfei eines sehr bekannten Musikers und einen Gitarrenhals ab. Wir reden hier von der Gitarren-Ikone schlechthin, dem 1970 verstorbenen Jimi Hendrix. Als Christina dann noch ihre silberne Gitarre erklingen ließ, waren alle Unklarheiten beseitigt. Die Linkshänderin spielte und sang einen Mix aus eigenen Liedern von ihrer ersten Studio CD "Come And Get It"( unter anderem den Titelsong und "I A Back") sowie ein paar Gitarrenklassiker wie Voodoo Child" und "He Joe" von Jimi Hendrix. Die Band, bestehend aus Tore Slattsveen (Bassgitarre), Miri Miettinen(Schlagzeug) und Billy Harri Taitonen (Tasteninstrumente) machte dazu ordentlich Druck. CHRISTiNA SKJOLBERG zeigte mitt ihrem Spiel manchem männlichen Gitarren-Vergewaltiger was eine ordentliche 6-Saiten-Harke ist. sie erinnerte mich in punkto Bühnen- und Gitarrenarbeit ein wenig an MIKE SEEBER. Ähnlich wie bei MIKE konnte man die gespielten Töne auch förmlich in ihrem Gesicht lesen. Sie arbeitete auch viel mit dem Publikum und bediente sich dazu der englischen Sprache in der sie auch sang. Ich fand ihren Auftritt sehr gelungen.

Gegen 23.15 Uhr war dann endlich MONOKEL-KRAFTBLUES - Zeit. Ich muss jetzt aber gleich gestehen, dass ich mir ihren Auftritt und die am Ende stehende Allstar-Session nicht bis zum Ende angeschaut habe. ich war nach ungefähr 6 Stunden Livemugge einfach fertig auf die Reifen und bin deshalb kurz vor 24.00 Uhr verschwunden. Man möge mir das verzeihen. Aber wir wissen ja sowieso, was für eine tolle Liveband unsere geliebte KRAFTBLUES-Brigade ist. Los ging es mit "Berlin" und "Immer noch da". Die Band ging gleich ordentlich ab und vor der Bühne war kein Durchkommen mehr. Die Fans wollten Michael "Lefty" Linke, Bernd "Kuhle" Kühnert, Dicki Grimm und Michael Pitti" Pflüger ganz nach sein. Micha ließ kurz einen Spruch fallen, der Bezug auf die letztjährige Rock- und Bluesnacht nahm. Ach ja, richtig - Micha fehlte damals wegen Erkrankung und wir alle machten uns Sorgen um ihn. Das hat man fast schon wieder vergessen. "Gott" sei Dank ist Lefty aber immer noch da und zwar an diesem Abend auf der MONOKEL-Bühne in Spremberg. Da gehörte er ja auch hin;-)

Dazu gesellte sich zu diesem frühen Zeitpunkt schon die erste Verstärkung: Matthias "Matze" Stolpe postierte sich links neben Kuhle. Mit Mundharmonika und Gesang trung er mit diesen anderen Facetten im MONOKEL-Sound zu einem schönen und spannenden Gesamtklang bei. Matze Stolpe? Der Mann ist in der Musikszene wahrlich kein Unbekannter. Matze spielt Gitarre, singt, aber vor allem ist er für seine Fähigkeiten und Fertigkeiten als Mundharmonikaspieler berühmt. Er spielte früher in der Berliner Jonathan Bluesband und ist dort immer noch ein gern gesehener Gast. Aktuell gehört er zur Band des Blues-Urgesteins Waldi Weiz. Gastauftritte führten ihn auch schon zu MIKE SEEBER und natürlich auch immer wieder zu unseren KRAFTBLUES-en.

"Das Monster vom Schilkinsee" trieb dann sein Unwesen mit den gebrannten und gemixten hochgeistigen Getränken. Das Lied gefiel natürlich den Fans besonders. Kuhle Kühnert übernahm dann das Gesangspatent für den Fleetwood Mac-Klassiker "Oh Well". Ein langes auf der E-Gitarre gespieltes Intro leitete dann einen meiner Lieblingssongs, nämlich den "Kindertraum" ein. Ich sah und hörte mir das Ganze schon aus den hinteren Reihen an. Die "Schwarze Marie" musste ich natürlich aber auch noch mitnehmen. Die Stimmung kochte und MONOKEL KRAFTBLUES ließ nicht locker. Es ging immer weiter mit Klassikern. Ich trollte mich dann aber langsam Richtung Auto. Total abgekämpft, aber happy stieg ich in meine koreanische Kalesche und ich meine, dass in der Ferne gerade das "Lumpenlied" im Biergarten des Hotels "Zur Post" zu hören war. Natürlich gesellten sich dann unter anderem noch Tobi Hillig, Mike Seeber und Steffi Breiting auf die Bühne, um mit MONOKEL KRAFTBLUES eine Blues- und Rockparty zu feiern. Ich habe das aber diesmal nicht begutachtet. Man muss auch mal seinem Körper nachgeben, wenn es nicht mehr geht. Vielleicht bin ich nächstes Jahr wieder fitter;-)

Gruß Kundi


zuletzt bearbeitet 27.07.2014 12:26 | nach oben springen


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