#1

FAIRYDUST 20.06.14 Bierstadtfest Radeberg

in Konzertberichte 2014 21.06.2014 19:22
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Immer wieder hörenswert - die Chemnitzerin Ute Langjahr aka FAIRYDUST. Gestern trat sie wieder beim Bierstadtfest in Radeberg auf. Eigentlich könnte man ihr gleich ein Radeberger Inventarnummer verpassen, denn die beliebte Musikerin spielt jedes Jahr in der Bierstadt. Ihr Programm bestand aus schottischen und irischen Folksongs sowie anderen Liedern, die man eigentlich gerne am Lagerfeuer singt Hier sind erste Fotos.

Kleiner Bericht folgt demnächst, wenn ich Zeit habe

Gruß Kundi

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 21.06.2014 19:26 | nach oben springen

#2

RE: FAIRYDUST 20.06.14 Bierstadtfest Radeberg

in Konzertberichte 2014 24.06.2014 19:45
von Kundi | 2.002 Beiträge | 4582 Punkte

Fairydust? Fairydust! Schon wieder so ein fremdländischer Begriff mit dem kaum jemand etwas anfangen kann, aber es scheint ja wenigstens um Mugge zu gehen. So könnte man diesen Bericht anfangen, ach ich tue es jetzt einfach auch.

Fairydust kommt aus dem englischen Sprachraum und bedeutet in etwa magischer Staub der Feen und Elfen. Diese Phantasiegestalten (neudeutsch dürfte man auch Fantasiegestalten schreiben, aber das sieht einfach Kacke aus) umgibt ein goldener Schimmer aus diesen Staubpartikeln. Diesen Zauberstaub sagt man nach, dass man mit ihm Raum und Zeit entfliehen kann. Auch mit guter Musik kann man für eine gewisse Zeit dem Alltag und seinen Sorgen entfliehen.

Die Musikerin Ute "Fairy" Langjahr aus Chemnitz hat sich den geheimnisvollen Begriff Fairydust als Künstlernamen gewählt und sie ist seit Jahren erfolgreich auf den großen und kleinen Bühnen des Landes unterwegs. Ich habe sie erstmals im Jahr 2008 erlebt und ich war auf Anhieb von ihrer unverwechselbaren Stimme begeistert, die mindestens ebenso magisch wie der Feenstaub ist. Allerdings legen sich ihre Töne nicht in einem güldenen Schimmer um meinen oder deinen Körper, sondern graben sich tief in die Gehörgänge, ins Herz und in die Seele.
Ich habe Ute sehr lange nicht live erlebt und es wurde einfach mal wieder Zeit. Das Bierstadtfest in Radeberg war dafür auch eine sehr gute Gelegenheit, weil das Wetter immerhin ganz okay war und weil die Stadt von Bier und Bitterlikör auch nicht sehr weit weg von meinem Heimatdorf liegt. Außerdem kenne ich mich Radeberg und diesem Stadtfest ganz gut aus. Fairydust spielt dort jedes Jahr und immer an der selben Stelle, nämlich auf der in der Schulstraße aufgebauten Bühne des Keltischen Pub Tir Na N'og aus Dresden. Der Dresdner Kultladen ist ja nicht nur für Livemusikabende in heimischen mauern beliebt, sondern auch für seine Tour mit Ausschank und Bühne bei verschiedenen Stadtfesten in der Umgebung. Mir gefällt auch, dass da auch langfristige Verbindungen zwischen Veranstalter und Musikern gewachsen sind. Auch Fairydust ist ja regelmäßig im Tir Na N'og ( bzw. während der Stadtfeste-Tour auf der Tir Na N'og -Bühne) live zu erleben.

Also habe ich am Freitag meine 100 Motor-Hühner gesattelt und bin nach Radeberg gerollt. Da noch genügend Zeit war, bin ich dann erstmal über das Festgelände geschlendert. Wie sich die Bilder bei solchen Veranstaltungen gleichen, eine Freßbude an der anderen und dazwischen auch noch ein paar Verkaufsstände mit Artikeln, die die Welt nicht braucht. Warum kommt mir bei solchen Gewimmel manchmal die Wörter Brot und Spiele in den Sinn? Aber bei einen Kaffee und einer Thüringer Bratwurst wollte auch ich nicht njet sagen.
Als ich erste musikalische Tonfetzen aus Richtung Bühne hörte, fand ich mich dort schnell wieder ein. Wie ich schnell feststellte, war es aber noch der Soundcheck. Fairy klimperte auf der Gitarre und jemand schraubte an der Tonanlage. Der Mann an der Reglern war sehr gewissenhaft und das dauerte seine Zeit bis das Ergebnis stimmte. Dann kam auch das Gesangsmikro an die Reihe und wir erlebten schon vor der offiziellen Mugge den ersten Höhepunkt. Ute sang a cappella (also ohne Instrumenatlbegleitung) den schottischen Klassiker " Auld Lang Syne". Da war sie wieder die Stimme, die die Zuhörer verzauberte. Meine Nackenhaare richteten sich von alleine auf und schnell bildete sich auch noch die sprichwörtliche Gänsehaut.
Alleine für diese Minuten hätte sich die Anreise schon gelohnt. Passanten blieben auch plötzlich stehen und hörten der Sängerin aufmerksam zu.

Nach einer kurzen Pause ging es dann richtig los mit der Mugge. Meiner Meinung nach ist es ja völlig egal, wann und wo man Farydust zuhört. Ob man früher zur Mugge kommt oder eher geht, ist völlig Banane. Ute Langjahr möchte die Leute mit ihren Liedern unterhalten und das tut sie sehr gut. Sie stellt sich auf ihr Publikum ein und sie spielt einige Lieder auch aus dem Bauchgefühl heraus. Ja, ein wenig erinnert das alles auch an Lagerfeuermusik und das ist auch völlig okay. Ich liebe Lagerfeuermusik und Frau Langjahr kramte viele Lieder aus, die wir bestimmt alle schon um ein Feuer versammelt mitgesungen haben wie zum Beispiel "Blowing in the Wind"(Bob Dylan), Ruby Tuesday (Rolling Stones), "Sag mir wo die Blumen sind" (Original von Pete Seeger, die deutsche Variante wurde durch Marlene Dietrich berühmt) oder "Bad Moon Rising"(CCR). Letztgenanntes sang sie am Ende auch noch in der ganz speziellen Version, die vielen Männern in meinem Alter noch sehr gut in Erinnerung ist und die mir selbst auch ein Grinsen ins Gesicht zauberte (Stichwort "Abschied, wir müssen zur Armee").

Dazu gesellten sich auch viele Lieder aus dem englischen, schottischen und irischen Fundus "Dirty Old Town", "Streets of London", "Lowlands of Hollands"oder "Ride on". Besonderen Reiz erlangen einige dieser Lieder dadurch, dass Fairy sie ganz oder teilweise in unsere Muttersprache übersetzt hat und die texte so auch jeder verstehen kann.
Auch ein paar Perlen von Johny Cash & Co. oder "Über 7 Brücken" von Karat konnten wir hören. Einen a capella-Hammer allererster Güte gab es mit "Mercedes Benz" von Janis Joplin obendrein. Fairydust gestaltete die Programmfolge in mehren Blöcken. Zwischen den Liedern plauderte sie noch charmant über den Ursprung und/oder Inhalt der jeweiligen Lieder. Auch ihren Getränkeempfehlungen(Guinness, Whisky ) konnte man vertrauen, wenn man nicht zufällig, so wie ich, Kraftfahrer war .

Nach reichlich 2 Stunden hatte ich für diesen Abend genug gehört und ich rollte sehr zufrieden Richtung Heimat.

Gruß Kundi

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